Rohstoffsicherung durch Nachwuchsmangel gefährdet?

Vom 3. bis zum 6. März 2008 findet die 68. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) an der TU Bergakademie Freiberg statt. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der diesjährigen DGG-Tagung – zu der über 400 Teilnehmer erwartet werden – sind Themen wie Computersimulation, Geoinformatik und GIS sowie Oberflächennahe Geophysik.

Die Kongressteilnehmer erwartet neben mehr als 250 Vorträgen und Posterpräsentationen zu aktuellen Forschungsergebnissen auch eine so genannte Jobbörse zur unverbindlichen Anbahnung von Kontakten zwischen Studierenden und Industrie. „Gerade vor dem Hintergrund eines großen Fachkräftemangels im Bereich Geophysik halten wir eine solche Veranstaltung für wichtig.

Damit tragen wir einerseits der in den vergangenen Jahren deutlich erhöhten Nachfrage nach Geophysikabsolventinnen und -absolventen Rechnung. Andererseits bietet die Jobbörse darüber hinaus den beteiligten Firmen ExxonMobil, RWE Dea AG, Baker Hughes INTEQ, Fugro Robertson und StatoilHydro die Möglichkeit zur Rekrutierung aus einer der größten geowissenschaftlichen Fakultäten in Deutschland und dem gesamten Spektrum einer Technischen Universität mit den vier Säulen Umwelt, Energie, Material und Geo“ berichtet Univ.-Prof. Dr. Klaus Spitzer vom Institut für Geophysik der TU Bergakademie Freiberg und Leiter des lokalen Organisationskomitees.

Bereits zum zweiten Mal nach 1996 findet die Jahrestagung der DGG an der TU Bergakademie Freiberg statt. „Wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, ein hochkarätiges Tagungsprogramm zusammen zu stellen und renommierte Experten aus Freiberg, Deutschland, Europa und Übersee für Übersichtsvorträge zu aktuellen Themen zu gewinnen. Für eine kleine Universität wie die TU Bergakademie Freiberg ist die internationale Vernetzung von herausragender Bedeutung.

Darüber hinaus freuen wir uns, das seit einigen Jahren konsequent umgesetzte, durch geophysikalische Computersimulation geprägte Profil unseres Institutes einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, erklärt Spitzer. „Neben den wissenschaftlichen Inhalten ist es uns überaus wichtig, unseren wissenschaftlichen Nachwuchs durch die Tagung anzusprechen und in die wissenschaftliche Community zu integrieren. Deshalb sind beispielsweise die Teilnahmegebühren für Studierende sehr gering und wir haben besondere Veranstaltungen für sie vorbereitet“, so Spitzer weiter.

PRESSEGESPRÄCH

Am Montag, 3. März 2008, laden die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG) und die TU Bergakademie Freiberg um 10.30 Uhr im Sitzungszimmer OG 01 der Universitätsbibliothek Georgius Agricola, Agricolastraße 10 in Freiberg, zu einem Pressegespräch zum Thema „Rohstoffsicherung durch Nachwuchsmangel gefährdet?“ ein. Experten werden über die Zusammenhänge zwischen der aktuellen Diskussion um eine nachhaltige Rohstoffsicherung und Fragen der notwendigen Ausbildungswege und Absolventenzahlen Stellung nehmen. Folgende Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung

– Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover;
– Prof. Dr. Ugur Yaramanci, GGA-Institut Hannover / Technische Universität Berlin;
– Prof. Dr. Klaus Spitzer, Technische Universität Bergakademie Freiberg;
– Dr. Christian Bücker, RWE Dea, Hamburg.
Der öffentliche Abendvortrag im Rahmen der DGG-Tagung, der sich traditionell auch an Nichtfachleute richtet, widmet sich in Freiberg dem Einsatz geophysikalischer Methoden im Rahmen internationaler Hilfsprojekte. Es berichtet Dr. Bernhard Siemon, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), über „Geophysik als humanitäre Hilfe – Das Helikopter-Projekt HELP ACEH nach der Tsunami-Katastrophe in Sumatra“. Der Vortrag findet am Dienstag, 4. März 2008, um 20.00 Uhr im Audimax der TU Bergakademie Freiberg in der Winklerstraße 24 statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne:

Univ.-Prof. Dr. Klaus Spitzer, TU Bergakademie Freiberg – Leiter des lokalen Organisationskomitees,

E-Mail: klaus.spitzer@geophysik.tu-freiberg.de, Telefon: 03731 / 39-2722

Dr. Alexander Rudloff, GeoForschungsZentrum Potsdam – DGG-Komitee „Öffentlichkeitsarbeit“,

E-Mail: rudloff@gfz-potsdam.de, Telefon: 0331/288 10 69 oder 0162/107 11 57.

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V. (DGG) vertritt mehr als 1.000 Mitglieder in über 30 Ländern weltweit. Sie wurde 1922 von dem Seismologen Emil Wiechert in Leipzig gegründet. Ihre Ziele sind die Verbreitung und Erweiterung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre, Anwendung und Öffentlichkeit.

Media Contact

Dr. Alexander Rudloff idw

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