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Bionik: Strukturierte Antihaftbeschichtungen nach dem Vorbild der Natur für Industrielle Produktionsabläufe

14.02.2007
In den letzten zehn Jahren erlebt der Begriff Bionik, ein Kunstwort aus Biologie und Technik, ebenfalls als "Technische Biologie" oder Biomimetik bekannt, eine stetig steigende Bedeutung.

Nach den Anfängen in Deutschland an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken sind die beiden populärsten Beispiele aus der Grundlagenforschung die Riblet-Folie, entwickelt an der Universität Saarbrücken am Beispiel der Haut von Haien, und der Lotus-Effekt, entdeckt und in die industrielle Anwendung gebracht durch die Universität Bonn nach dem Vorbild der Blattoberseite der Lotuspflanze. Beide Entwicklungen basieren auf der zunächst erstaunlichen Entdeckung, daß die Natur feinst-strukturierte Oberflächen präferiert, wenn Ingenieure möglichst glatte einsetzen würden.

Die Firma Rhenotherm ist seit 30 Jahren auf industrielle Beschichtungen auf Fluorpolymerbasis für die Anwendungsbereiche Antihaft, Trockenschmierung und Korrosionsschutz spezialisiert und einer ständigen Weiterentwicklung von Beschichtungssystemen zur Betreuung variierender Kundenwünsche gegenüber aufgeschlossen. Einige Entwicklungen wurden patentiert, u.a. Lotuflon®, eine mikrostrukturierte Fluorpolymerbeschichtung mit unterschiedlichen Strukturebenen.

Rhenotherm engagiert sich in einem BMBF-geförderten Verbundprojekt (Betreuung VDI, FKZ 13N8676) zur Entwicklung neuartiger und dauerhafter antiadhäsiver Beschichtungen.

Sowohl in Bezug auf optimale Umströmung durch Luft oder Wasser als auch auf geringste Adhäsion von Partikeln sind mikrostrukturierte Oberflächen glatten überlegen, da die Grenzschicht der Strömung positiv beeinflußt wird. So werden bremsende Verwirbelungen vermieden und gleichzeitig die Verschmutzung reduziert, was nicht nur eine Frage der Ästhetik ist, da sie in erhöhtem Gewicht und reduzierter Stromlinienform resultiert und für Organismen durch die Verringerung des Pathogenbefalls lebenswichtig ist. Bei technischen Entwicklungen, wie der Konstruktion von Flugzeugen und Schiffen, gewinnt dieser Aspekt des Antifoulings immer mehr an Bedeutung, gerade wegen der aktuell enormen gestiegenen Treibstoff- und Transportkosten.

Biologische Strukturen sind meist in Bezug auf mehrere Probleme optimiert und werden häufig mit größeren Strukturmolekülen und deren Fähigkeit zur Selbstorganisation aufgebaut, was oftmals eine Strukturierung bedingt. Über die Selbstreinigung in Verbindung mit Wasser hinausgehend, ist die Antiadhäsionseigenschaft einer mikrostrukturierten Oberfläche von zunehmender industrieller Bedeutung: wie am Beispiel des Lotus-Effekts beschrieben, reduzieren unterschiedlichen Größenstufen (Hierarchien) der Blattoberfläche wie Blattadern, Epidermiszellen und Wachskristalle in ihrer Kombination die Kontaktfläche um bis zu 96%.

Solche Strukturen, abgeleitet von den biologischen Vorbildern, werden in den "Plasma Coatings® Systemen" der Firma Rhenotherm Kunststoffbeschichtungs GmbH verwendet.

Ausgehend von strukturierten Grundstrukturen, die auf dem Grundkörper aufgebaut werden, overcoated man diese mit verschiedenen Antihaftmaterialien.

Die Grundstruktur wird über eine Sandstrahlung durch thermisches Spritzen oder Plasmabeschichten aufgebracht. Hierzu verwendet man entweder Hartmetalle oder Keramiken (Aluoxyde, Wolframkarbiode, ...).

Über die so aufgebaute Grundstruktur bringt man dann die entsprechende Antihaftschicht auf. Diese kann aus Fluorpolymeren (Teflon) oder Siliconschichten bestehen. Der Einsatzbereich dieser Plasma-Coatings®-Schichten ist vielfältig. So wurden in der Klebstoffindustrie Umlenkwalzen für Klebebänder, Windeln, Etiketten, etc. beschichtet.

In der Druckindustrie werden Walzen für den Kaschiervorgang beschichtet. Im Bereich des Converting werden solche Beschichtungen vermehrt eingesetzt.

Die Beschichtung ist nicht nur antihaftend, sondern besitzt aufgrund ihrer Struktur auch Traktionsverhalten, was in vielen Fällen von Vorteil sein kann. Abhängig von dem Antihaftmaterial sind die Oberflächen absolut chemisch beständig, aber auch elektrisch ableitend, um elektrostatische Aufladungen zu verhindern. Selbst in der Elastomerherstellung und in der Kautschukindustrie werden diese Arten der Beschichtung verwendet.

Im Gegensatz zu diesen strukturierten Beschichtungen sind wir aber auch in der Lage, superglatte Antihaftbeschichtungen herzustellen. Dies geschieht auf der Basis von PTFE und PFA.

In mehreren Lagen mit verschiedenen Poliervorgängen erreichen wir superglatte Oberflächen.

So sind Ra-Werte von
Die Schichtdicke kann mit der Toleranz von 5 µm gefertigt werden, wodurch excellente Rundlaufgenauigkeiten erreicht werden.

Sie finden die Fa. Rhenotherm auf der Hannover Messe in Halle 006 Stand B10

Rhenotherm Kunststoffbeschichtungs GmbH
Peter - Jakob - Busch - Str. 8
47906 Kempen
Tel.: 02152/9141-0
Fax: 02152/9141-20
www.rhenotherm.de
info@rhenotherm.de
Autor: Dipl.-Ing. Volkmar Eigenbrod (GL der Fa. Rhenotherm)

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.rhenotherm.de
http://www.hannovermesse.de

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