Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mensch und Technik interaktiv - Fraunhofer IFF auf der Hannover Messe 2011

01.04.2011
'Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand', 'Technische Fachkräfte trainieren in virtuellen Welten' sowie 'Leitwarten für die Elektromobilität der Zukunft' - das sind einige der Themen, die das Fraunhofer IFF auf der Hannover Messe 2011 präsentieren wird.

Das Magdeburger Fraunhofer-Institut versteht sich als Innovationsmotor für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Forscher nutzen Deutschlands größte Industrie-Fachmesse, um auch in diesem Jahr neueste Entwicklungen auf den Gebieten Robotik, Virtual Reality, Energieeffizienz und Elektromobilität vorzustellen.

Sichere Mensch-Roboter-Interaktion
Roboter und Menschen werden zukünftig enger zusammen arbeiten. Da-mit wir aber mit den intelligenten mechanischen Kollegen tatsächlich bald direkt interagieren können, werden diese jetzt sensibler. Die Forscher des Fraunhofer IFF in Magdeburg haben dafür eine Reihe neuer Sensor-und Sicherheitssysteme entwickelt, die die Arbeit des Menschen im direkten Umfeld von Robotern vollständig sicher machen. U.a. entwickelten sie ein neues, taktiles Sensorsystem, das Roboter wie eine »künstliche Haut« umhüllt, sowie ein neues optisches System zur Arbeitsraumüberwachung unter Verwendung von Projektionstechnik und Kameras. Letzteres »zeichnet« mittels Licht einen dynamischen und frei definierbaren Sicherheitsbereich auf den Boden. Wird der durchschritten, erfolgen Warnsignale, die Reduzierung der Geschwindigkeit des Roboters oder sein Stopp.

Wo: Halle 14, Stand J10/J12

Serviceroboter für Inspektion und Reinigung von Abwasserkanälen
Zusammen mit der Emschergenossenschaft, die mit der Neustrukturierung des Flusses Emscher Europas größtes Wasserbauprojekt plant und umsetzt, präsentieren die Magdeburger Robotik-Experten zudem das weltweit einzigartige Schadenerkennungssystem SEK. Solche automatischen Systeme zur Inspektion von teilgefüllten Abwasserkanälen werden angesichts zu-nehmender Urbanisierung und des Wachstums der Metropolregionen die-ser Welt zukünftig an Bedeutung gewinnen.

Wo: Halle 8, Stand F14

Virtuell-interaktives Training in der technischen Qualifizierung
Der Mensch nähert sich aber nicht nur den Robotern, auch in die Virtuellen Realitäten drängt er zusehends. So etablieren sich virtuelle Ausbildungsszenarien für technische Berufe immer erfolgreicher in der Industrie. Das Fraunhofer IFF gehört zu den Pionieren der virtuellen Qualifizierung und stellt gemeinsam mit dem Industriepartner Alstrom auf der Hannover Messe neueste Entwicklungen für die technische Ausbildung in virtuellen Umgebungen vor. Beispielhaft zeigen die Ingenieure in diesem Jahr u.a. interaktive Lernumgebungen für die Qualifizierung von Elektrotechnikern. Die virtuellen Trainings machen die Schulungen nicht nur weitaus sicherer für Mensch und Technik. Die realistischen, interaktiven Lernmodule sind auch wesentlich effizienter als konventionelle Ausbildungskonzepte.

Wo: Halle 27, Stand G50

Energieeffiziente Produktion
Überhaupt spielt Effizienz eine große Rolle im Zuge der diesjährigen Mes-sepräsentationen des Fraunhofer IFF. Auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Allianz Energie präsentiert es neueste Entwicklungen zum Thema »Energie der Zukunft«. Dort stellen die Experten für effiziente Energiewandlung das Modell einer Wirbelschichtkompaktanlage zur thermischen Nutzung von regenerativen Festbrennstoffen mit einer Kraft-Wärme-Kopplung aus. Mit der innovativen Anlage können Betriebe etwa Reststoffe aus der eigenen Produktion schadstoffarm verbrennen. Die erzeugte Wärme- und Elektroenergie kann dann z.B. wieder für die eigenen Produktionsprozesse eingesetzt werden.

Wo: Halle 13/ Stand C42

Leitwarten für die Elektromobilität der Zukunft
Und auch eines der dynamischsten Themen der Stunde, die Elektromobili-tät, wird an dem Institut in Magdeburg mit wichtigen Entwicklungen vo-rangetrieben. Als Vertreter des Großprojektes »Harz.EE-Mobility« präsen-tiert das Fraunhofer IFF mit einem neu entwickelten Mobilitätsleitsystem eine integrierte Plattform zur Steuerung elektrobasierter Individualverkehre. Das logistische Leitsystem steuert und sichert zugleich die stabile Versorgung der elektrischen Netze mit Energie, die zukünftig hauptsächlich aus regenerativen Quellen stammen soll. Die Leitwarte ist insbesondere in der Lage, die Verteilung fluktuierender Energiemengen aus hauptsächlich regenerativen Quellen zu organisieren und an das aktuelle Verkehrsaufkommen anzupassen.

Wo: Halle 2/ Stand 30

Hintergrundinfo:

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF ist Forschungsdienstleister und Partner für Auftraggeber aus Mittelstand, Industrie, Forschung und Politik. Es entwickelt und optimiert Lösungen auf den Gebieten Logistik, Digital Engineering, Automatisierung sowie Prozess- und Anlagentechnik.

Die Institutserweiterung um das Virtual Development and Training Centre VDTC ist auf das Digital Engineering spezialisiert. Hier entwickeln die Fraunhofer-Experten maßgeschneiderte Lösungen zum Planen, Testen und Betreiben technischer Systeme.

René Maresch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fester Platz im Unternehmen - 36 Auszubildende und Studierende der Friedhelm Loh Group erhalten Zeugnisse

19.09.2018 | Unternehmensmeldung

Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit

19.09.2018 | Informationstechnologie

Kaiserslauterer Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen

19.09.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics