TV-Doku: Herbert W. Franke VISIONÄR

Happy Birthday, Herbert W. Franke!

  • Zum 95. Geburtstag: die imposante Wiederentdeckung des Visionärs der neuen Crypto-Kunst und des Metaverse in einer Ausstellung des Francisco Carolinum Linz .
  • Zum NFT-Einstieg: Anlässlich des Geburtstages wird am 1. Juni mit Herbert W. Franke erstmals ein Pionier der Digitalkunst 100 Werke als Crypto-Kunst versteigern. 
  • Zum Fundraising: Der Erlös des NFT-Verkaufs dient der Gründung der „art meets science – Stiftung Herbert W. Franke“.

Das Francisco Carolinum im oberösterreichischen Linz, weltweit führendes Kunstmuseum der aktuellen Strömungen digitaler Kunst, präsentiert anlässlich des 95. Geburtstages von Herbert W. Franke am 14. Mai noch bis 12. Juni das Lebenswerk des Wissenschaftlers, Künstlers und Philosophen mit einer großen Ausstellung. Sie trägt den schlichten, aber einprägsamen Titel VISIONÄR. Erstmals in einem traditionellen Kunstmuseum werden beispielhafte Arbeiten aus sieben Jahrzehnten Schaffenswerk in einer großen Einzelausstellung gezeigt. Es reicht zurück bis in die fünfziger Jahre, in denen Franke als promovierter Physiker damit begann, Wissenschaft und Kunst mit seinen analytischen Experimenten zusammen zu führen. Sie basierten stets auf mathematischen Methoden und dem Einsatz unterschiedlicher Apparate und Maschinen. Damit hat der Österreicher sein Leben lang Neuland erkundet und konsequent wie kaum ein anderer über 70 Jahre in die Zukunft der digitalen Kunst geschaut. Heute gilt er auch als Vordenker des Metaverse.

Anlässlich der feierlichen Eröffnung der Ausstellung im Francisco Carolinum ehrte das Land Oberösterreich den Jubilar, der 1979 auch Mit-Gründer des in Linz beheimateten, weltweit größten Medienfestivals Ars Electronica war, mit der höchsten Kulturauszeichnung des Landes, der Kulturmedaille in Gold. Prof. Dr. Alfred Weidinger, Geschäftsführer der oberösterreichischen Landeskultur betont: „Herbert W. Franke ist ein Visionär. Schon in den 1950er Jahren hat er den Künstler in der Rolle des Konstrukteurs gesehen, der sich Oszillographen, Mikroskope, Röntgenapparate bis hin zu Computern zu Nutze macht, um in künstlerisches Neuland vorzustoßen. Als erfolgreicher Science Fiction-Schriftsteller befasste er sich bereits in den 1960er-Jahren mit Raumfahrtthemen, aber auch mit der Informationstechnologie im Kontext des perfektionierten Überwachungsstaates sowie mit Künstlichen Intelligenzen oder dem Thema virtuelle Welten und hat damit die theoretischen Grundlagen für das Metaversum geschaffen, das er wenige Jahrzehnte sowohl als Ausstellungsraum für seine digitale Kunst als auch als Labor benutzt. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses bedeutende Werk im Wechselspiel von Wissenschaft und Kunst anlässlich seines 95. Geburtstages im Francisco Carolinum präsentieren können.“

Zahlreiche Exponate der imposanten Werkschau wurden für die Ausstellung VISIONÄR aus dem Archiv des Künstlers geholt und zum Teil für die Präsentation vom Francisco Carolinum aufwändig aufbereitet. Sie zeigt die Vielschichtigkeit seiner frühesten Forschungen und künstlerischen Arbeiten, in einer Zeit, in der es den Digitalcomputer noch nicht gab.

Die Grundsteinlegung der Cryptokunst in den fünfziger Jahren

Als Computerkünstler der ersten Stunde experimentierte Franke 1953 mit Generativer Fotografie, nutzte ab 1954 einen analogen Computer und ab den sechziger Jahren die ersten Großrechner für seine abstrakte algorithmische Kunst. Im Jahr 1970 war er mit dem Siebdruck aus seiner Serie QUADRATE bei der Biennale in Venedig vertreten. Es ist sein erstes mit einem Digitalcomputer geschaffenes Werk, bei dem er bereits den Zufall gemeinsam mit einem Algorithmus arbeiten ließ. 1980 erwarb Franke einen der ersten am Markt verfügbaren apple II Home Computer. Seit dieser Zeit programmiert der Künstler seine Codes selbst und experimentiert mit dem Wechselspiel von Codes und Zufallsprozessen, wobei in dynamische Abläufe, die wechselseitige Steuerung von Bewegtbildern und Musik sowie interaktive Programme besonders faszinierten.

