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Siemens TS auf dem UITP Weltkongress in Helsinki, Mai 2007

21.03.2007
Ein sicherer und schneller öffentlicher Personenverkehr entscheidet heute mehr denn je über Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit in vielen Regionen und Städten weltweit.

Nachhaltige und optimal vernetzte Mobilität ist eines der Schlüsselthemen des 21. Jahrhunderts. Mit seinem Ansatz „Complete Mobility“ verfolgt Siemens daher das Ziel, die Verbindungen zwischen den Metropolen, aber auch innerhalb der Ballungsräume den heutigen Bedürfnissen nach Mobilität anzupassen.

Gleichzeitig leistet Siemens mit seiner Bahntechnik einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, zur Senkung des Energieverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes. Beispiele dafür stellt Siemens auf seinem Stand des UITP-Kongresses in Helsinki vor: Metrofahrzeuge mit entscheidend verbesserter Umweltbilanz, eine leistungsfähige Straßenbahn für attraktive Mobilität in der Großstadt und Automatisierungslösungen für den Nahverkehr, mit denen sich die Beförderungskapazität steigern und flexibel an den Bedarf adaptieren lässt.

Klimaschutz und Energieeffizienz sind Hauptthemen des diesjährigen UITP- Weltkongresses. Green Mobility bildet deshalb einen wichtigen Aspekt des Ausstellungsportfolios von Siemens im Helsinki Fair Centre. Am Metrofahrzeugs für Oslo Sporveier zeigt Siemens TS, wie der Bereich das Prinzip des Umweltschutzes in einer neuen Dimension verwirklicht. Sämtliche zur Herstellung verwendeten Materialien wurden unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes ausgewählt. Auf Basis einer detaillierten Materialdeklaration für den gesamten Metrozug Oslo MX wurde ein Entsorgungskonzept inklusive einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erarbeitet. Eine Recyclingquote von 94 Prozent des Fahrzeugs unterstreicht die hervorragende Umweltperformance im internationalen Vergleich und trägt zum exzellenten Produktimage bei.

Die Untersuchung der Energieeffizienz ergab eine im Durchschnitt 30-prozentige Einsparung gegenüber den Vorgängerfahrzeugen von Oslo Sporveier. Durch den geringeren Bedarf an Energieressourcen können die Umwelteinwirkungen reduziert werden. In punkto Klimastrategie konnten mittels einer Ökobilanz nach ISO 14040 erstmals die umweltrelevanten Einflüsse einer Metro von Siemens quantifiziert werden. Das Fahrzeug für die Metro Oslo leistet mit nur zwei Gramm CO2-eq (CO2-Aquivalent) pro Kilometer und Tonne im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz.

Für einen attraktiven Nahverkehr: Combino Plus

Ein attraktives Angebot für den Nahverkehr auf der Schiene trägt ebenfalls dazu bei, dass die Einwohner von Ballungsräumen auf den motorisierten Individualverkehr verzichten. Moderne 100-Prozent-Niederflurstraßenbahnen wie der Combino Plus von Siemens mit ihrem hohen Fahrgastkomfort bieten eine echte Alternative. Betreiber können zwischen Fahrzeug-Konfigurationen von zwei bis acht Modulen wählen und haben dabei über die gesamte Länge ein niederfluriges und durchgängig begehbares Fahrzeug, was eine gleichmäßige Verteilung der Fahrgäste ermöglicht. Das Fahrzeug zum Beispiel für Budapest verdeutlicht die Flexibilität und Leistungsfähigkeit des Konzepts: sechs Module mit insgesamt 54 Meter Länge bilden die bislang längste Straßenbahn der Welt mit der Transportkapazität einer Metro: ca. 10.000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung können so auf einer der Straßenbahnlinien mit dem höchsten Fahrgastaufkommen der Welt befördert werden. In Helsinki zeigt Siemens an seinem Stand ein Modell des Combino Plus mit einem neuen Frontdesign sowie eine Bildschirmpräsentation.

