Welt-Wirtschaftskrise: Wer ist schuld und was können wir tun?

Am 25. Februar 2010 findet in der Fachhochschule Südwestfalen in Soest in der Zeit von 9.00 – 18.00 Uhr eine Tagung zu dem Thema „Zeichen in der Krise.

Kommunikation der Krise oder Krise der Kommunikation?“ statt. Die Tagung ist eine Kooperation der Sektionen „Wirtschaft“ und „Soziale Systeme“ der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) mit der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Sie wird ermöglicht durch die Unterstützung von RWE sowie der Volksbank Hellweg.

Im Zentrum der Tagung steht eine Frage, die längst von einer wissenschaftstheoretischen Kontroverse zu einem Thema der Massenmedien geworden ist: Wird die Wirtschaft von Menschen – also den Managern – gemacht, denen dann entsprechende Verantwortung im Erfolgs- und im Krisenfall zukommt? Oder müssen wir von systemischen Prozessen ausgehen, denen wir Menschen bloß kommentierend zuschauen können?

Von diesem Ausgangspunkt kommend, werden dann die Rolle von Managern und Presse ebenso beleuchtet, wie die praktischen kommunikativen und Handlungs-Möglichkeiten, die jeder einzelne von uns, ob Firmeninhaber, Bankier oder Angestellter, hat oder nicht hat. Können wir die Krise herbei oder vorbei reden? Bewahren uns nachhaltiges Denken, Gestalten und Handeln vor zukünftigen Krisen? Dabei wird auch der von Medien, Managern und Politikern gerne betonte Ausnahmecharakter der gegenwärtigen Krise, der jede vernünftige Planung unmöglich macht, in Frage gestellt. Krisen – auch existenzielle – sind in Systemen und Kommunikationsbeziehungen durchaus an der Tagesordnung. Erfahrungen, die möglicherweise in die Wirtschaftspraxis transferiert werden können.

Die Tagung richtet sich an Studierende und Forscher aus einem breiten Fachspektrum: Kommunikationswissenschaft, Linguistik, Kulturwissenschaften, Soziologie, Philosophie, Geschichte, Psychologie und natürlich Ökonomie. Aber auch Unternehmenspraktiker, die das aktuelle Geschehen und vielleicht ihr Handeln reflektieren wollen, sind angesprochen.

Zugesagt als Redner haben Heidrun Allert, Professorin und Lehrgangsleiterin des Studiengangs Kommunikation, Wissen, Medien an der Fachhochschule Oberösterreich, Peter Fuchs, emeritierter Professor der Hochschule Neubrandenburg und wissenschaftlicher Leiter des Luhmann-Instituts, Anna Alexandra Henkel, ausgebildete Bankkaufrau und Wirtschaftswissenschaftlerin an den Universitäten Witten-Herdecke und Paris, Stefan Petzold, Design-Theoretiker und Inhaber einer Beratung für Strategisches Design sowie Birger Priddat, Professor für politische Ökonomie und ehemaliger Präsident der Universität Witten-Herdecke.

Die Veranstaltung arbeitet mit verschiedenen Techniken: Neben 3 Präsentationen und einer Podiumsdiskussion wird es drei parallele Workshop-Sessions geben, in denen sich alle Teilnehmer aktiv an Lösung der Fragen beteiligen können. Der genaue Programmablauf findet sich unter www.krisenzeichen.de im Internet.

Organisiert wird die Tagung von Klaus M. Bernsau (Inhaber einer Beratung für Unternehmenskommunikation und Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-Essen), Guido Ipsen (Professor für Wissenschaftskommunikation, Linguistik und Semiotik und Lehrer an der FH Soest) und Franz Kasper Krönig, (Lehrbeauftragter für Theater-, Film-, und Fernsehwissenschaft an der Universität Köln und für Soziologie an der Universität Flensburg).

Die Veranstaltung wird dankenswerterweise unterstützt durch RWE und die Volksbank Hellweg.

Die Teilnahmekosten betragen 50,- Euro inkl. Mittagessen (in der Mensa der FH Soest)

Mitglieder der DGS (Deutschen Gesellschaft für Semiotik) und Vollzeit-Studierende an Hochschulen erhalten kostenlosen Eintritt (Die Kosten für das Mittagessen müssen dabei selbst getragen werden.) Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt:
Dr. Klaus M.Bernsau semiotics@kommunikation-kmb.de

Ansprechpartner für Medien

Birgit Geile-Hänßel idw

Weitere Informationen:

http://www.krisenzeichen.de

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