Schon im Jahr 1957 erbrachte Franke unter dem Titel Kunst und Konstruktion – Physik und Mathematik als fotografisches Experiment (Verlag F. Bruckmann) den Beweis, dass Technik „ungeahntes künstlerisches Neuland erschließt“. Darin publizierte er bahnbrechende und für die moderne NFT- und Netz-Kunst grundlegenden Ideen und Vorstellungen über die künftige Zusammenarbeit von Mensch und Maschine bei der Produktion von Kunst. Diese Publikation wird das Francisco Carolinum anlässlich der Ausstellung VISIONÄR noch 2022 auch in einer englischen Übersetzung erstmals weltweit zugänglich machen – zusammen mit einer Werkübersicht von Frankes frühesten experimentellen Fotokunst-Experimenten aus den fünfziger Jahren.

Wie aktuell und prägend Frankes Werk und seine Schriften, seine Visionen und Gedanken gerade heute sind, da digitale Kunst aufgrund des hohen Interesses an NFTs jetzt neben den klassischen Medien Malerei und Skulptur steht, zeigten die Reaktionen, als er am 8. März 2022 auf Twitter aktiv wurde. Innerhalb von 24 Stunden folgten dem Account von @HerbertWFranke bereits 10.000 Personen, sein erster Tweet kam auf über 15.000 Likes und über 2.000 Retweets. Inzwischen feiert ihn die weltweite Twitter-Community der Netz- und Digital-Kunst als „ihren“ Pionier. Viele bekannte zeitgenössische Künstler offenbarten in Ihren Willkommens-Tweets, wie sehr ihre eigenen Arbeiten durch die publizistischen Werke Frankes beeinflusst wurden. Andere, die Franke bisher nicht kannten, zeigten sich vielfach erstaunt darüber, wie heute aktuelle künstlerische Strömungen bereits in den frühesten Arbeiten von Franke sichtbar sind.  Kevin Abosh, einer der weltweit bekanntesten Crypto-Künstler, formulierte es in der Podiumsdiskussion anlässlich der Ausstellung-Eröffnung so: „Ob wir es wollen oder nicht, sein Werk ist in unserer DNA. Unsere kulturelle Landschaft zeigt heute die Früchte seiner Arbeit.“

Werkschau im Francisco Carolinum: Das frühe Werk der „Generativen Fotografie“

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In der Ausstellung VISIONÄR ist Frankes Werk exemplarisch in drei großen Themenbereichen museal in Szene gesetzt. Die Wiederentdeckung dieses umfangreichen Werks, ein von Analyse und Rationalität getragener Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst, reicht von der Höhlenforschung über mathematische wie ästhetische Strukturuntersuchungen bis zur Medienkunst.

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Ein großer Raum befasst sich mit dem mathematischen Prinzip der Stetigkeit, das Franke früh als wichtiges Ordnungsprinzip in der Natur erkannte und das er auch ins Zentrum seiner künstlerischen Arbeiten der ersten Werkphase stellte. Sie reicht bis Anfang der sechziger Jahre und zeigt Franke noch als Vertreter der Generativen Fotografie, der Welten aus Licht nicht nur im Fotostudio, sondern auch mit Hilfe von Röntgenapparaten, Mikroskopen und einem Analogrechner erschuf. 

Werkschau im Francisco Carolinum: Mit Computerkunst zur rationalen Ästhetik

In den sechziger Jahren begann der Aufstieg der Digitaltechnik, die Franke nun zu ästhetischen Fragestellungen führte, in deren Zentrum Strukturbildung und Zufallsprozesse standen.

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Franke gelang es in dieser Zeit, in Forschungslabors der Industrie erstmals Zugang zu solchen digitalen Rechenmaschinen zu erlangen und diese für unterschiedliche ästhetische Experimente zu nutzen. Mit seinen digitalen Werken ergründete er die Kunst auch informationspsychologisch und entwickelte daraus ein kybernetisches Modell für eine rationale Ästhetik. Damit suchte Franke nach den informationspsychologischen Wahrnehmungsprozessen von Kunst –nach nichts weniger als den Grundlagen einer analytischen Quantifizierung von Kunst, die er jedoch bis zur emotionalen Ebene der Ästhetik weiterdachte.

