Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Wege bei der Bekämpfung des Schlaganfalls: "BerlinNeurolmaging Center" eröffnet

13.03.2003


Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Konzept mit 1,6 Millionen Euro


Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat auf die zunehmende Bedeutung der Neurowissenschaften für die Bekämpfung von Krankheiten wie dem Schlaganfall hingewiesen. Bulmahn sagte anlässlich der Eröffnungsveranstaltung des "Berlin Neurolmaging Centers" in der Charité, sie sei sicher, dass diese Einrichtung einen wertvollen Beitrag dazu leisten könne.

Das "Berlin Neurolmaging Center" gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur "Einrichtung von Zentren für Bildgebung in den klinischen Neurowissenschaften".


Bulmahn sagte: "Die wissenschaftliche Exzellenz, die dem Berliner Konzept durch die Förderzusage bescheinigt wird, unterstreicht, wie produktiv und notwendig es gerade auch in den Neurowissenschaften ist, Zusammenarbeit über die Grenzen von Disziplinen und Instituten hinweg zu organisieren". Das "Berlin Neurolmaging Center" ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Medizinerinnen und Medizinern verschiedener Berliner Kliniken mit Wissenschaftlern der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Das Berliner Konzept wird vom BMBF innerhalb von drei Jahren mit 1,6 Millionen Euro gefördert. "Das ist auch ein Erfolg für die Wissenschaftsstadt Berlin, die auf dem Feld der Gesundheitsforschung mit ihrer leistungsfähigen universitären Medizin, mit medizinischen Großforschungseinrichtungen und mit den einschlägigen Max-Planck-Instituten, ein enormes wissenschaftliches Potenzial aufweisen kann".

Gerade auch für die moderne neurowissenschaftliche Forschung sei Berlin ein Standort mit besonderen Qualitäten, weil hier das Know-how einer ihrer zentralen Methoden, der funktionellen Bildgebung, gebündelt werde, erklärte die Bundesforschungsministerin.

Das "Berlin NeuroImaging Center" beschäftigt sich vor allem mit der Erforschung des Schlaganfalls und der krankheitsbedingten Vorgänge im Gehirn eines Patienten. Mit Hilfe der bildgebenden Verfahren sollen Veränderungen des betroffenen Nervengewebes identifiziert werden, um so die Voraussetzungen für eine verbesserte Diagnose und Therapie zu schaffen.

Das BMBF wird nach Angaben Bulmahns allein im Rahmen des Programms der Bundesregierung "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen" bis zum Jahr 2005 rund 600 Millionen Euro für die Erforschung der Ursachen und Entstehungsprozesse von Krankheiten sowie für die Entwicklung neuer Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren zur Verfügung stellen. Dazu kommen seit 2001 noch 180 Millionen Euro aus UMTS-Mitteln, die für den Aufbau des Nationalen Genomfoschungsnetzes eingesetzt werden.

"Damit neue Forschungsergebnisse künftig noch schneller den Weg in die Arztpraxen und zu den Patientinnen und Patienten finden, legen wir in den kommenden Jahren ein besonderes Gewicht auf die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Forschung. Das ist ein wichtiger Schritt zur Senkung der Kosten im Gesundheitswesen", sagte die Bundesforschungsministerin abschließend.

Kontakt
Bundesministerium fuer Bildung und Forschung (BMBF)
Pressereferat (LS 13)
Telefon: 01888-57-5050
Telefax: 01888-57-5551
Email: Presse@bmbf.bund.de

Edelgard Bulmahn | BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Neurowissenschaft Schlaganfall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Autonomes Fahren mit Blockchain: Bayreuther Studierende siegen im internationalen MOBI-Wettbewerb
18.02.2019 | Universität Bayreuth

nachricht 350.000 Euro für Forschung zu Genom-Editierung
11.02.2019 | Universität Mannheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Laserverfahren für funktionsintegrierte Composites

Composites vereinen gewinnbringend die Vorteile artungleicher Materialien – und schöpfen damit zum Beispiel Potentiale im Leichtbau aus. Auf der JEC World 2019 im März in Paris präsentieren die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein breites Spektrum an laserbasierten Technologien für die effiziente Herstellung und Bearbeitung von Verbundmaterialien. Einblicke zu Füge- und Trennverfahren sowie zur Oberflächenstrukturierung erhalten Besucher auf dem Gemeinschaftsstand des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau AZL, Halle 5A/D17.

Experten des Fraunhofer ILT erforschen und entwickeln Laserprozesse für das wirtschaftliche Fügen, Schneiden, Abtragen oder Bohren von Verbundmaterialien –...

Im Focus: Grüne Spintronik: Mit Spannung Superferromagnetismus erzeugen

Ein HZB-Team hat zusammen mit internationalen Partnern an der Lichtquelle BESSY II ein neues Phänomen in Eisen-Nanokörnern auf einem ferroelektrischen Substrat beobachtet: Die magnetischen Momente der Eisenkörner richten sich superferromagnetisch aus, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Der Effekt funktioniert bei Raumtemperatur und könnte zu neuen Materialien für IT-Bauelemente und Datenspeicher führen, die weniger Energie verbrauchen.

In heutigen Datenspeichern müssen magnetische Domänen mit Hilfe eines externen Magnetfeld umgeschaltet werden, welches durch elektrischen Strom erzeugt wird....

Im Focus: Regensburger Physiker beobachten, wie es sich Elektronen gemütlich machen

Und können dadurch mit ihrer neu entwickelten Mikroskopiemethode Orbitale einzelner Moleküle in verschiedenen Ladungszuständen abbilden. Die internationale Forschergruppe der Universität Regensburg berichtet über ihre Ergebnisse unter dem Titel “Mapping orbital changes upon electron transfer with tunnelling microscopy on insulators” in der weltweit angesehenen Fachzeitschrift ,,Nature‘‘.

Sie sind die Grundbausteine der uns umgebenden Materie - Atome und Moleküle. Die Eigenschaften der Materie sind oftmals jedoch nicht durch diese Bausteine...

Im Focus: Regensburg physicists watch electron transfer in a single molecule

For the first time, an international team of scientists based in Regensburg, Germany, has recorded the orbitals of single molecules in different charge states in a novel type of microscopy. The research findings are published under the title “Mapping orbital changes upon electron transfer with tunneling microscopy on insulators” in the prestigious journal “Nature”.

The building blocks of matter surrounding us are atoms and molecules. The properties of that matter, however, are often not set by these building blocks...

Im Focus: Universität Konstanz gewinnt neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Immunsystems

Wissenschaftler der Universität Konstanz identifizieren Wettstreit zwischen menschlichem Immunsystem und bakteriellen Krankheitserregern

Zellbiologen der Universität Konstanz publizieren in der Fachzeitschrift „Current Biology“ neue Erkenntnisse über die rasante evolutionäre Anpassung des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt

18.02.2019 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Thema Desinformation in Online-Medien

15.02.2019 | Veranstaltungen

FfE-Energietage 2019 - Die Energiewelt heute und morgen vom 1. bis 4. April 2019 in München

15.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Autonomes Fahren mit Blockchain: Bayreuther Studierende siegen im internationalen MOBI-Wettbewerb

18.02.2019 | Förderungen Preise

Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt

18.02.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Beschreibung der Berry-Curvature und Chern-Zahlen durch Berechnung von Bloch-Zuständen

18.02.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics