Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefahrenpotentiale erkennen und vorhersehen dank Fraunhofer-Überwachungslösungen

16.04.2012
An Industriearbeitsplätzen ist beim Umgang mit Robotern erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten: sie transportieren tonnenschwere Lasten, führen gefährliche Schweißarbeiten aus oder hantierten mit Chemikalien.
Schlecht einsehbare Arbeitsbereiche und sicherheitskritische Prozesse bergen daher ein hohes Gefahrenpotenzial und Unfallrisiko für die Beschäftigten. Mit »Sim4Save« und »Link4Save« präsentiert das Thüringer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT zur diesjährigen Hannover Messe 2012 gleich zwei intelligente Technologiebausteine, die für mehr Sicherheit an Arbeitsplätzen mit hohem Gefährdungspotential sorgen.

Die beiden »4Save«-Technologien des Fraunhofer IDMT aus Ilmenau bieten erhöhten Arbeitsschutz an Montagebändern oder Roboterstraßen und helfen, die Sicherheitsüberwachung im gesamten Arbeitsraum zu optimieren. Unfälle, die oftmals schon durch kleine Unachtsamkeiten, wie ein Stolpern der Beschäftigten, entstehen, und damit zusammenhängende unnötige Produktionsstopps können auf diese Weise auf ein Minimum reduziert werden.

Die erstmals zur Hannover Messe vorgestellte Softwareplattform Link4Save steuert die Kommunikation zwischen Überwachungstechnik und Roboter. Integriert in komplexe Überwachungssysteme sammelt Link4Save die Sensordaten von Kameras oder Mikrofonen und wertet diese in Echtzeit aus. Kommen sich Mensch und Maschine gefährlich nah, erkennt Link4Save die sicherheitskritische Situation und sendet automatisch eine Reaktion an den Roboter. »Link4Save kann Gefahrensituationen vorhersehen. Die Plattform kennt die wiederkehrenden Bewegungsabläufe des Roboters und weiß, welche Aktion die Maschine als nächstes ausführt. Stuft Link4Save den Sicherheitsabstand zwischen Mensch und Maschine als zu gering ein, wird der Arbeitsprozess beispielsweise gestoppt und damit ein Unfall vermieden. Je nach Kraft oder Geschwindigkeit der arbeitenden Maschine sind unterschiedliche Reaktionen, wie das Ertönen eines akustischen Signals oder ein Verlangsamen der Prozesse, möglich«, so Peter Pharow, Leiter der Gruppe Data Representation and Interfaces am Fraunhofer IDMT, der die »4Save«-Technologien in einem gemeinsamen Projekt mit Thüringer Unternehmen mitentwickelt hat.

Ergänzt wird Link4Save durch das Simulations-Tool Sim4Save, das dabei hilft, Gefahrenpotentiale an Industriearbeitsplätzen erkennbar zu machen. »Hierfür simuliert Sim4Save die Werkhalle dreidimensional und ermittelt interaktiv die ideale Anzahl an Überwachungskameras, die für eine optimale Abdeckung des gesamten Arbeitsbereichs mit Sicherheitstechnik erforderlich ist. Darüber hinaus können mit Sim4Save Position und Ausrichtung der Kameras unkompliziert bestimmt und angepasst werden. Außerdem haben wir Sim4Save um neue Funktionalitäten erweitert: So kann es passieren, dass bestimmte Bereiche in der Halle durch verdeckende Objekte oder zu hohe Entfernung von den Kameras schlechter einsehbar sind. Dies wird nun bei der Simulation ebenfalls berücksichtigt. Damit gehören tote Winkel der Vergangenheit an«, so Pharow weiter.

Die »4Save«-Sicherheitstechnologien des Fraunhofer IDMT können Sie vom 23. bis 27. April 2012 auf der Hannover Messe erleben. Besuchen Sie uns in Halle 7 am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Allianz »Numerische Simulation für Produkte und Prozesse« B10.

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau (Thüringen) betreibt angewandte Forschung im Bereich digitaler audiovisueller Anwendungen. Entwickelt werden neben Lösungen zur virtuellen Akustik für Heim- und Profianwender (z. B. die IOSONO® Wellenfeldsynthese-Technologie) auch Softwaretechnologien zur Analyse und Charakterisierung von multimedialen Inhalten sowie audiovisuelle Anwendungen für die Medizintechnik. Des Weiteren gehören die Konzeption interaktiver Anwendungsszenarien für Entertainment und Wissensmanagement und der Entwurf von Architekturen für den digitalen Online-Vertrieb zum Forschungs-Portfolio. In Kooperation mit seinen Partnern und Kunden aus Wirtschaft, Kultur und Bildung setzt das Ilmenauer Institut zukunftsorientierte wissenschaftliche Erkenntnisse in alltagstaugliche Komplettlösungen und Prototypen um, die auf spezifische Problemstellungen der Nutzer und die Anforderungen des Marktes zugeschnitten sind. Seit 2008 hat das Fraunhofer IDMT zwei Außenstellen. Die Abteilung Kindermedien mit Sitz in Erfurt arbeitet an der Entwicklung innovativer computergestützter Programm- und Edutainmentformate für Kinder und Jugendliche. Die neue Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie mit Sitz in Oldenburg forscht an Themen der Audio-Systemtechnik für die Bereiche Gesundheit, Verkehr, Multimedia und Telekommunikation.
Ansprechpartner:
Stefanie Theiß
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie
Ehrenbergstraße 31
98693 Ilmenau
Telefon: +49 (0) 36 77/4 67-3 11
Fax: +49 (0) 36 77/4 67-4 67
stefanie.theiss@idmt.fraunhofer.de

Stefanie Theiß | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.idmt.fraunhofer.de/de/presse_und_medien/2012/Hannover_Messe_2012.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hannover Messe Preview 2017: Industrie 4.0: Virtueller Zwilling steuert die Produktion
09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Hannover Messe Preview 2017: Bauteil mit Verantwortung
09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie