Vier Monate danach – die Weltmacht USA im Schatten des Terrorismus

Informations- und Diskussionsveranstaltung im Zentralinstitut für Regionalforschung der Universität Erlangen-Nürnberg

Genau vier Monate nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon, am Freitag, 11. Januar 2002, lädt das Zentralinstitut für Regionalforschung der Universität Erlangen-Nürnberg mit seinen Sektionen Vorderer Orient und Nordamerika zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Aula des Erlanger Schlosses (Schlossplatz 4, 2. Stock). Hintergründe, Konsequenzen und Prognosen des „11. September“ beleuchten an diesem Tag von 9.00 bis 20.00 Uhr herausragende Wissenschaftler unter dem Titel „Weltmacht USA im Schatten des Terrorismus“. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung geht beispielsweise der Frage nach, ob es sich bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Folge der Anschläge um den oft beschworenen „clash of civilizations“ (Samuel Huntington) handelt. Zu den Hintergründen der Terroranschläge schildern Experten, welche Außenpolitik die USA gegenüber der islamischen Welt im Nahen und Mittleren Osten betreiben, wie sich die islamische Welt insgesamt zwischen Moderne und Fundamentalismus verortet und warum viele Muslime mit Osama bin Laden und den Taliban sympathisieren. Auch die länderübergreifenden Netzwerke des Terrorismus werden beleuchtet.

Mehrere Beiträge widmen sich den Konsequenzen des 11. September und diskutieren, welche Prognosen sich aus den jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen ergeben: Die sicherheitspolitischen Antworten der USA stehen ebenso im Rampenlicht wie die der islamischen Welt und der europäischen Staaten. In einer Abschlussdiskussion ab 18.10 Uhr sollen die Teilaspekte noch einmal im Zusammenhang zur Sprache kommen.

Das Programm im Einzelnen (auch erhältlich unter www.regionalforschung-erlangen.de). Weitere Informationen bei Dr. Petra Bendel / Dr. Mathias Hildebrandt unter 09131/ 85 -22368 oder 09131/ 85 -22028, E-mail: pabendel@phil.uni-erlangen.de oder mshilde@phil.uni-erlangen.de.

9.00 Uhr Begrüßung

9.30 Uhr Clash of Civilizations – Nun doch?
Prof. Dr. Hermann Kreutzmann, Erlangen

I. Tagungsblock: Hintergründe des Terrorismus

9.50 Uhr Die Außenpolitik der USA gegenüber der islamischen Welt im Nahen und Mittleren Osten
Dr. habil. Peter Rudolf, Berlin

11.10 Uhr Die islamische Welt zwischen Moderne und Fundamentalismus
Dr. Stefan Rosiny, Berlin

12.00 Uhr Warum sympathisieren viele Muslime mit Osama bin Laden
und den Taliban?
Prof. Dr. Dr. h.c. Sefik Alp Bahadir, Erlangen

14.30 Uhr Die transnationalen Netzwerke des internationalen Terrorismus
Dr. Hartmut Behr, Nürnberg

II. Tagungsblock: Reaktionen und Antwortstrategien

15.10 Uhr „Comprehensive Security“: Die sicherheitspolitischen Antworten der USA
Prof. Davis Bobrow, PhD, Pittsburgh/ Landau

16.30 Uhr Islamische Staaten und die Herausforderung des religiösen
Extremismus
Dr. Andreas Rieck, Hamburg

17.20 Uhr Europäische sicherheitspolitische Antworten
Prof. Dr. Michael Stürmer, Erlangen

ab 18.10 Uhr Abschlussdiskussion mit open end
Moderation: Prof. Dr. Helmbrecht Breinig, Erlangen/München

Ansprechpartner für Medien

Thomas Wenzel M.A. idw

Weitere Informationen:

http://www.regionalforschung.de/

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