BMBF baut Innovationsinitiative für Neue Länder aus

150 Millionen Euro für Kooperation von Nachwuchswissenschaftlern mit Unternehmen

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn setzt bei ihrer Innovationspolitik für die Neuen Länder auf die Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlern und regionaler Wirtschaft. „Die jungen Forscherinnen und Forscher werden mit den Unternehmen vor Ort konkurrenzfähige Technologien entwickeln“, sagte Bulmahn am Mittwoch nach der Vorstellung des Programms im Kabinett. Für das Förderprogramm InnoProfile stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis zum Jahr 2012 rund 150 Millionen Euro bereit.

„Die Bundesregierung hat Ostdeutschland mit ihrer Innovationspolitik nachdrücklich vorangebracht“, sagte Bulmahn. Inzwischen fließe jeder vierte Euro für die Forschungsförderung nach Ostdeutschland. Das BMBF habe allein für die Innovationsinitiative Unternehmen Region seit 1999 bis 2007 über 500 Millionen Euro bereit gestellt. Bis zum heutigen Tag seien damit über 100 Millionen Euro an privaten Mitteln in den Neuen Ländern mobilisiert und über 50 Unternehmensgründungen angestoßen worden.

Die Bundesforschungsministerin wies auf den Zusammenhang zwischen Innovationsförderung und der Schaffung von Arbeitsplätzen hin. So sei etwa in den Unternehmen Ostdeutschlands, die sich an den vom BMBF geförderten Bündnissen mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen beteiligten, die Zahl der Beschäftigten von 2000 bis 2004 um über 10 Prozent gestiegen.

Mit InnoProfile baut das BMBF seine erfolgreiche Innovationsinitiative für die Neuen Länder strategisch weiter aus. Das Programm schafft Anreize für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, durch ihre Forschung die Unternehmen zu unterstützen, die für die Zukunft der Region eine entscheidende Rolle spielen. Durch die Zusammenarbeit werden gleichzeitig die wichtigen Fachkräfte für die Region ausgebildet.

In vier aufeinander folgenden Jahren sollen jeweils mindestens zehn neue Forschungsprojekte von wirtschaftsorientierten Nachwuchsforschungsgruppen gefördert werden. Anträge auf eine Förderung können Hochschulen und Einrichtungen der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, der Hermann von Helmholtz- und der Leibniz-Gemeinschaft mit Sitz in den Neuen Ländern stellen. Die Förderung ist nicht auf bestimmte Technologien, Branchen oder Wirtschaftszweige begrenzt. Entscheidend ist das wirtschaftliche und technologische Potenzial für die Region des jeweiligen Antragstellers.

Media Contact

Silvia von Einsiedel idw

Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de/

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