Werkschau im Francisco Carolinum: Die Ästhetik der mathematischen Formelwelt

Mit der umfangsreihen Serie Math Art, der in der Ausstellung ein eigener Raum gewidmet ist, verwandelte Franke ab 1980 die mathematische Formelsprache in bunte Kunstwelten – auch mit Hilfe spezieller Farbkompositionen. In einer fünfzehn Jahre andauernden Zusammenarbeit mit Horst Helbig, Programmierer eines Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), untersuchte er zahlreiche mathematische Disziplinen in Bezug auf ihre ästhetische Dimension.

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Die Farbe diente dabei der Codierung bestimmter Strukturelemente und war von elementarer Bedeutung. Beginnend mit algebraischen Landschaften arbeiteten sich die beiden über Wellenfunktionen, Fourier-Transformationen, gebrochene Dimensionen und logische Verknüpfungen durch ganz verschiedenartige Disziplinen, bis sie schließlich sogar irrationale Zahlen sowie Zufallsprozesse und logische Verknüpfungen mit ihrer Methode visualisierten. 

Werkschau im Francisco Carolinum: Vom Weltmodell zum Metaverse

Im letzten Teil der Ausstellung stehen seine Arbeiten mit abstrakt berechneten Weltmodellen und seine utopischen, auch literarischen Zukunftsvisionen im Zentrum. Franke ist der erste und bedeutendste deutschsprachige Nachkriegsautor utopischer Literatur, dessen Werke zahlreiche Preise erhielten. Für sein Lebenswerk ehrte ihn die European Science Fiction Association 2017 als ersten deutschsprachigen Autor mit dem Titel „Grand Master“. In seinen literarischen Werken setzt Franke auf die Beschreibung von unterschiedlichen Modellen möglicher Zukünfte, in denen unter anderem die Chancen und Gefahren neuester Technologien, aber auch Entwicklungen des Cyberspace und künftiger virtueller Welten erlebbar werden. Diese utopischen Werke wie seine virtuelle Ausstellungswelt Z-Galaxy auf der 3D-Plattform Active Worlds, die Franke mit seiner Ehefrau Susanne Päch bereits Mitte der 2000er Jahre aufbaute, machen ihn auch zu einem Pionier des heutigen Metaverse.

NFT-Drop für die Stiftungsgründung

2022 wird auch das Jahr, in dem Franke mit einem großen Geburtstags-Drop auf Quantum, einer der weltweit führenden Blockchain-Plattformen, 100 Werke einer „Best of Selection“ aus der großen Werkgruppe Math Art verkaufen wird. Der Erlös dient der Gründung der „art meets science – Stiftung Herbert W. Franke“, die sich künftig unter anderem der Erschließung des umfangreichen Werkes von Herbert W. Franke widmen wird, sich aber auch Ausstellungen, Kunstprojekte und Forschungsarbeiten zu relevanten Stiftungs- Themen widmen wird, die Herbert W. Frankes Lebenswerk auszeichnen, des Visionärs zwischen Wissenschaft und Kunst. Rodolphe Ködderitzsch, Head of Digital Art and Crypto Art bei Quantum sagt: “Es ist eine große Ehre, die visionäre Arbeit von Herbert Franke zum ersten Mal in der Geschichte auf die Blockchain zu bringen. Mit der großen Aufmerksamkeit, die generative Kunst heute durch NFTs erfährt, ist die Arbeit von Herbert Franke aktueller denn je. Es ist inspirierend zu sehen, wie einflussreich er in der neuen Kunstszene ist und dass er endlich die verdiente Anerkennung bekommt. Wir bei Quantum sind sehr stolz darauf, einen Teil dazu beitragen zu können, die Pioniere und Wegbereiter zu feiern, die den Weg für digitale Kunst und Kryptokunst geebnet haben.”

Ganz gleich, ob Herbert W. Franke in den Höhlen des Dachsteins die Geochronologie erforschte, ob er mit phantastischen Geschichten in virtuelle Welten reiste oder ob er mit Maschinen und Computercodes nach Neuland in der Bildenden Kunst suchte – immer und überall wollte sein Forschergeist in für den Menschen unbekannte Territorien vorstoßen.

Copyrights der Fotos dieser Seite: Francisco Carolinum und art meets science

Pressemeldung Francisco Carolinum: Herbert W. Franke – der Pionier der Computerkunst und Science-Fiction- Autor wird 95. – ooekultur.at

Webseite: www.art-meets-science.info

Video: https://www.youtube.com/watch?v=3GkoRq4nPSQ

Ansprechpartner für die Presse:
Dr. Susanne Päch
sp@mce-gmbh.de

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