Gezeigt wird außerdem ein Modell des Cityval, wie der Airval eine Weiterentwicklung des Val-Systems, die derzeit gemeinsam mit Lohr Industries im Rahmen des Neoval-Forschungs-projekts erfolgt. Ferner ist ein Modell des Desiro ML ausgestellt. Beim Desiro ML handelt es sich um die neue Siemens-Plattform von elektrischen und diesel-elektrischen Triebzügen für den Einsatz im S-Bahn-, Regional- und Interregioverkehr. Der Desiro ML bietet den Betreibern hohe Flexibilität bei der Anpassung an das Fahrgastaufkommen, z.B. durch Veränderung der Zahl der Mittelwagen. Schließlich ist ein Modell des Syntegra-Fahrwerks zu sehen. Dieses direktangetriebe Fahrwerk mit gelenkigem Rahmen bietet Vorteile wie reduzierte Eigenmasse und höhere Nutzlast sowie niedrigere Life-Cycle-Costs durch verbesserten Wirkungsgrad und geringere Wartungskosten.

Über diese Innovation bietet Siemens auch einen Vortrag an im Expo Forum 16 „Innovations in Urban Rail Systems“ (Ausstellungshalle 6, Donnerstag, 24. Mai 2007).

Mehr Leistungsfähigkeit dank Trainguard MT

Die Leistungsfähigkeit eines Metrosystems hängt entscheidend ab vom Zugbeeinflussungssystem. Siemens zeigt am Beispiel der Canarsie Line der New Yorker Metro und der Umrüstung der Metrolinie 1 in Paris zwei Anwendungen seiner funkbasierten Zugbeeinflussung Trainguard MT. Die Umrüstung der Metrolinie 1 Paris auf den vollautomatisierten Betrieb ist auch Thema eines Siemens-Vortrags im Expo Forum 7 (Ausstellungshalle 6, Mittwoch, 23. Mai 2007).

Mit Trainguard MT lässt sich die Zahl der Züge und damit Transportkapazität in einem Metro-Netz beträchtlich erhöhen. Zugfolgezeiten von 85 Sekunden und das Fahren in beweglchem Raumabstand (moving block) werden möglich. Trainguard MT erlaubt unterschiedliche Ausbaustufen: Der Automatisierungsgrad kann vom überwachten über den halbautomatischen bis zum fahrerlosen Betrieb ausgebaut werden. Die Installation des Systems erfolgt ohne Unterbrechung des Fahrgastbetriebs. Mit Trainguard MT werden Sicherheit, Verfügbarkeit und Pünktlichkeit erhöht. Das System verschafft der Betriebsleitzentrale Echt-Zeit-Information über die Position der Fahrzeuge im Streckennetz.

Mit der Canarsie Line wurde weltweit zum ersten Mal eine seit über 100 Jahren bestehende Line mit konventioneller Signaltechnik und festem Raumabstand auf ein automatisches Zugbeeinflussungssystem mit beweglichem Raumabstand und Communication Based Train Control (Funk mit freier Ausbreitung) umgerüstet, und dies ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs, der 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr läuft. Im Januar 2006 nahm die Linie den Fahrgastbetrieb unter Trainguard MT CBTC auf, und zwar im Mischverkehr, d.h. Züge mit und ohne Trainguard MT-Komponenten sind gleichzeitig auf der Linie im Einsatz. Ende Dezember 2006 hat der Kunde New York City Transit das System offiziell abgenommen.

Paris (u.a. Linie 1) und Budapest (Linien M2 und M4), Guangzhou, Peking, Barcelona und Algier haben sich ebenfalls für Trainguard MT entschieden. Die Linie 1 in Paris, wie die Canarsie Line in New York, eine seit mehr als 100 Jahren bestehende Linie, wird auf vollautomatischen Betrieb umgerüstet. Im Rahmen ihres Modernisierungsprogramms Ouragan rüstet die RATP auch die Linien 3, 5, 9, 10 und 12 mit Trainguard MT aus. Die Züge auf diesen Linien werden weiterhin von Fahrern begleitet.

