Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom VolksBot bis zum internationalen Roboter-Fußball

02.04.2007
Fraunhofer IAIS präsentiert seine innovativen Robotiksysteme auf der Hannover Messe, 16. - 20. April 2007
Autonome Erkundung und Überwachung mit einem kostengünstigen Volks-Roboter oder die bahnbrechende Energiequelle für die künftige Massenanwendung autonomer Serviceroboter und viele weitere neue Robotiktechnologien präsentiert das Fraunhofer IAIS auf der Hannover Messe vom 16.-20. April.

VolksBot® - Rapid Prototyping für mobile Roboter-Anwendungen: (Halle 2, Stand C36)

VolksBot® ist ein modulares Baukastensystem für mobile Roboter, das vom Fraunhofer IAIS speziell für Forschung und Ausbildung sowie zur schnellen Realisierung von Roboterprototypen entwickelt wurde. Der komponentenbasierte Ansatz bietet offene Schnittstellen zu wieder verwendbaren Hardware- und Softwaremodulen. Mit geringem Aufwand lässt sich mit dem VolksBot® - Baukastensystem ein breites Spektrum von Robotern für verschiedenste Einsatzgebiete entwickeln. Neue Roboteranwendungen werden kostengünstig realisierbar.

Nach dem großen Erfolg des VolksBots® für Indoor-Anwendungen hat Fraunhofer IAIS die Roboterfamilie um den VolksBot® RT erweitert. Damit können Roboter realisiert werden, die im Außenbereich und in schwierigem Gelände operieren.

Das VolksBot® - Baukastensystem wird von Fraunhofer IAIS in Kleinserie hergestellt. Der Roboter, der an Stand C36 vorgeführt wird, ist mit einem 3D-Laser-Scanner ausgerüstet und überträgt dreidimensionale Bilder der Umstehenden auf einen Monitor. http://www.volksbot.de

3D-Laser-Scanner: (Halle 2, Stand C36)

3D-Laser-Scanner sind eine junge Technologie, die die räumliche Datenerfassungsindustrie revolutioniert. 3D-Scanner erlauben die schnelle und präzise Erfassung ganzer Oberflächen in Form von dreidimensionalen Punktwolken. In Verbindung mit der Signalintensität können komplette dreidimensionale Umgebungsbilder von Innenräumen, Gebäuden und anderen Umgebungen gemacht werden, um sie zu vermessen, zu inspizieren oder zu überwachen. Diese Technologie ist besonders geeignet zur Umgebungsüberwachung, für die Prüftechnik, zur Gebäuderekonstruktion, im Bergbau oder zur Überwachung von Deformationen, etwa in Kanälen und Tunneln. Weitere Informationen: http://www.3d-scanner.net

Tele-Exploration: (Halle 2, Stand C36)

Die Fernerkundung von Bereichen, die für Menschen nicht oder nur unter großen Gefahren zugänglich sind, ist eine Aufgabe für mobile Roboter. Beispiele sind Rettungsarbeiten in eingestürzten Gebäuden, Schadstoffmessungen nach Störfällen in Industrieanlagen oder die Inspektion stillgelegter Bergwerke. Wo heute für diese Zwecke Roboter eingesetzt werden, sind diese meist noch ferngesteuert. Im Verbund mit einem weiteren Fraunhofer-Institut entwickelt das Fraunhofer IAIS Schlüsselkomponenten für mobile Roboter zur Fernerkundung, die diese Systeme zu mehr Autonomie befähigen und so die anstrengende Arbeit für das Bedienpersonal erleichtern. Besonders geeignet für die Wahrnehmung der Umgebung ist der speziell für die Verwendung auf mobilen Robotern entwickelte 3D-Laser-Scanner 3DLS (siehe oben).

BrennBot: (Halle 13, Stand E27)

Die künftige Verwendung von Service- oder Überwachungsrobotern in Dienstleistungsbranchen und Privathaushalten hängt wesentlich von effizienteren Energieträgern ab. Gemeinsam mit einem weiteren Fraunhofer-Institut präsentieren wir den BrennBot mit Brennstoffzellen-Stromversorgung. Der auf Basis unseres VolksBot® konstruierte Marathon-Roboter läuft bis zu 24 Stunden, ohne aufgeladen zu werden.

Projekt OUTDOOR: (Pavillon P34)

Autonome Roboter sollen unter freiem Himmel in Teams kooperieren und kommunizieren lernen. Das Projekt OUTDOOR entwickelt hierzu Roboterplattformen sowie neue Techniken der Integration unter-schiedlicher Sensoren (multi-modale Sensorfusion) und der adaptiven Verhaltenskontrolle.

PointScreen® - Interaktion ohne Berührung: (Pavillon P34)

Durchsichtig wie ein Schaufenster zieht er mit seinen zahlreichen umher wandernden Bildern jeden Vorbei-gehenden in seinen Bann. Kaum streckt jemand seinen Finger nach ihm aus, wird der PointScreen® zum futuristischen Wegweiser durch Ausstellungshallen, zum Filmvorführer oder zum Informationsschirm für Besucher. Zeigen sie auf das gewünschte Bild, hält es ohne jede Berührung, wie von Geisterhand gesteuert, in der Bewegung inne, vergrößert sich über die Glasfläche und ein Video läuft an.

Diese neue Schnittstelle zwischen Mensch und Rechner nutzen nicht nur Automobilhersteller, die ihre Messeneuheiten in Kombination virtueller und anfassbarer Realität präsentieren wollen. Auch Ärzte im OP wollen ihre Computer berührungslos steuern, High-Tech-Hersteller wollen empfindliche Produkte unter Reinraumbedingungen produzieren oder Stadtentwickler wollen vandalismussichere Informationstafeln installieren. Kaufhäuser und Reisebüros können mit der PointScreen®-Technologie ihre Schaufenster interaktiv werden lassen und damit auch außerhalb ihrer Geschäftszeiten eine neue und innovative Werbefläche für den Kontakt mit dem Kunden nutzen. Der PointScreen ist ein kostengünstiges, wartungsarmes und im Design flexibles Eingabesystem zu Präsentationszwecken in öffentlichen Räumen.

INT-MANUS - Intelligent Networked Manufacturing System - Plattform für die intelligente Produktion von Morgen: (Halle 17, Stand C60)

Im Rahmen des INT-MANUS Projektes wird eine neuartige Technologie für die produzierende Industrie mit Namen Smart Connected Control Platform (SCCP) entwickelt. Bislang frisst die Herstellung von Einzelstücken noch zu viel Zeit, mögliche Fehler können oft erst am fertig gestellten Produkt erkannt werden, Fehlerdiagnosen sind schwierig wegen der Komplexität der Prozesskette oder weil es an geeigneten Diagnosehilfen für die Qualitätsprüfer mangelt.

Ziel von INT-MANUS ist es, Maschinen und Roboter so zu verbinden, dass die Kontrollplattform durch Benutzereingaben Informationen sammelt, eigenständig bewertet und nach einer Lernphase selbstständig in den Produktionsprozess eingreift und diesen effizienter macht. Das erspart viele Programmieraufgaben. HMI-Besucher können sich das Konzept der SCCP an Hand eines speziell entwickelten Miniatur-Testbetts erklären lassen.

ProfiBot - Mobile Roboter in der beruflichen Mechatronik-Ausbildung (Pavillon P11)

Fraunhofer IAIS präsentiert seinen modularen Ausbildungsroboter ProfiBot, konzipiert auf Basis des VolksBot® - Baukastenprinzips, geeignet insbesondere für angehende Mechatroniker in der Berufsausbildung, ergänzt durch Lehr- und Lernmaterialien für die Zielgruppe!

RoboCup German Open:

Wenn Roboter Fußball spielen, ist das nicht nur eine Attraktion für Beteiligte und Publikum, sondern vor allem eine ideale Gelegenheit, die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und mobiler Robotik - am Beispiel einer Fußballmeisterschaft - in der Praxis zu demonstrieren und zu testen. Austragungsort der RoboCup German Open 2007 ist die HANNOVER MESSE. In Kooperation mit dem Fraunhofer IAIS ermöglicht die Deutsche Messe den teilnehmenden Teams auf rund 5300 qm "Spielfläche", Hightech der Zukunft zu präsentieren, praxisnah im Rahmen eines spannenden Turniers.

Vom 17.4 bis zum Finaltag am 21. April werden 150 Teams aus 13 Nationen erwartet. Dieses Turnier zählt zu den Top-Highlights der TectoYou-Initiative.

Fraunhofer IAIS richtet im Auftrag des Nationalkomitee RoboCup die jährlichen RoboCup German Open aus. Mit High-Tec Wettbewerben für Forscher und dem Schülerwettbewerb RoboCupJunior für zukünftige Nachwuchswissenschaftler. Auf der Hannover Messe 2007 wird auch der neue Wettbewerb für Haus- und Service-Roboter der Zukunft ausgetragen.

RoboCup@Home - Liga,

für Assistenz-Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion in natürlichen Umgebungen. Die besondere Herausforderung bei RoboCup@Home liegt in der Entwicklung robuster, einfach anpassbarer Robotik-Systeme und Verfahren, welche mit unterschiedlichsten Umgebungsbedingungen, wie z.B. wechselnden Lichtverhältnisse oder unbekannten Umgebungen, zurecht kommen und auf natürliche Weise mit Menschen kommunizieren und interagieren können. Hierzu müssen die autonomen Roboter zunächst Grundfähigkeiten wie sichere Navigation, das Erkennen von Menschen, das Greifen von Objekten oder das Öffnen einer Tür in einem Wohnungs-Szenario demonstrieren.

Im Rahmen der Open Challenge und des Finales erfolgen daraufhin freie Demonstrationen möglicher zukünftiger Anwendungen.

Orte der RoboCup German Open - Wettbewerbe:

- P32 RoboCupJunior (ab 19.04.2007)
- P33 4-legged, Humanoid, Soccer Simulation
- P34 RoboCup@Home, Rescue Robot
- P35 Middle-Size, Small-Size.
tech transfer Forum auf der Hannover Messe Halle 2, Stand D16
Donnerstag 19. April 2007, 16:15 bis 18:00
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt Fraunhofer IAIS interessante neue Unternehmensgründungen und Produktentwicklungen im Umfeld der Robotik vor. Aus erster Hand berichten die Vortragenden anhand von Praxisberichten und Roboterdemonstrationen über ihre Erfahrungen mit dem konkreten Transfer von der Wissenschaft in die Praxis. (http://www.tech-transfer.info)

Weitere Informationen zu allen Messe-Exponaten des Fraunhofer IAIS: http://www.iais.fraunhofer.de/hmi2007.html

Ute Schütz | idw
Weitere Informationen:
http://www.iais.fraunhofer.de/hmi2007.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Praxisnah: Rittal zeigt umfassende Lösungskompetenz für Industrie und IT
24.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Key Enabling Technologies auf der HANNOVER MESSE 2017
08.03.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise