Kratzfestes Bügeleisen durch Nanotechnologie

Trotz des rasanten Fortschritts der letzten Jahrzehnte sind Edelstahloberflächen nach wie vor empfindlich gegenüber Kratzern, Fingerabdrücken, Säureangegriffen etc. Dies wird sich künftig auf breiter Front ändern – durch Nanotechnologie. Die bahnbrechende Lösung: Glas auf Edelstahl.

Die Engineered nanoProducts Germany AG (EPG) stellt auf der diesjährigen Materialica, die vom 10.-12. Oktober in München stattfindet, das erste in Serie hergestellte Produkt vor, dessen Edelstahloberfläche mit einer hauchdünnen Schicht aus Glas veredelt ist. Bislang war es nur durch althergebrachte Emaille möglich, eine glasartige Schicht auf Metall aufzubringen. Die chemische Nanotechnologie hat hier einen völlig neuen Weg eröffnet: Ein flüssiges Sol, das pro Kubikzentimeter Milliarden gläserner Nanopartikel enthält, wird in einem raffinierten Prozess auf die Oberfläche gesprüht. Bei der anschließenden Aushärtung verbinden sich die Millionstel Millimeter kleinen Glasteilchen zu einer gleichmäßigen, nur wenige Mikrometer dicken Glasoberfläche. Diese ist überaus widerstandsfähig, jedoch in gewissen Grenzen auch elastisch. Das auf der Materialica präsentierte Produkt ist ein hochwertiges Bügeleisen von Rowenta. Durch die von der EPG hergestellte Glasoberfläche ist seine Sohle extrem kratzfest und besonders gleitfähig. An dem edlen Aussehen der Metalloberfläche hat sich dadurch nichts geändert.

Die Entwicklung des Nanoglases hat von der ersten Idee bis zur Serienproduktion über 10 Jahre gedauert. Sie wurde vom Führungsteam der EPG vorangetrieben, das – unter Leitung von Prof. Helmut Schmidt – aus dem früheren Topmanagement des Saarbrücker Instituts für neue Materialien besteht. Die Firma stößt mit dem Nanoglas auf breite internationale Nachfrage. Ein wesentlicher Grund: Man belastet Industrieanwender nicht mehr mit riskantem Technologietransfer, sondern produziert das maßgeschneiderte Nanoprodukt (zB die Beschichtung der Bügeleisensohle) gleich selbst (www.e-p-g.de).

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Franz Frisch presseportal

Weitere Informationen:

http://www.e-p-g.de

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