1. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie – Verleihung der Wissenschaftspreise

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie verleiht dieses Jahr ihre höchste Auszeichnung, die Franz Volhard-Medaille, an Prof. Dr. med. Günter Stein (Jena). Mit der Medaille werden langjährige, herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckerkrankungen gewürdigt.

Prof. Dr. Günter Stein, ehem. Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat sich über fast 45 Jahre als Arzt, Leiter der nephrologischen Abteilung/Klinik und Hochschullehrer der Nephrologie gewidmet und sich als Wissenschaftler mit seiner Forschung verdient gemacht. Darüber hinaus hatte Prof. Dr. Stein verschiedene universitäre Ämter inne wie das des Ärztlichen Direktors oder des Dekans der Medizinischen Fakultät. Er war Vorsitzender verschiedener nephrologischer Gesellschaften und Arbeitsgemeinschaften und ist Verfasser vieler Bücher, Buchbeiträge und Originalarbeiten. Für seine herausragenden Leistungen wurde er 1996 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2003 ist er weiterhin aktiv tätig und beispielsweise Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der LÄK Thüringen.

Franz-Volhard-Preis
Den Franz-Volhard-Preis 2009 der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und des Deutschen Stifterverbands für Nierenforschung erhält Priv.-Doz. Dr. med. Hans-Joachim Anders (München). Der Preis dient der Förderung und Auszeichnung hervorragender Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Er würdigt nicht nur eine einzelne Arbeit, sondern vielmehr die kontinuierliche Beschäftigung mit einem bestimmten Gebiet der Nephrologie.

Priv.-Doz. Dr. med. Hans-Joachim Anders (Arbeitsgruppe Immunologie/Nephrologie Prof. Dr. D. Schlöndorff ) erhält den Franz-Volhard-Preis für seine Arbeit auf dem Gebiet „Bedeutung der Chemokine und Toll-Like-Rezeptoren (TLR) in der Pathogenese der Niereninsuffizienz“.

Nils-Alwall-Preis
Der Nils-Alwall-Preis, den die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie jährlich ausschreibt, dient der Auszeichnung und Förderung von Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen, die auf dem Gebiet der Klinischen Nephrologie (einschließlich Dialyseverfahren, sonstige extrakorporale Eliminationsverfahren und Nierentransplantation) arbeiten. Den Nils-Alwall-Preis 2009 erhalten Frau Prof. Dr. med. Duska Dragun (Berlin) und Dr. med. Michael Haase (Berlin) für ihre Arbeit mit dem Titel „Decreased Catecholamine Degradation associates with Shock and Kidney Injury after Cardiac Surgery“ [J Am Soc Nephrol 2009; 20: 1393-1403].
Hans-U.-Zollinger Forschungspreis
Der Hans-U.-Zollinger Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie dient der Förderung und Auszeichnung hervorragender Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Immunologie der Nierenerkrankungen und Nierentransplantation. Dieses Jahr wird er Priv.-Doz. Dr. med. Tobias B. Huber für seine Forschungstätigkeit zum Thema „Identifizierung immunologischer, genetischer und molekularer Mechanismen zur Entstehung von glomerulären Erkrankungen“ verliehen.
Carl-Ludwig-Nachwuchspreis
Den Carl-Ludwig-Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und des Deutschen Stifterverbands für Nierenforschung erhält Priv.-Doz. Dr. med. Clemens D. Cohen (Zürich). Dr. Cohen wird für zwei Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit der speziellen Genexpression in erkranktem Nierengewebe befassen: „Interstitial Vascular Rarefaction and Reduced VEGF-A Expression in Human Diabetic Nephropathy“ [J Am Soc Nephrol 18: 1765-1776, 2007] und „Improved Elucidation of Biological Processes Linked to Diabetic Nephropathy by Single Probe-Based Microarray Data Analysis“ [PLoS One. 2008 Aug 13;3(8):e2937].
Rainer-Greger-Promotionspreis
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie verleiht den Preis für die beste nephrologische Promotionsarbeit an Dr. med. Maciej Lech (München). Sein Promotionsthema lautet: „The Function and Regulation of Single Immunoglobulin IL-1-Related Receptor (SIGIRR) in Kidney Disease“ [edoc.ub.uni-muenchen.de/7888/1/Lech_Maciej.pdf].
Fritz-Scheler-Stipendium
Dieses Stipendium wird von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie an eine/n Nachwuchswissenschaftler/in vergeben und von der KfH-Stiftung Präventivmedizin gefördert.

Ziel ist die Förderung von Forschungsarbeiten, die sich mit der Prävention von Nierenerkrankungen beschäftigen. Das Fritz-Scheler-Stipendium 2009 erhalten Dr. med. Michael Haase (Berlin) und Dr. med. Bernhard Schermer (Köln). Thema des Projektes von Dr. Haase ist „Die pathophysiologische Bedeutung der Katecholaminresistenz im vasodilatatorischen Schock mit akuter Nierenschädigung“. Der Forschungstitel von Dr.Schermer lautet „Die Rolle von Podozyten bei der Entstehung altersassoziierter Nierenerkrankungen und ihre Bedeutung als Ziel präventiver Strategien“.

Forschungsstipendien der Deutschen Nierenstiftung
Die Deutsche Nierenstiftung vergibt 2009 folgende Forschungsstipendien.
Ein Stipendium erhalten Herr Dr. med. Markus Feldkötter (Köln) für das Projekt mit dem Titel: „Genomweite Assoziationsstudie der Oxalatexkretion“ und Frau Dr. med. Julia Lichtnekert (München) für das Projekt: „Receptor for advanced glycation end-products (RAGE) und High-mobility group box 1-Protein (HMGB1) bei der Immunkomplex-Glomerulonephritis“.

Für weitere Informationen (Abstracts der ausgezeichneten Arbeiten, Fotos oder CV der Preisträger)können Sie sich gern an die DGfN-Pressestelle wenden.

Kontaktdaten:

albersconcept
Dr. Bettina Albers/ Dr. Martina Berthold
Jakobstrasse 38
99423 Weimar
Tel. 03643/ 7764-23
Fax 03643/ 7764-52
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