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50 Jahre Sinumerik - CNC-Plattform feiert Jubiläum

06.05.2010
Siemens brachte mit Sinumerik 1960 die weltweit erste industrietaugliche NC (Numerical Control)-Steuerung auf den Markt und erhöhte damit Produktivität und Flexibilität von Fertigungsprozessen. Heutzutage vernetzen Kunden mit Sinumerik alle Bereiche ihres Produktionsbetriebs, um Daten von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung an der CNC-gesteuerten Maschine auszutauschen.

Uwe Frank, CEO der Business Unit Motion Control bei Siemens: „Mit Sinumerik ist Siemens seit 50 Jahren Technologie- und Innovationsführer bei CNC-Technik – von der ersten NC-Steuerung über die CNC mit Mikroprozessor bis hin zur ersten CNC-integrierten Sicherheitslösung. Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, investieren wir auch weiterhin gezielt in Forschung und Entwicklung.“

Als einer der wichtigsten europäischen Elektroausstatter des Maschinenbaus brachte Siemens 1960 die erste industrietaugliche NC-Steuerung unter dem Namen „Sinumerik“ auf den Markt. Auf Basis diskreter elektronischer Bauelemente wurde die erste Bahnsteuerung entwickelt. Kurz danach folgte mit den Sinumerik-Versionen 200 und 300 die Steuerung für die Bearbeitungstechniken Drehen, Fräsen, Schleifen und Nibbeln sowie für elektrohydraulische Antriebe. 1973 wurde mit Sinumerik 500C die erste CNC (Computerized Numerical Control) eingeführt, jedoch zunächst nur für Dreh- und Fräsanwendungen.

Durch preisgünstige Mikroprozessoren beschleunigte sich die Entwicklung. Siemens konnte dadurch Mitte der 1970er Jahre erstmals eine DNC-Vernetzung für durchgängige Programmverwaltung und -übertragung anbieten. Bereits drei Jahre später gab es mit Sinumerik-System 8 eine mehrkanalfähige CNC mit integrierter speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS).

Sie eignete sich für Dreh- und Fräsbearbeitungen sowie für Bohr- und Nibbelmaschinen. Parallel entstand die Sinumerik Primo, eine kompakte CNC in Schuhkartongröße mit schleifspezifischen Funktionen. 1981 präsentierte Siemens mit Sinumerik-System 3 eine CNC mit anwendungsspezifischer Bedienoberfläche und Grafikfunktionen zum Programmieren.

Ab Mitte der 1980er Jahre bestimmte das Prinzip der „Offenheit“ die weiteren CNC-Generationen, wie etwa die Sinumerik 810 und 820: Maschinenhersteller konnten seitdem ihre eigene Bedienoberfläche projektieren und um individuelle Bausteine wie Bilder oder Menübäume ergänzen. Etwa zehn Jahre später führte Siemens mit Sinumerik 840D eine CNC-Steuerung für den oberen Leistungsbereich ein. Sie verfügt über digitale Antriebskopplung und offenen NC-Kern und erlaubt es, Softwarekomponenten in die CNC zu integrieren.

Ab 1996 bot Siemens die erste CNC-integrierte Sicherheitslösung mit Sinumerik Safety Integrated an. Ein Jahr später wurden die werkstattorientierten, grafischen Programmieroberflächen ShopMill und ShopTurn vorgestellt, mit denen Werkstücke über eine grafische Bedienoberfläche programmiert werden konnten. Um die Produktivität von Maschinenhersteller und -anwendern zu erhöhen, erweiterte Siemens sein Angebot um webbasiertes Condition Monitoring und Mechatronik Support für Maschinensimulation und virtuelles Prototyping. 2005 präsentierte Siemens die offene und innovative CNC-Steuerung Sinumerik 840D sl für bis zu 31 Achsen sowie Sinumerik 802D sl für Dreh- und Fräsmaschinen im unteren und mittleren Leistungsbereich.

Kurz darauf konnte Siemens Lösungen für die gesamte CAD/CAM/CNC-Prozesskette zur effizienten Bearbeitung von Werkstücken anbieten. Auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO präsentierte Siemens 2009 neben der Kompakt-CNC Sinumerik 828D auch die Bedienoberfläche Sinumerik Operate sowie das Technologiepaket Sinumerik MDynamics für Fräsanwendungen. Uwe Häberer, Leiter Werkzeugmaschinen bei der Siemens-Division Drive Technologies: „Siemens bedient den weltweiten Maschinenbau als anerkannter Partner über den gesamten Maschinen- und Produktlebenszyklus. So können Maschinenbediener bei uns beispielsweise Trainings und Schulungen absolvieren. Eigens für den Technologietransfer haben wir vor drei Jahren ein Technologie- und Applikationscenter in Erlangen mit modernsten Werkzeugmaschinen eingerichtet.“

Leseranfragen bitte unter Stichwort „DT 2321“ an: Siemens Drive Technologies, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth. Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.de

Siemens brachte mit Sinumerik 1960 die weltweit erste industrietaugliche NC (Numerical Control)-Steuerung auf den Markt und erhöhte damit Produktivität und Flexibilität von Fertigungsprozessen. Heutzutage vernetzen Kunden mit Sinumerik alle Bereiche ihres Produktionsbetriebs, um Daten von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung an der CNC-gesteuerten Maschine auszutauschen.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 207 000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 35 Milliarden Euro.

Die Siemens-Division Drive Technologies (Nürnberg) ist weltweit führend bei Produkten und Dienstleistungen für Produktions- und Werkzeugmaschinen. Dies umfasst Standardprodukte sowie branchenspezifische Steuerungs- und Antriebslösungen. Durchgängige Technologien über den gesamten Antriebsstrang mit elektrischen und mechanischen Komponenten bieten die größten Potenziale, den Energieverbrauch in Industrieanlagen zu senken. Zu den Dienstleistungen gehören Mechatronik-Support sowie Online-Dienste für web-basiertes Störungsmanagement und präventive Wartung. Mit weltweit rund 36 000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Drive Technologies im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro.


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