Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolg im Doppelpack: ERC Starting Grants gehen an zwei Professoren der Humboldt-Universität

27.08.2012
Hans Börner und Stefan Hecht vom Institut für Chemie vom Europäischen Forschungsrat mit jeweils 1,5 Millionen Euro ausgezeichnet

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat zwei Chemiker der Humboldt-Universität zu Berlin mit je einem der renommierten ERC Starting Grants ausgezeichnet.

In einem zweistufigen hochkompetitiven Verfahren haben sich sowohl Professor Hans Börner als auch Professor Stefan Hecht erfolgreich in der europäischen Nachwuchselite behauptet. Für eine Dauer von fünf Jahren erhalten nun beide jeweils eine Fördersumme von 1,5 Mio. Euro, um ihre Forschung auf dem vom ERC attestierten Spitzenniveau zu konsolidieren.

Im Vorhaben “Sip – Specifically Interacting Polymers“ will Hans Börner und sein Team spezifisch wechselwirkende Polymere entwickeln. „Ich freue mich sehr über die hohe Auszeichnung auf europäischer Ebene. Die bewilligten Mittel ermöglichen es mir, meine Arbeiten auf dem Gebiet der biomimetischen Materialkonzepte in eine ganz neue, hochinteressante Richtung zu lenken“, sagt Hans Börner.
„Damit werden Polymere ermöglicht, die Oberflächen gezielt erkennen, die problematische Wirkstoffe besser nutzbar machen oder die nachhaltige Hochleistungsmaterialien von innen heraus stabilisieren können.“ Hans Börner leitet seit 2009 das Labor für Organische Synthese funktionaler Systeme am Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Im Projekt “Light4Function“ wird Stefan Hecht mit seiner Gruppe verschiedene Strategien verfolgen, um mit Hilfe von Licht diverse Funktionen von Reaktivität und Katalyse bis hin zu Ladungstransport und Bewegung zu steuern. „Unsere bisherigen Anstrengungen, die Vorteile von Licht zur Kontrolle von molekularen Prozessen zu nutzen, sind dadurch nicht nur gewürdigt worden, sondern wir werden diese in Zukunft nun entscheidend intensivieren können,“ freut sich Hecht über die üppigen Fördermittel aus Brüssel. Stefan Hecht hat seit 2006 den Lehrstuhl für Organische Chemie und Funktionale Materialien am Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin inne.

Die ERC Starting Grants werden seit 2007 an international herausragende europäische Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vergeben. Die Auszeichnungen ermöglichen exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu Beginn ihrer unabhängigen Forscherkarriere den Aufbau der eigenen Forschungsgruppe (“starters”) bzw. den Ausbau und die Konsolidierung ihres bestehenden Forschungsprogramms (“consolidators”).

KONTAKT
Prof. Dr. Hans G. Börner
Institut für Chemie
Humboldt-Universität zu Berlin
Brook-Taylor-Str. 2
12489 Berlin
Tel.: 030 2093-7348
E-Mail: h.boerner@hu-berlin.de
http://www.boernerlab.de

Prof. Stefan Hecht, Ph.D.
Institut für Chemie
Humboldt-Universität zu Berlin
Brook-Taylor-Str. 2
12489 Berlin

Tel.: 030 2093-7765
E-Mail: sh@chemie.hu-berlin.de
http://www.hechtlab.de

Constanze Haase | idw
Weitere Informationen:
http://www.boernerlab.de
http://www.hechtlab.de
http://www.hu-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Weniger Tierversuche absehbar: Multiorgan-Chip ausgezeichnet
18.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Ein Roboter, der Schienenbrüche erkennt: Auszeichnung für Projekt „Railcheck“
12.10.2018 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nanodiamanten als Photokatalysatoren

18.10.2018 | Materialwissenschaften

Schichten aus Braunschweig auf dem Weg zum Merkur

18.10.2018 | Physik Astronomie

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics