Genossenschaften im Fokus einer neuen Wirtschaftspolitik

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt, um zu zeigen, welchen Beitrag diese Unternehmen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung leisten – besonders im Hinblick auf die Verringerung von Armut, die Förderung sozialer Integration und das Schaffen von Beschäftigungsmöglichkeiten.

Im UN-Jahr der Genossenschaften findet die „XVII. Internationale Genossenschaftswissenschaftliche Tagung“ – nach beinahe 50 Jahren – wieder in Wien statt. Veranstaltet wird die Konferenz vom Fachbereich für Genossenschaftswesen des Instituts für Betriebswirtschaftslehre der Universität Wien in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Kooperationen und Genossenschaften der Wirtschaftsuniversität Wien.

Die internationale Konferenz widmet sich dem Thema „Genossenschaften im Fokus einer neuen Wirtschaftspolitik“. „Wir werden uns mit wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten auseinandersetzen und betrachten dabei in erster Linie die vier großen Sparten der Genossenschaften: Kreditgenossenschaften, Ländliche Genossenschaften, Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften und Wohnbaugenossenschaften“, so Johann Brazda vom Fachbereich Genossenschaftswesen am Institut für Betriebswirtschaftslehre.
„Die Welt braucht mehr Genossenschaften!“
Franz Fischler, ehemaliger EU-Kommissar für Landwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raumes und Fischerei hält den Festvortrag „Die Welt braucht mehr Genossenschaften!“ (Dienstag, 18. September, 15 Uhr). Unter den zahlreichen Keynote-Speakern befinden sich Rafael Chaves Avila (Universität València), Markus Gmür (Universität Freiburg/Schweiz), Christian Keuschnigg (IHS Wien) und Juhani Laurinkari (University of Eastern Finland, Kuopio). Die beiden Grundsatzreferate (Dienstag, 18. September, ab 16.15 Uhr) von Theresia Theurl (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Volker Beuthien (Philipps-Universität Marburg) befassen sich mit „Genossenschaften 2012: Einzelwirtschaftliches Fundament, gesamtwirtschaftlicher Erfolg, gesellschaftliche Werte“ bzw. „Die Genossenschaftsidee im Spiegelbild von Rechtsform, Unternehmen und Gesellschaft – Wie geht es weiter?“.

Theoretische und praxisorientierte Beiträge Am Mittwoch und Donnerstag, 19. und 20. September, werden in zahlreichen Vorträgen die aktuelle Situation sowie Zukunftsperspektiven in den Blick genommen. Dabei beschäftigen sich die Vortragenden u.a. mit dem Potenzial kooperativer Ökonomie in der Krise und dem nordischen Modell der Genossenschaften. Darüber hinaus bieten Vorträge und Workshops einen Einblick in die vielfältigen Entwicklungen von Genossenschaften weltweit.
„XVII. Internationale Genossenschaftswissenschaftliche Tagung“ (IGT) der Arbeitsgemeinschaft Genossenschaftswissenschaftlicher Institute (AGI)
Zeit: Dienstag, 18. bis Donnerstag, 20. September 2012
Ort: Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Öffentlicher Vortrag: „Foundations of Human Cooperation“
Ernst Fehr, Direktor des Instituts für Volkswirtschaftslehre und Professor für Microeconomics and Experimental Economic Research der Universität Zürich.
Zeit: Donnerstag, 20. September, 11 Uhr, Audimax

Anmeldung erforderlich: igt2012@univie.ac.at
Programm: http://igt2012.univie.ac.at/home/

Wissenschaftlicher Kontakt
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Johann Brazda
Universität Wien
Institut für Betriebswirtschaftslehre
Fachbereich für Genossenschaftswesen
1090 Wien, Wasagasse 12
T +43-1-4277-382 55
johann.brazda@univie.ac.at

Rückfragehinweis
Mag. Alexandra Frey
Pressebüro der Universität Wien
Forschung und Lehre
1010 Wien, Universitätsring 1
T +43-1-4277-175 33
M +43-664-602 77-175 33
alexandra.frey@univie.ac.at

Media Contact

Alexandra Frey Universität Wien

Weitere Informationen:

http://igt2012.univie.ac.at/home/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Theoretische Physik: Modellierung zeigt, welche Quantensysteme sich für Quantensimulationen eignen

Eine gemeinsame Forschungsgruppe um Prof. Jens Eisert von der Freien Universität Berlin und des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat einen Weg aufgezeigt, um die quantenphysikalischen Eigenschaften komplexer Festkörpersysteme zu simulieren. Und…

Rotation eines Moleküls als „innere Uhr“

Mit einer neuen Methode haben Physiker des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik die ultraschnelle Fragmentation von Wasserstoffmolekülen in intensiven Laserfeldern detailliert untersucht. Dabei nutzten sie die durch einen Laserpuls angestoßene Rotation…

Auf dem Weg zur fischfreundlichen Wasserkraft

In dem europaweiten Projekt „FIThydro“ unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) haben Forscherinnen und Forscher in Zusammenarbeit mit Industriepartnern bestehende Wasserkraftwerke untersucht. Diese Ergebnisse nutzten sie, um neue Methoden…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close