Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Research & Technology: tech transfer - Gateway2Innovation 2007

28.02.2007
  • Dreiminütige Teststrecke im Fahrsimulator
  • Innovationsfähigkeit steuern
  • Eine etwa dreiminütige Teststrecke wartet während der HANNOVER MESSE 2007 (16. bis 20. April) am Stand der Initiative tech transfer - Gateway2Innovation auf die Besucher. Außerdem steht die Innovationsfähigkeit produzierender kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) auf dem Prüfstand.

    Fehler frühzeitig erkennen und Kosten sparen

    Drei Minuten unfallfreies Fahren sind nötig, um im Fahrsimulator der simtec simulation technology GmbH aus Braunschweig ans Ziel zu kommen. Neben dem Unterhaltungswert, den dieses Leitexponat fraglos hat, steht es stellvertretend für Simulationstechniken, die aus der innovativen Produktentwicklung nicht mehr wegzudenken sind. In einem Stadium, in dem ein neues PKW-Modell gerade erst auf dem Reißbrett existiert, werden Zulieferer bereits damit beauftragt, den maßgeschneiderten Fahrersitz oder Tank zu entwickeln. Um die Anforderungen zu simulieren, die dieser Tank zu bewältigen hat, werden spezifische Simulatoren und Simulationen entwickelt, die in der Entwicklung nicht nur den Zeitvorteil gegenüber konkurrierenden Modellen sichern. Sie helfen auch, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und dadurch beträchtliche Kosten zu sparen. Außerdem ersetzen sie teilweise die aufwändigen Tests unter realen Bedingungen.

    Die Simulatoren - in der Regel handelt es sich um Unikate - werden meist von simtec-Mitarbeitern und Ingenieuren des Auftraggebers gemeinsam entwickelt. Dabei gilt es nicht nur, Neuentwicklungen beim Kunden auf Herz und Niere zu prüfen. Auch in den Bereichen Simulations-Software und -Elektronik müssen immer wieder neue Lösungen gefunden werden. simtec ist Mitglied des Kompetenznetzes GZVB Traffic, Transport, Telematics Braunschweig e.V. und gehört auf dem tech-transfer-Stand zum Ausstellungsbereich von Kompetenznetze Deutschland.

    Innovationsfähigkeit durch Online-Test?

    Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), dem Deutschen Institut für Normung (DIN) und weiteren Partnern im Rahmen des Projektes "InnoKMU" einen Online-Test entwickelt, mit dem Unternehmen die eigene Innovationsfähigkeit ermitteln können. tech transfer präsentiert dieses Online-Verfahren der Öffentlichkeit, das unter http://www.innoscore.de kostenlos zur Verfügung steht.

    "Das Gesamtziel des Projektes ist ein einfach zu handhabendes Verfahren, welches produzierende KMU befähigt, ihre Innovationsfähigkeit einzuschätzen und kontinuierlich zu bewerten. Es soll den Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, ihr Innovationspotenzial auszubauen und auszuschöpfen und es systematisch zu nutzen", erklärt Alexander Slama, der das Projekt am Fraunhofer IAO leitet. Dabei wurden insbesondere Unternehmen aus den Branchen Maschinenbau und Elektrotechnik/Elektronik berücksichtigt: Vertreter dieser Branchen waren am Entwicklungsprozess beteiligt.

    Neben der Verbesserung der eigenen Innovationsfähigkeit profitieren die teilnehmenden Unternehmen auf zwei weiteren Gebieten: Mittelfristig sollen die Vergleichswerte etwa bei der Zuliefererauditierung Verwendung finden. Außerdem könnte der Online-Test bei Ratingverfahren nach Basel II zum Einsatz kommen und so gegebenenfalls eine Innovationsfinanzierung ergänzen. "Hier können wir auf die Expertise des Arbeitskreises Rating zurückgreifen, in dem beispielsweise die IKB Deutsche Industriebank AG mitarbeitet", erklärt Slama. Das Projekt "InnoKMU" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe, Bereich Produktion und Fertigungstechnologien, betreut.

    Besucher des tech-transfer-Standes können sich nicht nur mit Online-Fragebögen und der Interpretation der Testergebnisse vertraut machen. Die Ansprechpartner der Fraunhofer-Institute geben auch Auskunft über eine Studie zu Erfolgsfaktoren der Innovationsfähigkeit des deutschen Mittelstandes, die die Entwicklung des InnoKMU-Verfahrens begleitet hat.

    Initiative mit Ziel im Innovationsmanagement

    tech transfer - Gateway2Innovation ist eine Initiative der Deutschen Messe und des Ausstellerbeirates der HANNOVER MESSE. Ihr Ziel ist, erfolgreiches Innovationsmanagement anschaulich und erlebbar zu machen. Als Kompetenz- und Dialogplattform im Rahmen der Leitmesse Research & Technology schafft tech transfer auf einem großen Gemeinschaftsstand Raum und Gelegenheit, Partner für eigene Projekte zu finden und gemeinsame Schritte anzudenken. Verschiedene Bausteine von der Idee bis zur Vermarktung werden zum einen durch "vorbildliche" Leitexponate dargestellt. Zum anderen bieten die zahlreichen Aussteller und die tech-transfer-Partner konkret ihre Produkte und Dienstleistungen an.

    Das anspruchsvolle ganztägige Forumsprogramm liefert darüber hinaus wichtige Impulse für einen erfolgreichen Technologietransfer.

    Julia Born | Deutsche Messe AG
    Weitere Informationen:
    http://www.tech-transfer.info
    http://www.hannovermesse.de

    Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

    nachricht Hannover Messe Preview 2017: Industrie 4.0: Virtueller Zwilling steuert die Produktion
    09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

    nachricht Hannover Messe Preview 2017: Bauteil mit Verantwortung
    09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

    Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

    Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

    Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

    Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

    Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

    Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

    Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

    Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

    Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

    Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

    Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

    Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

    Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

    In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

    In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

    Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

    Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

    Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

    Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

    Anzeige

    Anzeige

    IHR
    JOB & KARRIERE
    SERVICE
    im innovations-report
    in Kooperation mit academics
    Veranstaltungen

    Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

    21.02.2017 | Veranstaltungen

    Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

    21.02.2017 | Veranstaltungen

    Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

    21.02.2017 | Veranstaltungen

     
    VideoLinks
    B2B-VideoLinks
    Weitere VideoLinks >>>
    Aktuelle Beiträge

    Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

    21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

    Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

    21.02.2017 | Messenachrichten

    Wie Proteine zueinander finden

    21.02.2017 | Biowissenschaften Chemie