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Vernetzung von Technologien prägt Forschung und Entwicklung bei Siemens

17.04.2007
Umsetzung der „Intelligenten Fabrik“ schreitet voran

„Innovationen sind unsere Antwort auf die globalen Herausforderungen der Zukunft“, so Prof. Hermann Requardt, Mitglied des Zentralvorstands der Siemens AG und Leiter Siemens Corporate Technology, anlässlich einer Pressekonferenz am Eröffnungstag der Hannover Messe. 50.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung (F&E) arbeiteten an komplexen, interdisziplinären Technologien der Zukunft. Dabei nehme die Elektrotechnik eine wichtige, wenn nicht sogar die dominierende Rolle ein. Prof. Klaus Wucherer, Mitglied des Zentralvorstands der Siemens AG, hob die zunehmende Bedeutung von Mikro- und Nanotechnologie sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie für die produzierende Industrie hervor. Als Beispiel für die langfristig angelegte Innovationsstrategie von Siemens skizzierte Wucherer den Weg zur ‚Intelligenten Fabrik’.

„Wir wollen als Global Network of Innovation die technologische Zukunft aktiv gestalten. Hierfür haben wir allein im letzten Geschäftsjahr 5,7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert – das sind mehr als 23 Millionen Euro pro Arbeitstag. Wir beschäftigen nahezu 50.000 Mitarbeiter in F&E – davon knapp die Hälfte in Deutschland“, sagte Requardt. Siemens halte über 62.000 Patente und liege bei den Neuanmeldungen jährlich rund um den Globus auf den Spitzenplätzen. Für das strategische F&E-Portfolio-Management hat Siemens die „Pictures of the Future“ (PoF) entwickelt, eine systematische Methodik zur Entwicklung von technologischen Zukunftsszenarien. Das Picture of the Future „Health“ adressiert den Trend, dass sich die Lebenserwartung der Menschen in den Industrienationen erhöht und damit der Kostendruck auf das Gesundheitssystem kontinuierlich steigt. Daraus leite Siemens seine Innovationsstrategie ab, etwa mit Investitionen in neue diagnostische und therapeutische Technologien oder in innovative IT-Lösungen zur Optimierung der Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen. Als zweites Beispiel beschrieb Requardt das Picture of the Future „Automotive“: „Wir entwickeln das Auto der Zukunft im Hinblick auf vier Visionen: 'Zero Accidents', 'Zero Emissions', ‚Always Easy’ und 'Always On' “, so Requardt. Schon heute arbeite Siemens VDO mit Hochdruck an den Innovationen und Technologien für das Auto von morgen, so zum Beispiel an verschiedenen Assistenzsystemen für den Fahrer, dem Kraftstoff sparenden und Emissionen senkenden Hybridantrieb oder an Entwicklungen, die für eine naht- und drahtlose Anbindung und für einen durchgängigen Informationsfluss sorgen, so dass das Auto mit anderen Fahrzeugen und mit seiner Umgebung kommunizieren könne.

„Individualisierung und Bevölkerungswachstum bewirken eine global zunehmende Nachfrage nach industriell hergestellten Gütern und bieten damit hohe Wachstumschancen auf diesem Sektor“, so Wucherer. „Wir sind auf dem Weg zur Intelligenten Fabrik, dem Traum aller Fabrikplaner und Automatisierer, deutlich vorangekommen“. Computer Integrated Manufacturing (CIM), vor 20 Jahren als Vision entworfen, sei heute auf der Basis leistungsfähiger IT-Technologien realisierbar. Laut Wucherer zeige dieses Beispiel, dass man einen langen Atem und eine langfristig angelegte Innovationsstrategie brauche, um integrierte Informationstechnologie für effiziente Entwicklung und Produktion anbieten zu können. Der Trend zu geografisch verteilten Fertigungsstätten und weltweit vernetzter Produktion über Unternehmens-grenzen hinweg, werde sich verstärken. Schnell verfügbare Informationen seien hierbei für die Teilnehmer in der Wertschöpfungskette, zum Beispiel Produkt-Designer, Maschinenbauer und Engineering-Unternehmen, aber auch Lieferanten, Dienstleister und Distributoren die Basis für Geschäftserfolg. „Mit der Akquisition des PLM-(Product Lifecycle Management)-Anbieters UGS machen wir jetzt den entscheidenden Schritt“, sagte Wucherer. „Es entsteht für die produzierenden Industrien zum ersten Mal ein inte-griertes Unternehmen, das Technologien für die gesamte Wertschöpfung von Gütern über Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service unter einem Dach verbindet.“

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Corporate Technology Automation and Drives
Guido Weber Alexander Machowetz
Tel: ++49 (89) 636 - 49030 Tel.: ++49 (911) 895 - 7944
E-Mail: guido.weber@siemens.com E-Mail: alexander.machowetz@siemens.com
Über Siemens Corporate Technology: Im Geschäftsjahr 2006 investierte Siemens 5,7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, das sind über 23 Millionen Euro pro Arbeitstag. Weltweit arbeiten fast 50.000 Forscher und Entwickler an neuesten Technologien. Mit derzeit über 60.000 Patenten gehört der Konzern zur Weltspitze. Die Zentralabteilung Corporate Technology (CT) arbeitet mit weltweit über 2.400 Mitarbeitern an Schlüssel- und Querschnittstechnologien, die in alle geschäftsführenden Bereiche einfließen. Darüber hinaus verantwortet CT innerhalb von Siemens das globale Patentmanagement, den Umweltschutz und die Arbeit in internationalen Standardisierungsgremien. Weitere Informationen zu CT finden Sie im Internet unter www.siemens.de/corporate-technology

Der Siemens-Bereich Automation and Drives (A&D), Nürnberg, ist der weltweit führende Hersteller auf dem Gebiet der Automatisierungs- und Antriebstechnik.

Das Angebot reicht von Standardprodukten für die Fertigungs- und Prozessindustrie sowie die elektrische Installationstechnik über Systemlösungen zum Beispiel für Werkzeugmaschinen bis hin zu Branchenlösungen mit der Automatisierung ganzer Automobilproduktionen oder Chemieanlagen. Ergänzend dazu bietet A&D Software für die Verbindung von Produktion und Betriebswirtschaft (Horizontale und Vertikale IT-Integration) sowie zur Optimierung von Produktionsprozessen. A&D erzielte im Geschäftsjahr 2006 (30. September) mit weltweit rund 70.600 Mitarbeitern ein Bereichsergebnis nach U.S. GAAP von 1,572 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 12,848 Mrd. EUR und einem Auftragseingang von 14,108 Mrd. EUR.


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