Deutsche Börse begrüßt Verhaltenskodex als Marktinitiative

Die Gruppe Deutsche Börse hat den Verhaltenskodex für das Clearing und die Abwicklung von Aktien am Kassamarkt begrüßt als eine durch den Markt getragene Initiative der Branche zur Schaffung konsistenter, einheitlicher und kosteneffizienter europäischer Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Aktienhandel, -Clearing und -Abwicklung. Die Deutsche Börse teilte mit, dass der Kodex – im Einklang mit den Zielen der Europäischen Kommission – den Anwendern Vorteile bietet und zugleich die Sicherheit und Effizienz bei Clearing und Abwicklung steigern wird.

Die Deutsche Börse hat als Mitglied der Branchenverbände Federation of European Securities Exchanges (FESE), European Association of Central Counterparty Clearinghouses (EACH) und European Central Securities Depositories Association (ECSDA) an der Ausarbeitung des Kodex mitgewirkt. Die Deutsche Börse wird sich an dem Prozess weiter beteiligen, um die erfolgreiche Einführung des Kodex bis Ende 2007 zu erreichen.

Der Kodex deckt folgende Bereiche ab: Preistransparenz, Zugang und Interoperabilität sowie die Aufteilung von Dienstleistungen und getrennte Rechnungslegung. Die Deutsche Börse erfüllt bereits viele der Anforderungen des Kodex. In Bezug auf die Preistransparenz und die getrennte Rechnungslegung werden die erforderlichen Anpassungen vorgenommen.

Die Deutsche Börse geht nicht davon aus, dass der Kodex nach der vollständiger Verabschiedung und Einführung wesentliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell, den Umsatz oder die Kostenstruktur des Unternehmens haben wird. Die Deutsche Börse betrachtet die Einführung des Kodex in Bezug auf Standardzugang, Interoperabilität und Aufteilung der Dienstleistungen vielmehr als eine Formalisierung ihrer Geschäftspraktik der Bereitstellung eines offenen und diskriminierungsfreien Zugangs zu den angebotenen Dienstleistungen.

Matthias Ganz, Vorstandsmitglied von Deutsche Börse, sagte: “Der Verhaltenskodex bestärkt uns in dem festen Glauben, dass die Schaffung eines europäischen Clearing- und Abwicklungssystems marktgesteuerte anstelle gesetzlicher Maßnahmen erfordert.“

Während der Verhaltenskodex einmal mehr beweist, dass die Anbieter von Trade- und Post Trade-Dienstleistungen dazu bereit sind, konstruktiv auf ein effizienteres Umfeld für grenzüberschreitenden Aktienhandel hinzuarbeiten, setzt sich die Deutsche Börse bei der EU-Kommission weiterhin nachdrücklich dafür ein, durch die Beseitigung gesetzlicher und steuerlicher Hindernisse, insbesondere der in den jüngsten Giovanni-Berichten der Expertengruppe der EU-Kommission genannten Barrieren, zu dieser Zielsetzung beizutragen.

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