"Voice over IP" – Telefonieren übers Internet

Die Saarbrücker Informatik unter der Leitung von Professor Philipp Slusallek, Computergraphik und das Rechenzentrum der Universität des Saarlandes präsentieren vom 18. bis 24. März auf der CeBIT 2004 am saarländischen Forschungsstand (Halle 11, Stand E30) die Ergebnisse eines gemeinsamen Feldversuches zur Internet-Telefonie.

Kommunikation im digitalen Zeitalter – dazu zählt neben den allseits präsenten Medien wie World Wide Web und E-Mail schon seit langem auch die Telefonie. Internet-Telefonie (bekannt als „Voice over IP“ oder VoIP) bietet gegenüber der herkömmlichen Technik eine deutlich höhere Flexibilität hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten. Über ein Notebook oder PDA, die als sogenanntes Softphone genutzt werden können, ist man überall auf der Welt unter der gleichen Telefonnummer erreichbar. Notwendig ist lediglich ein (mobiler) Internet-Zugang.

Die Saarbrücker Informatik unter der Leitung von Professor Philipp Slusallek, Computergraphik und das Rechenzentrum der Universität des Saarlandes präsentieren vom 18. bis 24. März auf der CeBIT 2004 am saarländischen Forschungsstand (Halle 11, Stand E30) die Ergebnisse eines gemeinsamen Feldversuches. Ziel des Projektes war die Untersuchung, in wie weit sich die neue IP-Telefontechnologie in bestehende Netzwerk- und Telekommunikationsstrukturen integrieren lässt. Hierzu wurden neue VoIP wie das Session Initiation Protocol (SIP) und ENUM (tElephone NUmber Mapping) unter Verwendung von OpenSource-Lösungen im Alltagsbetrieb an der Universität des Saarlandes getestet.
Erstmalig kommt auch eine ISDN-Karte mit Hardwareverschlüsselung zum Einsatz. Die Entwicklung der Sirrix AG, einem Spin-Off der Saarbrücker-Informatik, sichert ISDN- und VoIP-Verbindungen gleichermaßen – unabhängig von der zugrundeliegenden Übertragungstechnologie.

Nach der Erprobung von VoIP in einzelnen Fachrichtungen haben nun auch die Studierenden der Universität des Saarlandes die Möglichkeit, kostenlos Telefongespräche über das Internet zu führen. Dabei sind auch Verbindungen zur „alten“ Telefonwelt möglich: alle Nebenstellen der Universität können per VoIP erreicht werden. Allerdings sind Gespräche von der VoIP-Welt in das öffentliche Telefonnetz zur Zeit aus Kostengründen noch nicht denkbar.
Die Voraussetzungen für die Nutzung dieses Dienstes sind gering: Interessenten müssen lediglich ein Software-Telefon (kostenlos für alle gängigen Betriebssysteme erhältlich) auf ihrem Computer installieren und über ein Audio-Headset verfügen.
Über die Homepage des Rechenzentrums (http://www.rz.uni-saarland.de/projekte/VoIP) können sich Studierende kostenlos anmelden und sofort nach der Konfiguration der Software lostelefonieren.

Fragen beantworten Ihnen:

Rainer Jochem (Universität des Saarlandes, Lehrstuhl für Computergraphik),
Tel.: (0681) 302-68588, E-Mail: rainer@graphics.cs.uni-sb.de
VoIP: sip:68588@enum.rz.uni-saarland.de

Maik Schmitt (Universität des Saarlandes, Lehrstuhl für Computergraphik),
Tel.: (0681) 302-68586, E-Mail: maik@graphics.cs.uni-sb.de
VoIP: sip:68586@enum.rz.uni-saarland.de

Terminabsprachen während der CeBIT:
Tel.: (0681) 302-68588, Fax: (0511) 89-697670

Media Contact

Hochschul- Presseteam idw

Weitere Informationen:

http://graphics.cs.uni-sb.de/VoIP/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Atomkern mit Laserlicht angeregt

Dieser lange erhoffte Durchbruch ermöglicht neuartige Atomuhren und öffnet die Tür zur Beantwortung fundamentaler Fragen der Physik. Forschenden ist ein herausragender Quantensprung gelungen – sprichwörtlich und ganz real: Nach jahrzehntelanger…

Wie das Immunsystem von harmlosen Partikeln lernt

Unsere Lunge ist täglich den unterschiedlichsten Partikeln ausgesetzt – ungefährlichen genauso wie krankmachenden. Mit jedem Erreger passt das Immunsystem seine Antwort an. Selbst harmlose Partikel tragen dazu bei, die Immunantwort…

Forschende nutzen ChatGPT für Choreographien mit Flugrobotern

Robotik und ChatGPT miteinander verbinden… Prof. Angela Schoellig von der Technischen Universität München (TUM) hat gezeigt, dass Large Language Models in der Robotik sicher eingesetzt werden können. ChatGPT entwickelt Choreographien…

Partner & Förderer