Der nächste Schritt zur globalen Hochschulwelt

Neues Sonderprojekt des John F. Kennedy-Instituts zeigt Wege zur transatlantischen Kooperation auf


Sind gemeinsame internationale Studiengänge und „Double Degree-Programme“ geeignet, um im transatlantischen Kontext den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen zu intensivieren? Dieser Frage geht das John F. Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und dem Canadian Universities’ Centre Berlin in dem dreijährigen Sonderprojekt „Transatlantic Degree Programs“ (TDP) nach. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert das gemeinsame Projekt aus Mitteln des Deutschen Programms für transatlantische Begegnungen.

Die moderne Gesellschaft und die zunehmende Globalisierung stellen für die Ausbildung von Studierenden neue Anforderungen. Begriffe wie interkulturelle Kompetenz und internationale Kooperation sind längst fester Bestandteil des Arbeitsmarktes geworden. Das wird auch an Hochschulen durch entsprechende Internationalisierungsstrategien reflektiert, die zunehmend über die traditionellen Studierendenaustauschabkommen hinausgehen. Gemeinsame Studienprogramme und Doppeldiplomprogramme sind zwischen europäischen Hochschulen seit Jahrzehnten ein etabliertes und bewährtes Instrument der internationalen Hochschulkooperation. Zwischen Deutschland und Nordamerika findet man allerdings bisher nur wenige solcher Beispiele.

Als Kompetenzzentrum für transatlantische Beziehungen untersucht das John F. Kennedy Institut der Freien Universität Berlin im Rahmen des TDP-Projekts, ob und in welcher Form „Gemeinsame Studiengänge“ und „Double Degree-Programme“ geeignet sind, auch im transatlantischen Kontext zur Intensivierung von Austausch und Zusammenarbeit zwischen Hochschulen beizutragen. Durch eine Studie sowie eine Serie von vier fachspezifischen Workshops soll gezielt für die Verbreitung solcher intensiver Verbindungen von Hochschulen auf Fachbereichs- bzw. Institutsebene auch im Hinblick auf die USA und Kanada geworben werden. Der erste Workshop wird den Fokus auf den Fachbereich Ingenieurwissenschaften legen und bereits im Juni 2006 im Vorfeld der Jahrestagung der American Society for Engineering Education in Chicago stattfinden. Eine deutschlandweite Ausschreibung zur Teilnahme an dem Workshop wird in Kürze erfolgen. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Ergebnisse sollen gezielt interessierten Hochschulen diesseits und jenseits des Atlantiks zur Verfügung gestellt werden und somit zu einer neuen Intensivierung der transatlantischen Hochschulkooperationen beitragen.

Das „Transatlantic Degree Programs“-Projekt wurde gemeinsam von Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl vom John F. Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin und Britta Baron, Leiterin des Canadian Universities’ Centre Berlin, entwickelt und wird auch von den beiden Expertinnen im Bereich der transatlantischen Beziehungen geleitet.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Matthias Kuder, Tel.: 030 / 2067-2712, E-Mail: kuder@zedat.fu-berlin.de

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Ilka Seer idw

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