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SurfaceTechnology: Aussteller setzen auf grüne Technologien

07.12.2012
Effizienz und Nachhaltigkeit im Fokus der Oberflächentechnik

Oberflächentechnologien sind ein Schlüssel zur Entwicklung innovativer Produkte. Deshalb kommen sie in allen Segmenten des produzierenden Gewerbes zum Einsatz. Immer wichtiger werden dabei die so genannten grünen Technologien, die sich im Bereich der Oberflächen besonders auf die Rohstoff-, Material- und Energieeffizienz beziehen. Auf der SurfaceTechnology, die internationalen Leitmesse der Oberflächentechnik im Rahmen der HANNOVER MESSE, zeigen Aussteller dazu konkrete Anwendungen.

"Grüne Technologien werden auch im kommenden Jahr auf der HANNOVER MESSE über alle Branchen hinweg ein maßgebliches Thema für Aussteller und Besucher sein", sagt Oliver Frese, Geschäftsbereichsleiter der HANNOVER MESSE bei der Deutschen Messe AG. In diesem Jahr hatte die Messe mit dem Leitthema "Greentelligence" den Fokus bereits auf Umweltschutzaspekte in der Industrie gerichtet. Ein Trend, der keineswegs schwächer wird - wie viele Beispiele auf der HANNOVER MESSE zeigen werden. Auch auf der SurfaceTechnology, die 2013 erstmals in Halle 3 ausgerichtet wird, spielen grüne Technologien und Nachhaltigkeit eine große Rolle.

Vor gut drei Wochen, am 16. November, hat der SurfaceTechnology-Aussteller AHC Oberflächentechnik GmbH im hessischen Weiterstadt die größte Chemisch-Nickel-Anlage Europas eingeweiht. Dort werden auf einer Fläche von mehr als 2 800 Quadratmetern Serien- und Kleinteile vollautomatisch produziert.

Dabei werden bleifreie Verfahren und Dispersionsbeschichtungen eingesetzt. "Ein wesentlicher Aspekt bei der Konstruktion der neuen Anlage und Halle war der Umweltschutz", berichtet Uwe Beißwenger, Werkleiter in Weiterstadt.

Mit Unterstützung eines Blockheizkraftwerks werden die jeweiligen Prozessschritte auf den maximal notwendigen Arbeitstemperaturen gehalten. Das mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerk liefert auch die Energie zur Erwärmung der Zuluft von außen. Um nicht unnötigerweise die gesamte Halle aufzuheizen, ist sie in zwei Klimazonen aufgeteilt: Raumtemperatur in der unteren Etage und eine geringere Temperatur in der oberen Etage, wo die Beschichtungsprozesse ablaufen. "Auf diese Weise konnten wir die Energieeffizienz insgesamt deutlich verbessern", sagt Dennis Berninger, Assistent des Werkleiters.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Galvanik

Um neue Verfahren geht es auch beim SurfaceTechnology-Aussteller Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG in Herdecke. Das Unternehmen sieht sich selbst als Innovationsführer im Bereich der Mikroschicht-Korrosionsschutz-Systeme. "Wir sehen es als unsere Aufgabe an, pro aktiv mit Umweltthemen umzugehen und galvanische Systeme zu entwickeln, die herausragende Korrosionsschutz-Eigenschaften bieten, aber keinerlei toxische Schwermetalle wie zum Beispiel Cobalt(II) mehr enthalten", sagt Dr. Gerhard Reusmann, Geschäftsführer von Dörken MKS-Systeme. Das Ziel ist ein hochleistungsfähiges reines Zinksystem.

Dabei geht es gleichzeitig auch um die Ressourceneffizienz im Rahmen einer nachhaltigen Wertschöpfung - also von den verwendeten Rohstoffen über den Energieeinsatz für den Beschichtungsvorgang bis hin zu den Emissionen. Gefordert sind vor allem abwasserarme Prozesse, die die gesetzlichen Grenzwerte nicht nur einhalten, sondern nach Möglichkeit sogar unterschreiten.

Auf dem Weg zur nachhaltigen Galvanik haben die Dörken MKS-Systeme Mitte 2011 ein neues Technologiezentrum in Schalksmühle in Betrieb genommen. Dabei zeichnet sich ab: Galvanische Zinksysteme in kontrollierten Prozessen sind auch in der Praxis leistungsfähig.

Weitere Themen einer grünen Oberflächentechnik sind der Einsatz von Weißbronzesystemen anstelle von Nickel, die Verwendung von keimtötenden Beschichtungen sowie die Einführung von dreiwertigen Chromelektrolyten. Die Automobilindustrie hat inzwischen erste Freigaben für die Verwendung von dreiwertigen Chromschichten erteilt.

So fordert die PSA-Gruppe (Peugeot CITROËN) derartige Schichten. Ein wichtiger Treiber ist zudem die EU-Verordnung REACh. "Bei diesem Thema sollte jedes Unternehmen handeln und den Registrierungsprozess der Stoffe aktiv gestalten und begleiten", empfiehlt Dr. Uwe König, Geschäftsführer Technologie im ZVO (Zentralverband Oberflächentechnik e.V.).

Über die HANNOVER MESSE

Das weltweit bedeutendste Technologieereignis wird vom 8. bis 12.
April 2013 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2013 vereint elf Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Motion, Drive & Automation, Energy, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, SurfaceTechnology, IndustrialGreenTec und Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2013 sind Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, Antriebs- und Fluidtechnik, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Russland ist Partnerland der HANNOVER MESSE 2013.

Ansprechpartner für die Redaktion:

Onuora Ogbukagu
Tel.: +49 511 89-31059
E-Mail: onuora.ogbukagu@messe.de

Onuora Ogbukagu | Deutsche Messe Hannover
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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