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Weltweite Forschungsausgaben der Wirtschaft steigen deutlich an

09.09.2013
Die deutsche Industrie hat im Jahr 2012 ihre weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) deutlich erhöht. Das ergab eine Auswertung der Geschäftsberichte von 100 global agierenden deutschen Unternehmen durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Danach haben die Unternehmen 2012 ihre Forschungsausgaben in Deutschland und im Ausland um insgesamt 8,4 Prozent erhöht. Sie gaben weltweit 52,45 Mrd. Euro für FuE aus. Das waren gut 4 Mrd. Euro mehr als 2011.

Die Unternehmen agieren allerdings uneinheitlich: Über ein Drittel der Unternehmen verzeichnet eine zweistellige Steigerungsrate bei ihren FuE-Aufwendungen. Gut 20 Prozent weisen dagegen sinkende Aufwendungen aus.

Auch die Branchen entwickeln sich differenziert. Die Unterschiede sind hier aber nicht so deutlich. Einmal mehr als Motor der Entwicklung zeigt sich der Automobilbau mit einem Plus von 9,2 Prozent. Auch der Maschinenbau konnte mit +9,4 Prozent deutlich zulegen. Chemie (+7,7 Prozent) und Elektrotechnik (+7,2 Prozent) lagen leicht, die Pharmazie (+5,4 Prozent) deutlich unter dem Durchschnitt.

Forschung und Entwicklung wird in Deutschland wie in den meisten anderen OECD-Ländern von wenigen Großunternehmen getragen. Besonders wichtig sind dabei die elf Unternehmen mit einem Forschungsetat von über 1 Mrd. Euro, die fast 80 Prozent der weltweiten FuE-Aufwendungen deutscher Firmen tragen. Allein die fünf größten Konzerne (VW, Daimler, Bosch, Siemens und BMW) sind für über die Hälfte der Forschungsausgaben der deutschen Wirtschaft verantwortlich.

Die weltweiten FuE-Aufwendungen sind bereits seit Jahren ein guter Prädiktor auch für das FuE-Geschehen in Deutschland. Daher rechnet der Stifterverband damit, dass bei der Präsentation der nationalen Zahlen im Dezember ein ähnlich starkes Plus für den Standort Deutschland verkündet werden kann.

Die regelmäßige Erhebung der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft führt der Stifterverband im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch.

Moritz Kralemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.stifterverband.de/

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