Im Osten ist der Anteil alternativer Familienformen höher als im Westen

Zu den alternativen Familienformen zählen Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften mit Kindern. Im früheren Bundesgebiet lag deren Anteil nur bei 22%, bundesweit betrug er 26%.

Nach Ländern betrachtet machten alternative Familienformen 2006 fast die Hälfte (47%) aller 330 000 Berliner Familien aus. Den niedrigsten Anteil verzeichnete Baden-Württemberg. Dort gehörte von den 1,2 Millionen Familien nur jede fünfte (20%) zu diesen Formen.

Dies sind einige der aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus 2006, die Walter Radermacher, Präsident des Statistischen Bundesamtes, heute in Berlin vorgestellt hat.

Im Jahr 2006 lebten in Deutschland insgesamt 8,8 Millionen Familien. 1996 waren es noch 9,4 Millionen (- 7%). Während im gleichen Zeitraum die Zahl alternativer Familienformen um 30% auf 2,3 Millionen in 2006 anstieg, ging die Zahl der Ehepaare mit Kindern um 16% auf 6,5 Millionen zurück.

Trotz wachsender Bedeutung der alternativen Familienformen machten Ehepaare mit Kindern 2006 jedoch immer noch knapp drei Viertel (74%) der Familien in Deutschland aus. Ihr Anteil an allen Familien variierte in den Ländern von 53% in Berlin bis 80% in Baden-Württemberg.

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa. Als Familien werden hier ausschließlich Eltern-Kind-Gemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen und gegebenenfalls weiteren minder- oder volljährigen Kindern im Haushalt verstanden.

Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus 2006 zu diesem Sachverhalt enthalten die ergänzenden Tabellen zur Pressekonferenz, die im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de (Pfad: Presse/Pressekonferenzen) kostenlos abrufbar sind.

Eine methodische Kurzbeschreibung sowie eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

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