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Fachhochschule Südwestfalen präsentiert Forschungsschwerpunkt „Neue Beleuchtungstechnologien“

23.04.2012
Der Forschungsschwerpunkt "Neue Beleuchtungstechnologien" der Fachhochschule Südwestfalen unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Kuipers präsentiert sich auf der Hannovermesse auf dem Gemeinschaftsstand der Innovationsallianz NRW in Halle 16.
Die Besucher können sich dort über das neu entwickelte Straßenbeleuchtungs-messfahrzeug, LED-Straßenbeleuchtungen und intelligente, kommunikative LED-Beleuchtungsmodule informieren.

Neue Beleuchtungstechnologien mit LED ermöglichen auch im Bereich öffentlicher Straßenbeleuchtungen erhebliche Einsparungen elektrischer Energie und der CO2-Produktion. Geeignet konstruierte LED-Leuchten haben sowohl eine höhere Lichtausbeute als konventionelle Leuchten, zudem kann über eine gleichmäßige Lichtverteilung auf der Straße der benötigte Lichtstrom erheblich reduziert werden. Dunkelflächen zwischen den Leuchten werden vermieden ebenso wie unnötig hohe Beleuchtungsstärken unter den Leuchten. Die Beleuchtungsqualität wird dadurch verbessert, der Lichtsmog reduziert bei gleichzeitig erheblicher Reduktion des Lichtstroms.

Zum Aufzeigen der Energieeinsparungspotentiale durch die energieeffizienten, umweltschonenden neuen Beleuchtungstechnologien ist eine objektivierte, flächige Bestandsaufnahme heutiger Straßenbeleuchtung erforderlich. Mit derzeitigen Lichtmessgeräten können die dafür erforderlichen Messungen nur mit sehr großem manuellem Aufwand flächendeckend durchgeführt werden. Das von der Fachhochschule entwickelte mobile Messsystem ermöglicht eine automatisierte geokodierte Messung von Straßenbeleuchtungen und die automatische Einstellung des Beleuchtungsniveaus moderner, z.B. über das Internet steuerbarer, LED-Leuchten.
Das mobile Beleuchtungsmesssystem misst an drei äquidistanten Postitionen pro Fahrbahn quer zur Fahrtrichtung, bei einer Fahrgeschwindigkeit bis zu 50 km/h, die horizontale Beleuchtungsstärke ca. 20 cm über der Fahrbahndecke. Während eine manuelle Messung zwei bis drei Mannstunden pro Leuchte dauert, ist mit dem mobilen Messsystem (GeoMess) eine Messung in wenigen Sekunden durchgeführt.

Dabei werden die normativ vorgegebenen Gütemerkmale der Straßenbeleuchtung erfasst und um geografische Koordinaten ergänzt. Die Messergebnisse können dann in Geoinformationssystemen, in Google-Earth oder in anderen Kartenprogrammen angezeigt werden. Basierend auf den Messdaten können dann Bewertungen der vorhandenen Straßenbeleuchtungen, Planungen innovativer neuer Straßenbeleuchtungen und nach deren Umsetzung auch objektive Ergebnisüberprüfungen durchgeführt und dokumentiert werden.

Die InnovationsAllianz ist ein partnerschaftlich organisiertes Netzwerk der Universitäten, Fachhochschulen und Hochschul-Transfergesellschaften in Nordrhein-Westfalen, um deren wissenschaftliche Kompetenz und Forschungserfahrung bekannter zu machen, stärker in die Praxis zu tragen und für Kooperationen mit Partnern aus der Wirtschaft eine gemeinsame Plattform zu bilden.

Birgit Geile-Hänßel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-swf.de/

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