Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kreativ Additiv: Das LZH auf der Hannover Messe 2018

03.04.2018

Unter dem Leitthema „Kreativ Additiv“ zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) auf der Hannover Messe 2018 kreative, lichtbasierte und überzeugende Lösungen für spezielle Anforderungen im Bereich der additiven Fertigung und dem 3D-Druck. Vom 23. bis zum 27. April 2018 ist das LZH auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen in Halle 2 (Stand A08) zu finden.

Das LZH entwickelt und optimiert spezielle Prozesse für etablierte Werkstoffe sowie Sondermaterialien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH forschen dabei sowohl an Polymeren als auch an Metallen.


Das LZH stellt auf der Hannover Messe 2018 Sonderwege der additiven Fertigung vor, hier die einkristalline Reparatur hochwertiger Investitionsgüter.

Foto: LZH


Durch Mikro-Stereolithographie lassen sich elastisch Strukturen, wie dieses Spinnennetz aus dem Polymer PDMS, herstellen.

Foto: LZH

Wegweisend: Multimaterial

Selten bestehen Produkte aus nur einem Material. Um diese trotzdem in einem Zug additiv herstellen zu können, forscht das LZH am Multimaterialdruck. Mit Düsen-basierten Verfahren können die Wissenschaftler zum Beispiel Härtegradienten in einem Polymer-Bauteil erzeugen.

Interessant ist das unter anderem für Wearables, In-Ear-Hörgeräte und -Kopfhörer. Sie sollen außen weich und komfortabel aber innen hart genug sein, um die Funktion optimal zu gewährleisten. Die Forscher arbeiten weiterhin daran Metalle in Polymermatrizen einzubetten.

Denkbar wäre so Leiterbahnen zu drucken oder Bauteile zu magnetisieren. Für die Thematik sucht das Institut interessierte Unternehmen für gemeinsame Forschungsprojekte.

Leicht, individuell, belastbar: additive Fertigung von Metall

Die additive Fertigung mit Metallen ermöglicht völlig neue Wege Bauteile zu konstruieren: Bauteile für den Automobilbau, die Luft- und Raumfahrt werden leichter, Sondermaterialien wie Magnesium finden Einsatz sowohl im Leichtbau als auch in der Biomedizintechnik, Funktionen lassen sich direkt in einem Herstellungsschritt integrieren, Implantate werden genau an den Körper angepasst.

All diese Anwendungen ermöglicht das Selektive Laser(mikro)schmelzen, an dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH forschen. Die additive Fertigung eignet sich genauso, um wertvolle Bauteile zu reparieren oder zu schützen. Mit dem lasergestützen Auftragschweißen kann das LZH große Mengen Material aufbringen, um große Bauteile wie etwa Wellen mit einer Schutzschicht zu versehen.

Derzeit lassen sich 7,5 Kilogramm pro Stunde zuverlässig anbinden. Wertvolle Güter wie Turbinenschaufeln können die Wissenschaftler durch Laser-Auftragschweißen einkristallin ausbessern.

Kreative Ansätze verfolgt das LZH nicht nur bei der additiven Fertigung – auf dem Messestand werden neben der additiven Fertigung die sichere Entschärfung von Weltkriegsbomben und andere Bereiche der Lasermaterialbearbeitung beleuchtet.

Lena Bennefeld | Laser Zentrum Hannover e.V.
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Digitale Medien für die Aus- und Weiterbildung: Schweißsimulator auf Hannover Messe live erleben
20.04.2018 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Nachhaltige und innovative Lösungen
19.04.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Digitale Medien für die Aus- und Weiterbildung: Schweißsimulator auf Hannover Messe live erleben

20.04.2018 | HANNOVER MESSE

Neurodegenerative Erkrankungen - Fatale Tröpfchen

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics