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Orbitek baut auf Siemens-Technik bei Biodieselherstellung

06.09.2010
Der Biodieselhersteller Orbitek in Tulsa, Oklahoma/USA, setzt bei der Herstellung von Biodiesel auf Siemens-Technik. Grund für diese Entscheidung waren die weltweite Präsenz von Siemens sowie die durchgängige Automatisierungsund Steuerungstechnik.

Vor über zehn Jahren erkannte Christian Fleisher, Biodieseltechnikpionier und Vorstandsvorsitzender von Orbitek, Tulsa, Oklahoma/USA, dass mit steigender Nachfrage nach erneuerbaren Energien auch der Bedarf an effizienten Herstellungsmethoden wachsen würde.

Daraufhin entwickelte er im Jahr 2006 mit dem BPU400 ein modulares, auf einem Kufenunterbau montiertes System zur Bewertung von Biodieselrohstoffen, Katalysatoren, Brennstoffzusätzen und Vorverarbeitungsmethoden.

Der Prototyp war so erfolgreich, dass Fleisher sich entschloss, diese Anlage an Biodieselhersteller weltweit zu vermarkten. Um die Steuerungsanlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, kontaktierte er das in Tulsa ansässige Systemhaus E&I Sales zwecks Auslegung der Steuerungen, Montage, Tests, Verdrahtungen und der Konfiguration der Anlage. Dessen technischer Direktor und Leiter des Geschäftsbereichs Control Solutions, Michael Sanchez, empfahl einen Anbieter von durchgängiger Automatisierungs- und Steuertechnik mit weltweit zur Verfügung stehenden Produkten und Dienstleistungen:

Siemens. „Wir glauben an Siemens, weil Siemens weltweit präsent ist“, sagt Sanchez. „Von der Sensorik bis zur SPS bietet Siemens ein durchgängiges System, das dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit und Vertrauen gibt.“

Herzstück des Systems ist ein Simatic S7 315-Controller. Per Profibus ist der Controller mit neun drehzahlveränderbaren Antrieben Micromaster 420, kapazitiven Messumformern Sitrans LC300, drei Durchflussmessgeräten Sitrans F sowie Sitrans P DSIII-Drucktransmittern verbunden. Zum Steuersystem gehören auch eine Sirius-Kombination aus Motorstartern für nichtdrehzahlgeregelte Pumpen, Relais, Leistungsschaltern VL sowie Stromversorgungen Sitop mit sechs Relaisausgängen.

Mit dem über Profibus mit der Steuerung verbundene Touchscreen-Display Simatic MP 370B bearbeitet und verändert der Bediener die Prozessparameter. In das System integriert sind mehrere Sicherheitsebenen, zum Beispiel eine automatische Abschaltung, sowie Fernüberwachung und Fernzugriff in Echtzeit, etwa für Fehlerbehebung und Software- Downloads.

Fleisher plant, das BPU400-System in das Siemens-Prozessleitsystem Simatic PCS 7 zu integrieren, unter Beibehaltung der bestehenden Technik von Programmierung über Human Machine Interface (HMI) bis zu den Steuerungskomponenten. „Durch unsere Beziehungen zu Siemens und E&I haben wir uns eine neue Marktnische erschlossen“, sagt Fleisher weiter. „Siemens mag ein großes Unternehmen sein, aber es konzentriert sich auf das Wesentliche und Grundlegende. Siemens betreut kleine Unternehmen genauso wie große.“

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