Stellwerk Sicas S7 auf Simatic-Basis

Aus seinem Portfolio elektronischer Stellwerke zeigt Siemens erstmals auf der UITP das Stellwerk Sicas S7 (Siemens Computer Aided Signalling – S7), das vor allem im Light-Rail-Bereich und bei Industriebahnen eingesetzt werden soll, wo wirtschaftliche Betriebskonzepte bei vereinfachten Bedingungen vorgesehen sind. Basis und Kern des Stellwerks Sicas S7 bilden standardisierte, hoch zuverlässige Industriekomponenten des bekannten Automatisierungssystems Simatic S7F aus dem Hause Siemens.

Sicas S7 ist für die Ansteuerung einzelner Weichen oder Signale ebenso geeignet wie für die sichere Automatisierung in größeren Bahnhöfen. Je nach Einsatzfall können mehrere hundert Stelleinheiten angeschlossen werden.

Aus dem Bereich Bahnkommunikationstechnik zeigt Siemens seinen Railcom Manager, der auf einer Software von Transmitton basiert, einem im englischen Ashby-de-la-Zouch ansässigen Siemens-Tochterunternehmen.

Die Software mit der Bezeichnung „Cromos“ bündelt eine Vielzahl von Kommunikationsteilsystemen in einem zusammenhängenden Netz, und steuert dieses über nur eine gemeinsame grafische Bedienoberfläche: Der Rail-Info Manager ist zuständig für automatische Echtzeitinformationen für den Fahrgast über Lautsprecheranlagen, Informationsanzeiger und Infoterminals; der Rail-Security Manager bündelt fernüberwachte Stationen mit TV-Überwachungsanlagen (CCTV), Videoüberwachung des Bahnsteigs aus dem Zug heraus, Notrufsäulen und Infoterminals (HPI), Alarmsensoren, Krisenmanagement und intelligente Videobildverarbeitung; der Rail-Control Manager bündelt Objektschutzanlagen, SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition), Life-Cycle-Management, Voice over IP, Funksyste-me und Netzwerkmanagement.

Cromos ist u.a. bereits im Einsatz für das integrierte Bahnhofs-management in der King’s Cross St. Pancras Underground Station und für die Echtzeit-Fahrgast-Information an den 29 Bahn-höfen des Transpennine-Express-Netzes.

Abgerundet wird das Siemens-Ausstellungsprogramm durch Komponenten der Bahnelektrifizierung: Das kombinierte DC Schutz- und Steuergerät Sitras PRO schützt Gleichspannungs-Schaltanlagen und Fahrleitungsanlagen vor kritischen Betriebs-zuständen und erkennt Kurzschlüsse im Stromanstieg noch vor Erreichen der maximalen Kurzschlussströme. Die Trennschalter der Baureihe Sicat 8WL6134 bis DC 3 kV für Oberleitungsanlagen schließlich dienen zum Einspeisen, Trennen oder Verbin-den von Streckenabschnitten und zur Verbindung paralleler Fahrleitungen. Durch Verwendung korrosionsbeständiger Materialien wird eine hohe Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse erreicht. Dadurch eignen sich die Freiluftschaltgeräte besonders für den Einsatz in Meeresnähe.

Siemens-Vorträge im Expo Forum - New Technologies for Metro Systems:
Corinne Braban, Siemens Transportation Systems
Resignalling the Paris line 1: from driver-operated line to driverless line
23.05.07, 9.00 - 10.30 Uhr / Expo Forum 7 (Ausstellungshalle 6)
Siemens-Vorträge im Expo Forum - Innovations in Urban Rail Systems:
Lars Löwenstein, Siemens Transportation Systems
Syntegra: total integration of traction, bogie and braking technology
24.05.07, 9.00 - 10.30 Uhr / Expo Forum 16 (Ausstellungshalle 6)
Der Stand von Siemens TS ist in Halle 6, Stand Nr. 6D310 des
Helsinki Fair Centre, Messuaukio 1, P.O. Box 21,00521 Helsinki, Finland, http://www.finnexpo.fi

Das Helsinki Fair Centre ist 3,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Es kann erreicht werden mit den Tramlinien 7A und 7B, der Buslinie 17 und per Zug (Bahnhof Pasila).

Redaktion: Dr. Joachim Stark (09131—7-24129)
joachimstark@siemens.com
Bildredaktion: Judith Egelhof (089-90 400 75 158)

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