Bundeswirtschaftsminister Müller weist auf Verantwortung der Wirtschaftsprüfer hin.

Anlässlich der Eröffnung des neuen Hauses der Wirtschaftsprüferkammer in Berlin am 7. September 2001 betonte Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller die besondere öffentliche Aufgabe und Verantwortung der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer.

Die zunehmend komplexen Wirtschaftsbeziehungen stellten höchste Anforderungen an die Tätigkeit der Prüfer. Dies erfordere ein laufendes Überdenken des rechtlichen und fachlichen Rahmens. Der Bundeswirtschaftsminister verwies dazu auf die von der Bundesregierung neu eingeführte Qualitätskontrolle für Wirtschaftsprüfer (Peer Review) sowie auf die Überlegungen der Regierungskommission Corporate Governance. Er begrüßte es, dass in der Kammer die organisatorischen Vorbereitungen für den neuen Peer Review zügig getroffen worden seien. Bis zum Jahresende 2002 müssen alle Prüfer von börsennotierten Unternehmen die Qualitätskontrolle durchlaufen haben. Müller: „Jetzt muss der Berufsstand das ihm verliehene Vertrauen umsetzen.“

In der Wirtschaftsprüferkammer sind über 10.000 Wirtschaftsprüfer sowie ca. 4.000 vereidigte Buchprüfer und deren Berufsgesellschaften organisiert. Müller würdigte ausdrücklich die Rolle der zahlreichen mittelständischen Praxen, die – entgegen verbreiteten Vorstellungen in der Öffentlichkeit – einen Großteil der Berufsangehörigen ausmachen.

Minister Müller hob auch die besondere Aufgabe des mit dem Peer Review eingerichteten Qualitätskontrollbeirats hervor. Dieses Gremium sei Sachwalter des öffentlichen Interesses. Der Beirat besteht aus fünf Persönlichkeiten, die dem Berufsstand der Wirtschaftsprüfer nicht angehören. Er soll den kammerinternen Peer Review kritisch begleiten und die Öffentlichkeit hierzu jährlich informieren.

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