Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Größtes Treffen von Phytomedizinern und Pflanzenschützern aus dem deutschsprachigen Raum

11.09.2012
58. Deutsche Pflanzenschutztagung erwartet mehr als 1100 Experten an der Technischen Universität Braunschweig.
Extreme Dürre im „Corn-belt“ der USA, Trockenheit und eine anhaltende Hitzewelle in wichtigen Anbauregionen Russlands, Kasachstans, der Ukraine und den südosteuropäischen Ländern führten in diesem Jahr zum Teil zu Totalausfällen der Ernten von Getreide, Mais und Sojabohnen. Die Folgen: Knappe Vorräte und stark gestiegene Preise weltweit. Derartige Ernteausfälle führen schnell dazu, dass Mehl, Brot und andere Grundnahrungs-mittel – in Industrieländern kostengünstig und scheinbar reichlich vorhanden - für viele Menschen der Erde schier unerschwinglich werden.

Genügend Nahrungsmittel in guter Qualität zu produzieren, ist der erste Schritt zu einer gesicherten Ernährung der Menschheit. Gegen extreme unvorhersehbare Witterungsereignisse und damit verbundene Ernteeinbußen ist die Landwirtschaft nicht gefeit. Wohl aber kann man gegen Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und Unkräuter vorgehen. Diese können weltweit 30 bis 40 % der Ernten kosten und die Qualität dramatisch mindern. Deshalb ist der aktive Schutz der Kulturpflanzen von der Aussaat bis zur Ernte auf dem Feld ebenso wichtig wie der Schutz der Produkte nach der Ernte (Nachernteschutz) im Lager oder beim Transport, um zusätzliche Ernteausfälle so gering wie möglich zu halten.

Pflanzenschutz hat viele Facetten, wie die Themen der 58. Deutschen Pflanzenschutztagung eindrücklich zeigen. Neue Schädlinge und Krankheiten (Viren, Bakterien, Pilze) nachzuweisen und schnelle Diagnoseverfahren zu entwickeln, bilden dabei die Grundlage. Wie klimatische Veränderungen die Ausbreitung der Schaderreger und die Anpassung der Maßnahmen beeinflussen, rückt derzeit noch stärker in den Fokus der Diskussionen.

Die Werkzeuge, um Pflanzen gesund zu halten, sind vielfältig und entgegen vieler Berichte heute längst nicht mehr allein an den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel (Pestizide) gekoppelt. Mechanische, physikalisch-technische oder biologische Methoden, mathematische Vorhersagemodelle, Züchtung und Anbau widerstandsfähiger Pflanzen oder die Nutzung GIS-gestützter Techniken stehen im Zentrum, um landwirtschaftliches Handeln nachhaltig und umweltschonend zu gestalten. Diese Forderungen sind inzwischen längst in politischen Zielen und internationalen Rechtsnormen festgelegt. So ist zum Beispiel ab 2014 in allen EU-Mitgliedsstaaten verbindlich vorgeschrieben, dass die allgemeinen Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes (IPS) umgesetzt werden (EU-Rahmenrichtlinie 2009/128/EC).

Die 58. Deutsche Pflanzenschutztagung findet vom 11. – 14.9.2012 erstmals in ihrer fast 100-jährigen Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig statt. Sie wird – wie alle zwei Jahre – vom Julius Kühn-Institut (JKI), der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG) und dem Pflanzenschutzdienst des gastgebenden Bundeslandes, in diesem Jahr Niedersachsen, gemeinsam ausgerichtet. Der Tagungsort an der TU Braunschweig unterstreicht die wissenschaftliche Zusammenarbeit des JKI mit der TU, die 2011 in einer Kooperationsvereinbarung mündete. Verbindende Forschungsschwerpunkte sind derzeit vor allem die Bereiche Agrartechnik und Mikrobiologie.

Die Fachtagung wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) am 11.9.2012 eröffnet. Für das gastgebende Bundesland heißt Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen.

Das komplette Tagungsprogramm mit allen Kurzfassungen der fast 700 Vorträge und Poster aus allen Bereichen der Phytomedizin und des Pflanzenschutzes steht unter www.pflanzenschutztagung.de kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung.

Journalisten haben freien Eintritt zu den Vortrags- und Posterveranstaltungen.

Besondere Hinweise:
11.9.2012, 16.30 Uhr
Vortrag des Julius Kühn-Preisträgers des Jahres 2012, Dr. Ralf Horbach
„Pilzlicher Sekundärmetabolismus und Pathogenität“

12.9.2012, 10.30 bis 12.30 Uhr
Plenarveranstaltung mit Diskussion zum Thema: „Pflanzenschutz alternativlos“
Moderation: Hellmuth Henneberg, rbb
Gäste:
Henning Noske, Braunschweiger Zeitung
Dr. Manfred Bartels, ehem. Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Prof. Dr. Ulrich Gisi, Universität Basel

12.9.2012, 14.15 bis 14.45 Uhr
Plenarvortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. von Witzke, Humboldt-Universität Berlin
„Vom Nutzen des Pflanzenschutzes – Modellrechnungen zur Quantifizierung der Wohlstandsgewinne in Deutschland“

Veranstaltungsort: Technische Universität Braunschweig, Pockelsstr. 14, 38106 Braunschweig

Dr. Gerlinde Nachtigall | idw
Weitere Informationen:
http://www.pflanzenschutztagung.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. Jenaer Lasertagung
16.10.2018 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018
16.10.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

17.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Space Farming dank Pflanzenhormon Strigolacton

17.10.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Oberflächen mit flexiblen und handlichen Plasmaquellen aktivieren

17.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics