Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der "NeuroRacer" lernt aus seinen Fehlern

24.04.2008
Neuroinformatiker der Universität Osnabrück zeigen auf der Hannover Messe lernfähigen Rennwagen - Besucher können ihr Geschick unter Beweis stellen

Einen Rennwagen erfolgreich über die Carrerabahn zu steuern, erfordert Geschick und Training. Aber nicht nur Menschen können lernen, sondern auch Computerprogramme, wenn sie mit entsprechenden Algorithmen ausgestattet sind. Ähnlich wie der Mensch lernt der "NeuroRacer" aus seinen Fehlern und kann sich so stetig verbessern.

Die Neuroinformatiker der Universität Osnabrück demonstrieren auf der Hannover Messe (Stand der Firma Harting Technologiegruppe, Halle 25, C53), wie ein Rennwagen sein Fahrverhalten selbständig optimiert. Messe-Besucher können gegen den NeuroRacer antreten und ihr Geschick unter Beweis stellen.

Aus den von einer digitalen Kamera aufgenommenen Bilddaten wird die Position und Geschwindigkeit des Rennwagens bestimmt. Daraus werden von einer lernfähigen Steuerung direkt Beschleunigungs- beziehungsweise Bremssignale für den Rennwagen ermittelt. "Die Steuerung basiert auf einem neuronalen Netz, das mit speziellen Lern-Algorithmen aus Erfolg und Nichterfolg lernt", so Prof. Dr. Martin Riedmiller, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik an der Universität Osnabrück. Die berechneten Steuersignale werden über USB (Universal Serial Bus) direkt an die Rennbahn weitergegeben.

Der "NeuroRacer" ist ein Anwendungsbeispiel für künstliche Intelligenz. Während heutzutage die allermeisten Steuerungen komplexer Systeme auf reiner Programmierung basieren, werden zukünftige Systeme intelligenter agieren: sie müssen dazu ihre Umgebung wahrnehmen, diese Eindrücke angemessen verarbeiten und daraus selbständig die richtigen Entscheidungen treffen.

Die Arbeitsgruppe Neuroinformatik der Universität Osnabrück forscht zu den Gebieten maschinelles Lernen und intelligente autonome Systeme. Seit 1998 ist die Arbeitsgruppe Neuroinformatik von Prof. Riedmiller bei der Entwicklung autonomer, lernfähiger Fußballroboter im Rahmen des RoboCup aktiv. Mit vier Weltmeistertiteln in der Middle-Size-Liga und Simulationsliga gehören die Osnabrücker weltweit zu den erfolgreichsten Teams.

Projektpartner bei der Entwicklung des "NeuroRacers" ist die Firma Harting Technologiegruppe aus Espelkamp.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Martin Riedmiller, Universität Osnabrück,
Fachbereich Mathematik/ Informatik,
Institut für Informatik,
Institut für Kognitionswissenschaft,
Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 2395, Fax +49 541 969 2799,
E-Mail: martin.riedmiller@uni.osnabrueck.de

Dr. Utz Lederbogen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-osnabrueck.de
http://www.ni.uni-osnabrueck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie