Clearstream baut Reichweite im Sicherheitenmanagement durch Verbindung zur Deutschen Bank aus

Clearstream und die Deutsche Bank haben eine Vereinbarung zur Entwicklung einer maßgeschneiderten Sicherheitenmanagement-Lösung über drei Parteien (Triparty Collateral Management) unterschrieben, die die Deutsche Bank ihren Kunden anbieten kann.

Die Zusammenarbeit wird es Clearstream erlauben, das Volumen an Sicherheiten, die das Unternehmen verwaltet (626,9 Milliarden Euro im Juni 2014), um die Liquidität der Deutschen Bank zu erhöhen; die Kunden der Deutschen Bank werden wiederum auf das integrierte Angebot an Services im Sicherheitenmanagement über drei Parteien zurückgreifen können, die Clearstream über seinen Global Liquidity Hub anbietet.

Dieser einzige und optimierte Pool an Sicherheiten wird es Kunden der Deutschen Bank erlauben, ihre Bestände an Sicherheiten zu konsolidieren, um damit globale Finanzrisiken (Exposures) äußerst effizient zu besichern.

Während die Kunden der Deutschen Bank ihr verwahrtes Vermögen weiterhin im umfangreichen Verwahrnetzwerk der Deutschen Bank verwalten, führt das Sicherheitenmanagement-System von Clearstream komplexe Aufgaben im Sicherheitenmanagement in Echtzeit aus, wie zum Beispiel die automatische Zuordnung, Optimierung und das Ersetzen von Sicherheiten.

Ein einzigartiges Merkmal des Sicherheitenmanagement-Angebots für Depotbanken von Clearstream ist, dass es die Sicherheiten in Echtzeit mobilisiert, und zwar nur im tatsächlich benötigten Umfang.

Stefan Lepp, Mitglied des Vorstands von Clearstream und Head of Global Securities Financing, sagte: „Auf der einen Seite geht es bei unserer Strategie im Sicherheitenmanagement darum, immer mehr Lokationen wie Clearinghäuser und Zentralbanken anzubinden, an denen Finanzrisiken abgedeckt werden müssen; auf der anderen Seite bieten wir Zugang zu einer stetig wachsenden Anzahl an Knotenpunkten, an denen die Sicherheiten liegen, wie Zentralverwahrer, Börsen und Depotbanken. Wir freuen uns, der Deutschen Bank mit unserer Sicherheitenmanagement-Technologie zu helfen, während wir im Gegenzug unseren Kunden nun den Zugang zum großen Liquiditätspool der Deutschen Bank ermöglichen können.“

Zu einem Zeitpunkt, zu dem die regulatorische Agenda den Bedarf für die Optimierung und bessere Ausstattung beim Eigenkapital und der Liquidität vorsieht, wird es als eine zentrale Herausforderung für die Finanzindustrie angesehen, den Zugang zu Sicherheiten zu verbessern.

Durch die Zusammenarbeit mit internationalen strategischen Partnern hat Clearstream bereits Zugang zu mehreren dieser Liquiditätspools aufgebaut; dazu gehören Cetip (Brasilien), ASX (Australien), Strate (Südafrika), Iberclear (Spanien) und BNP Paribas. Partnerschaften im Sicherheitenmanagement mit Citi und Standard Chartered werden noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, und die Zusammenarbeit mit CDS (Kanada), SGX (Singapur) und VPS (Norwegen) macht ebenfalls Fortschritte.

Über Clearstream

Als internationaler Zentralverwahrer (ICSD) mit Hauptsitz in Luxemburg stellt Clearstream die Nachhandelsinfrastruktur für den Eurobond-Markt und Dienstleistungen für Wertpapiere von 53 Inlandsmärkten weltweit bereit. Rund 2.500 Finanzinstitute aus über 110 Ländern bilden die Kundenbasis des Unternehmens. Die Dienstleistungspalette umfasst die Emission, Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren sowie die Bereiche Investment Fund Services und Global Securities Financing. Mit einem verwahrten Vermögen von mehr als 12,3 Billionen Euro ist Clearstream einer der weltweit größten Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleister für in- und ausländische Wertpapiere.

Als Zentralverwahrer (CSD) mit Sitz in Frankfurt stellt Clearstream außerdem die Nachhandelsinfrastruktur für die deutsche Wertpapierbranche bereit und bietet dabei Zugang zu einer wachsenden Zahl an europäischen Märkten.

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