Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektromobilität - Neue Marktchancen für die Industrie

24.02.2011
Aussteller der HANNOVER MESSE präsentieren technologische Lösungen für die Mobilität der Zukunft

Die HANNOVER MESSE 2011 (4. bis 8. April) bietet die optimale branchenübergreifende Plattform für das gesamte Technologie-Spektrum der Elektromobilität.

Um dieses Thema zu stärken, wurde vor einem Jahr erstmals die MobiliTec - die Internationale Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien im Rahmen der HANNOVER MESSE implementiert.

Sie bündelt alle Technologien rund um das Thema Mobilität. Nach Plänen der Bundesregierung soll Deutschland in den kommenden zehn Jahren zum internationalen Leitmarkt für Elektromobilität werden.

"Dieses Ziel erreichen Hersteller, Zulieferer und Forschungsinstitute nur durch enge Kooperation. Mit der MobiliTec bieten wir allen Beteiligten ein Forum, um sich auf einem hohen wissenschaftlichen und technologischen Niveau auszutauschen", sagt Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG.

Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und Schirmherr der Leitmesse MobiliTec, sieht in der spartenübergreifenden Ausrichtung der Messe die besondere Chance, ein so zukunftsträchtiges Thema wie die Elektromobilität in seiner ganzen Vielfalt zu präsentieren. "Der Durchbruch der Elektromobilität ist durch veränderte Rahmenbedingungen vorgezeichnet. Es wird aber noch dauern, bis wir wirklich flächendeckend E-Mobilität in Deutschland sehen werden. Mit der Ausrichtung der Messe auf die vielfältigen Chancen für Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter nimmt die MobiliTec daher ein gutes Stück Zukunft voraus", ergänzt Kagermann.

Dr. Manfred Wittenstein, Past-Präsident Verband Deutscher
Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) und Vorsitzender des Vorstands der Wittenstein AG, richtet in diesem Zusammenhang eine klare Botschaft an die Politik: "Die mobile Zukunft muss produziert werden und zwar hier in Deutschland. Exzellenz in der Produktionstechnik wird darüber entscheiden, wer beim globalen Wettrennen um Wertschöpfung und zukunftssichere Arbeitsplätze als Erster ins Ziel kommt. Investition in Innovation und damit in einen marktfähigen Leitanbieter Deutschland ist das Gebot der Stunde. Bange machen gilt nicht - auch dank der Innovationsnetzwerke des Maschinenbaus hat Deutschland das Zeug zum weltbesten Anbieter für die Mobilität der Zukunft."

Im Rahmen der HANNOVER MESSE 2011 präsentieren weit über 300 Unternehmen - davon rund 120 Aussteller alleine auf der MobiliTec - ihre Lösungen zum Thema Elektromobilität, darunter die E-Motive Initiative, Festo, Fraunhofer, Harting, Johnson Controls Power Solutions, Kienle + Spiess, Mennekes, Phoenix Contact, die Schaeffler Gruppe sowie ZF Friedrichshafen.

Festo stellt pneumatische und elektrische Antriebstechnik für die Automatisierung von Fertigungslinien im Bereich Elektromobilität vor.

Die Komponenten und Systeme kommen etwa bei der Handhabung von Folien in der Zell- und Batteriemontage oder auch im Produktionsprozess bei der Herstellung neuer Antriebs- und Steuerlösungen für Elektromobile zum Einsatz.

Fraunhofer vereint wissenschaftlich-technische Kompetenzen für die gesamte Prozesskette der Elektromobilität unter einem Dach. Im Projekt "Systemforschung Elektromobilität" kooperieren insgesamt 33 Fraunhofer-Institute. Sie arbeiten an unterschiedlichen Forschungsfeldern. Von der Stromerzeugung aus regenerativen Energien über Netzsysteme und Speichersysteme sowie neue Werkstoffe, Leichtbau, Fahrzeugelektronik und effizienter Automobilproduktion.

Ein praktisches Ergebnis ist beispielsweise das Elektrofahrzeug "Frecc0 1.0" auf Basis eines dezentralen An¬triebskonzepts mit zwei radnahen E-Motoren.

Harting ist mit Connectivity-Lösungen vertreten, die bereits in einem Projekt des Energiekonzerns RWE im Einsatz sind. RWE baut derzeit eine flächendeckende Infrastruktur mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auf und integriert Ladekabel für die Elektroautomobile sowie eine entsprechende Schnittstelle für die Ladesäule von Harting in seine "Tanksäulen der Zukunft". Die im System eingesetzten Komponenten überzeugen durch einfache Handhabung, progressives Industriedesign, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit.

