Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Logistik aktuell: So wird der Container intelligent

18.04.2006


Hannover Messe: Mikrotechniker der Universität Bremen präsentieren am 27. April autonome Transportüberwachung von Containern

Am 26. April 1956 wurde der erste Container der Welt auf Reisen geschickt. 50 Jahre später begibt sich der Container selbst auf Tour. Der "Intelligente Container" plant und steuert sich vollständig selbst. Er bestimmt seinen optimalen Transportweg, indem er Informationen der Außenwelt (Verkehrs- und Marktinformationen) und seiner Innenwelt (auf die Ware einwirkende Umwelteinflüsse) auswertet und Entscheidungen trifft. Wissenschaftler der Universität Bremen präsentieren auf der Hannover Messe vom 24. - 28. April 2006 das Überwachungssystem des "Intelligenten Containers". Dieser "schlaue" Container ist technisch so modern ausgerüstet, dass er autonom und selbststeuernd seinen optimalen Transportweg durch ein logistisches Netzwerk findet. Das entscheidende Element der selbststeuernden Lieferkette ist die autonome Transportüberwachung. Diese gelingt mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien wie beispielsweise der Radiofrequenz-Identifikation (RFID), Sensornetzwerken oder drahtloser Kommunikation.

Am 27. April 2006 stellen Bremer Wissenschaftler vom Institut für Mikrosensoren, -aktuatoren und -systemen in dem Vortrag "A demonstration of autonomous RFID- and telemetric sensor networks in logistics" mit praktischen Demonstrationen die autonome Transportüberwachung vor. Dabei wird das Systemkonzept, die eigenständige Organisation der drahtlosen Sensorenetze, die sensorische Überwachung, die dynamische Verknüpfung der Systemkomponenten sowie die technische Umsetzung und die konkrete Anwendung der Selbststeuerung erläutert und vorgeführt. Der Vortrag findet in Halle 15, Stand D 36 beim Forum Mikrotechnik von 10:00 - 10:40 Uhr statt.



Das in Hannover präsentierte autonome Transportüberwachungssystem ist im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 637 "Selbststeuernde Logistische Prozesse - Ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen" entwickelt worden - und zwar sehr praxisnah. So können sämtliche im Frachtbrief enthaltenen Daten auf einem kostengünstigen Prozessmodul ausgeführt werden. Der Container passt sich an die Eigenschaften der Ware an und sagt beispielsweise voraus, um wie viele Tage sich die Haltbarkeit der Ware bei einer festgestellten Temperaturabweichung verringert. Der Bremer Prototyp ist mit einer dynamischen Routen- und Transportplanung verknüpft. Die Kommunikation kann über verschiedene mobile Netze (zum Beispiel WLAN, GPS oder UMTS) erfolgen. Das Gesamtsystem ist sehr robust gegenüber dem Ausfall einzelner Rechner oder Kommunikationsverbindungen, weil auf eine zentrale Steuerung verzichtet wird und stattdessen die Prozesse an den Ort der Informationsentstehung verlagert werden. Wie vom Gesetzgeber verlangt, wird so eine lückenlose Überwachung von Lebensmitteltransporten gewährleistet.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
SFB 637 "Selbststeuernde Logistische Prozesse - Ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen"
Institut für Mikrosensoren, -aktuatoren und -systemen
Diplom-Ingenieur Olaf Lassek
Tel. 0421 218 7364
E-Mail: lassek@mcb.uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.sfb637.uni-bremen.de
http://www.mcb.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Intelligente Softwaresysteme, neue Sensoren und sparsame Energietechnologien
25.03.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten
22.03.2019 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Innovationen ermöglichen fast vollständige Dekarbonisierung des Industriesektors

25.03.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Hepatitis C-Viren erfolgreich ausschalten

25.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Feuerwehrmaske mit Datenbrille ermöglicht Navigation in verrauchten Räumen

25.03.2019 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics