Neuer Bioenergie-Förderschwerpunkt im Energie- und Klimafonds

Mit dem Thema „Humus- und Nährstoffwirkung von organischen Reststoffen aus Bioenergieanlagen und Energiepflanzenanbau“ wurde der Bioenergie-Programmteil des neu eingerichteten Energie- und Klimafonds (EKF) nochmals erweitert. Damit gibt es jetzt insgesamt 6 Förderschwerpunkte, zu denen das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) FuE-Projekte einwirbt. In diesem Jahr stehen dafür Mittel in Höhe von 9 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Förderung erfolgt auf Basis des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und wird von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), dem Projektträger des BMELV, abgewickelt.

Folgende Schwerpunkte sind förderfähig:

• Züchtung zur Anpassung von Energiepflanzen an den Klimawandel
• Intelligente Lösungen zur kombinierten Nutzung von Bioenergie und anderen erneuerbaren Energien
• Effizienzsteigerung für dezentrale Bioenergie-Nutzungskonzepte
• Entwicklung von Konversionsrouten zur Bereitstellung von Energieträgern aus nachwachsenden Rohstoffen mittels Algen
• Effizienzsteigerung, Reduzierung von Treibhausgasemissionen und innovative Produktionsverfahren im Bereich Biokraftstoffe
und neu
• Untersuchungen zur Humus- und Nährstoffwirkung organischer Reststoffe aus Biomassekonversionsanlagen sowie von Energiepflanzenproduktionssystemen

Mehr als 40 Experten aus den Fachgebieten Bodenkunde und Pflanzenernährung, die am 13. April an einem Fachgespräch der FNR teilnahmen, waren sich einig: Der Rückgewinnung von Nährstoffen aus organischen Reststoffen kommt im Zuge der steigenden Biomasseproduktion eine Schlüsselrolle zu. Ohne eine Kreislaufführung von Nährstoffen kann der Biomasseanbau auf Dauer nicht nachhaltig sein. So gehören unter anderem die für die Pflanzenernährung wichtigen Phosphorverbindungen in mineralischer Form zu den akut endlichen Ressourcen. Das Potenzial der Nährstoffrückgewinnung über organische Reststoffe sowie die Bedeutung der Aufrechterhaltung ausgeglichener Humusbilanzen, nicht zuletzt für die natürliche CO2-Speicherung in unseren Böden, sind immens. Mindestens ebenso groß ist jedoch der derzeit noch bestehende Forschungsbedarf in diesem Bereich.

Nähere Informationen zu allen 6 Förderschwerpunkten des Bioenergie-Programmteils des EKF stehen unter diesem Link bereit:

http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/energie-und-klimafonds/

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Dr. Torsten Gabriel idw

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