Johnson Controls Power Solutions ist weltweit führender Anbieter von Starterbatterien, Batterien für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Funktion sowie Lithium-Ionen-Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Mit seinem Joint Venture Johnson Controls-Saft produziert das Unternehmen bereits seit 2008 Lithium-Ionen-Batterien für Autos in Serie. Neben Lithium-Ionen-Zellen und einem Batteriemanagementsystem stellt Johnson Controls-Saft ein Standard-Submodul vor. Basierend auf dem Baukastenprinzip, vereint das Modul alle relevanten Einheiten wie Lithium-Ionen-Zellen, Kühlung, Stromschiene und Sensorik in einem System. Das Modul wird bereits im Hybridauto Azure Dynamics Balance[TM] eingesetzt.

Kienle + Spiess hat neben einer breiten Palette an Komponenten für Hybridmotoren, Elektroantriebe und Generatoren auch neue Verfahren im Programm. Auf der Veranstaltung präsentiert das Unternehmen beispielsweise die Kupferdruckgusstechnik zur Herstellung von Kupferrotoren für Elektromotoren mit hohem Wirkungsgrad. Darüber hinaus wird die Stanztechnologie "glulock" gezeigt, bei der gestanzte Blechgeometrien mit einem speziellen Klebstoff präzise zueinander fixiert werden. Auf diese Weise entstehen Stanzpakete mit nahezu optimaler Kontur, hohem elektrischen Wirkungsgrad und weniger Wirbelstromverlusten für Elektromotoren mit optimierter Leistung.

Mennekes hat Smart-Spot-Ladesysteme für die Schnittstelle zwischen E-Fahrzeug und Stromnetz entwickelt. Zur Ausstattung gehören Sicherungskomponenten für den Versorgungs- und Ladestromkreis ebenso wie fernauslesbare Smart-Meter für jeden Ladepunkt. Ein Controller ermöglicht die Kommunikation mit dem Energieversorgungsunternehmen oder Netzbetreiber sowie die direkte Zuordnung der gelieferten Leistung zu einem Kundenkonto.

Phoenix Contact präsentiert ein Produkt- und Technologie-Portfolio, mit dem die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge modular ausgerüstet werden kann - unabhängig davon, ob am Wechsel- oder Gleichstromnetz geladen wird. Neben kundenspezifischen und speziell auf die Anforderungen der Elektromobilität zugeschnittenen Lösungen kommen auch industrielle Standardkomponenten wie Klemmen, Stromversorgungen, Überspannungsschutz, Kleinsteuerungen, Ethernet-Verkabelung und Industrial-Wireless sowie Energiemanagement-Systeme zum Einsatz.

Die Schaeffler Gruppe zeigt unter ihrer Marke FAG ein neu entwickeltes Drehmoment- und Drehzahl-Sensor-Tretlager für E-Bikes. Mit dieser Komponente kann erstmals das Gesamt-Drehmoment aus der Summe der Trittkraft von linkem und rechtem Pedal ermittelt werden. Darüber hinaus hat die Unternehmensgruppe ein komplettes "Ideenfahrzeug" auf die Räder gestellt, das den praktischen Vergleich von Fahrzeugkonstellationen und Fahrzuständen im Bereich E-Mobilität ermöglicht. So verfügt der Schaeffler Hybrid neben dem serienmäßigen Verbrennungsaggregat des Basisfahrzeugs über einen elektrischen Zentralmotor sowie zwei Radnabenmotoren.

Die ZF Friedrichshafen AG zeigt ein Vollhybridgetriebe auf Basis des 8-Gang-Automatgetriebes für Pkw. Dank eines flexiblen Baukastensystems ist das neue 8-Gang-Automatgetriebe für alle Anforderungen gerüstet: Es deckt mit einer Baureihe einen breiten Drehmomentbereich zwischen 300 und 1 000 Newtonmetern ab. So ergibt sich eine komplette Getriebegeneration mit verschiedenen Varianten vom Micro- über Mild- bis hin zum integrierten Vollhybridgetriebe.

Die ZF-Neuentwicklung ermöglicht als erstes Stufenautomatgetriebe auch eine Start-Stopp-Funktion ohne Zusatzpumpe. ZF ist in Sachen Elektrifizierung von Fahrzeugen und Hybridtechnik schon seit längerem aktiv und hat Produkte für Pkw und Nutzfahrzeuge in Serie. Diese Erfahrung nutzt das Unternehmen und arbeitet an weiteren Serienprojekten für Fahrzeuge mit Hybridantrieben sowie reinen hocheffizienten Elektro-Antrieben, die ebenfalls vorgestellt werden.

Über die HANNOVER MESSE

Das weltweit bedeutendste Technologieereignis wird vom 4. bis 8.
April 2011 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2011 vereint
13 Leitmessen an einem Ort: Industrial Automation, Motion, Drive & Automation, Energy, Power Plant Technology, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, CoilTechnica, SurfaceTechnology, MicroNanoTec und Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2011 sind Industrieautomation, Energietechnologien, Antriebs- und Fluidtechnik, industrielle Zulieferung und Dienstleistungen sowie Zukunftstechnologien. Frankreich ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2011.

Brigitte Mahnken | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise