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Mitteldeutschlands Forschungskompetenz auf der CeBIT

15.03.2004


Um die Datenrate zwischen den Komponenten eines Clusters zu erhöhen, griffen die Chemnitzer Informatiker zum neuen Daten-Transferstandard InifiniBand. Foto: TU Chemnitz/Steinebach


Mitteldeutschlands Forschungskompetenz auf der CeBIT - Forscher aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentieren sich bereits zum 13. Mal auf der Computermesse in Hannover


15 Hochschulen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie sechs Unternehmen präsentieren sich vom 18. bis 24. März 2004 auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover. "Was in den kommenden Tagen auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Stand D31) in Halle 11 gezeigt wird, ist bereits zum 13. Mal das Abbild der Kompetenz von Ingenieuren und Wissenschaftlern aus den beteiligten drei Bundesländern", so der Sprecher des Gemeinschaftstandes Mario Steinebach. Der Stand belegt eine Fläche von 246 Quadratmeter. Mitteldeutschland sei zwar damit noch immer eine Macht in der Forschungshalle der CeBIT, aber im Vergleich zum Vorjahr habe die Anzahl der Aussteller - insbesondere aus Thüringen - abgenommen. "Viele Forscher präsentieren sich lieber auf kleineren, meist kostengünstigeren Fachmessen als auf den großen Messen wie in Hannover. Hinzu kommt, dass es für viele Institute personell und kostenmäßig immer schwieriger wird, ihre Mitarbeiter für eine längere Zeit auf Messen zu schicken", so der Sprecher des Gemeinschaftsstandes.

Die TU Chemnitz fährt in diesem Jahr mit zwei Exponaten nach Hannover: Informatiker der Universität zeigen, wie vernetzte Computer in einem so genannten Cluster (Computer- Netzwerk) noch schneller miteinander kommunizieren können. Um die Leistung der von den Forschern entwickelten Kommunikations-Bibliothek zu testen, nutzen sie die neueste am Markt erhältliche InfiniBand-Hardware. Dies wurde durch die Unterstützung der in Chemnitz ansässigen Firma MEGWARE Computer GmbH möglich, die Technik und Know-how in den Entwicklungsprozess einbrachte. Ein anderes Forschungsteam der Chemnitzer Universität zeigt auf der CeBIT, wie in Zukunft die Hardware beispielsweise von Kfz-Steuerungen oder Handys flexibel auf gewünschte Änderungen der Funktionalität reagieren kann. Die Chemnitzer nutzen dafür frei programmierbare Logikbausteine. Mit deren Hilfe lassen sich die Schnittstellen zwischen den Systemkomponenten automatisch und schnell an sich ändernde Aufgaben anpassen.


Ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand stellen Forscher der TU Dresden das so genannte SPIDER-NET vor. Gemeint ist damit die Testplattform eines drahtlosen Sesor-Netzwerks, das in Zukunft in Haushalten zur Steuerung von Geräten zum Einsatz kommen soll. Und die Leipziger Universität möchte mit einer neuen Software zur chirurgischen Operationsplanung mit 3-D-segmentierten Daten möglichst viele Interessenten aus dem medizinischen Bereich an ihren Stand locken.

Auch das "Bildungsportal Sachsen", in dem 15 Hochschulen des Freistaates in den vergangenen zwei Jahren bereits über 150 internetgestützte Angebote für die Aus- und Weiterbildung bündelten, ist auf der CeBIT präsent. Das vom sächsischen Wissenschaftsministerium geförderte E-Learning-Projekt bietet mittlerweile eine verlässliche technische Infrastruktur an, auf der alle beteiligten Hochschulen ihre Multimedia-Angebote und interaktive Lehr- und Lernszenarien über alle Fachgebiete hinweg anbieten. Aber auch Sachsen-Anhalt stellt in Hannover Angebote rund ums virtuelle Lernen vor: So zeigt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Module und Werkzeuge zum E-Learning. Und die Hochschule Anhalt, die Hochschule Harz und die Fachhochschule Merseburg informieren über ihren internet-basierten Fern-Aufbaustudiengang "Informatik".

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.bildungsportal.sachsen.de

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