Produktion von GSM-Mobiltelefonen in Manaus

Siemens Werk Manaus (Brasilien)

Auf einer Pressekonferenz in Manaus, Brasilien, gab der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (IC Mobile) seine GSM-Strategie für Brasilien und Lateinamerika bekannt. „Bis zum Jahr 2004 wollen wir in Brasilien und Lateinamerika einen Marktanteil von über 25 Prozent und einen Platz unter den ersten drei GSM-Unternehmen in dieser Region erreichen”, so Rudi Lamprecht, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Der Pressekonferenz folgte die offizielle Eröffnung des neuen Werks, in dem Mobiltelefone für den wachsenden GSM-Markt in Brasilien und Latein gefertigt werden. Es liegen bereits Aufträge von GSM-Betreibern in Brasilien für Mobiltelefone und Infrastruktur vor.

Siemens IC Mobile leistet einen entscheidenden Beitrag zur Vorbereitung des lateinamerikanischen Marktes auf die Einführung des GSM-Standards. Schätzungen zufolge wird der Anteil an GSM bereits 2006 ein Drittel des gesamten lateinamerikanischen Mobilfunkmarktes ausmachen. Brasilien und andere lateinamerikanische Länder befinden sich auf dem Weg zur Integration dieses Standards. Gegenwärtig nutzen in Lateinamerika bereits 17 Anbieter das GSM-System, zwei weitere werden im Laufe des Jahres in Brasilien hinzukommen. Siemens hat Aufträge für mehr als 200.000 Mobiltelefone erhalten, mit denen die GSM-Betreiber für die erste Ausbauphase ausgerüstet werden. GSM-Betreiber aus ganz Brasilien werden vom ersten Tag an über Siemens-Telefone und Siemens-Technologie verfügen. Mit dem Infrastrukturauftrag von Oi im Wert von 256 Millionen US$ wird Siemens zu einem der Hauptanbieter für GSM-Infrastruktur im Nordosten Brasiliens.

Die Mobiltelefone werden in Manaus hergestellt. Die Produktionskapazität beträgt mehr als eine Million GSM-Geräte jährlich und ist für die Märkte in Brasilien und Lateinamerika ausgelegt. Bei entsprechender Nachfrage kann die Produktion auf bis zu zehn Millionen Stück jährlich gesteigert werden. Neben Arbeitsplätzen in der Fabrik wird die Produktion auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten bei Sub- und Zulieferunternehmen schaffen. Zu den ersten Produkten, die in Manaus produziert werden, gehören die Modelle A40, C35, C45 und S45. Somit wird das komplette Mobiltelefonspektrum vom Einsteiger- bis zum Business-Modell angeboten.

Amazonino Mendes, Gouverneur des Bundesstaates Amazonas über die Produktionsanlagen: „Die Entscheidung, in Manaus eine Fertigung für Mobiltelefone anzusiedeln, ist sehr wichtig für Amazonas, gerade wegen der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Durch die Produktion in Brasilien gelingt Siemens ein weitere Schritt zur Integration in die Region und zu steigender Akzeptanz in ganz Lateinamerika.“

Mit seinen Investitionen in Produktionsanlagen für GSM-Mobiltelefone und –Infrastruktur zeigt Siemens Engagement im lateinamerikanischen GSM-Markt. „Das Arbeitsgebiet Information and Communications erzielte 2001 mehr als die Hälfte seines gesamten Nettoumsatzes in Brasilien”, so Adilson Primo, Präsident und Chief Executive Officer Siemens Ltda., „und die Investitionen von IC Mobile helfen uns, diesen Weg weiterzugehen.”

Zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke Siemens mobile sind in der Region zahlreiche Werbemaßnahmen vorgesehen. Weitere Investitionen konzentrieren sich auf den Support von Kunden und Betreibern und die Herausstellung von GSM als bestmöglichem Standard für Lateinamerika. Weitere Mittel sind für Forschung und Entwicklung sowie für die eventuelle Steigerung der Produktionskapazität vorgesehen.

Auch für die Umstellung einzelner Betreiber auf den GSM-Standard hat sich Siemens IC Mobile bereits als zuverlässiger Partner erwiesen: Seit 1996 liefert Siemens GSM-Systeme an ehemalige TDMA- und CDMA-Betreiber in Amerika. Die größte Herausforderung beim Übergang von TDMA zu GSM liegt im parallelen Betrieb beider Systeme. Dies ist für Siemens dank umfangreicher Erfahrung auf diesem Gebiet auch in großem Umfang kein Problem. Mit Blick in die Zukunft gehört auch die dritte Generation (3G) der mobilen Telefonie in Lateinamerika zum Kompetenzspektrum von Siemens IC Mobile. Dazu zählen auch UMTS und EDGE, beides Standards, die auf den gegenwärtig installierten GSM-Systemen basieren.

Zusatzinformationen GSM ist in über 70 Ländern der maßgebliche Mobilfunkstandard. Er erschließt den Benutzern neue Dienste der mobilen Telefonie, wie etwa International Roaming, SIM Card, High Speed Mobile Data und SMS. Angesichts der aktuellen Wachstumsraten wird erwartet, dass Brasilien im Jahr 2006 ein Drittel des gesamten lateinamerikanischen Marktes ausmacht. Siemens ist bereits aktiv an der Entwicklung dieses Marktes in Chile, Venezuela, Argentinien, Mexiko und natürlich Brasilien beteiligt.

Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (IC Mobile) deckt das komplette Mobilfunkgeschäft mit Endgeräten, Netzwerk-Infrastruktur und mobilen Anwendungen ab. Bei den Endgeräten reicht das Produktspektrum von Mobiltelefonen und drahtlosen Übertragungsmodulen über mobile Organizer bis hin zu schnurlosen Telefonen sowie Produkten für Wireless Home Networks. Bei der Infrastruktur umfasst das Angebot GSM, GPRS und 3G Netzwerktechnik von Basisstationen über Vermittlungstechnik bis hin zu intelligenten Netzwerken, z.B. für Prepaid-Dienste. Das Angebot an mobilen Anwendungen besteht aus End-to-end-Solutions wie z.B. Messaging, ortsabhängigen Diensten oder Lösungen für mobiles Bezahlen. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte der Bereich einen Umsatz von 11,3 Mrd. EUR und beschäftigte weltweit 30.730 Mitarbeiter.

Zukunftsaussagen

 

Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siemens beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführungen von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siemens ist weder geplant noch übernimmt Siemens die Verpflichtung dazu.

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Axel Heim Presseabteilung

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