Autozulieferer aus NRW können Wettbewerbsfähigkeit durch Benchmarking einschätzen lassen

Beratungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen in NRW

Kleine und mittelständische Unternehmen aus der Automobilzulieferer-Branche haben ab sofort die Möglichkeit, ihre internationale Marktposition einschätzen zu lassen. Das Institut für Kraftfahrwesen (ika) der RWTH Aachen und die Serviceplattform für Autozulieferer NRW-auto bieten in einem Benchmarking interessierten Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen eine Analyse ihrer Wettbewerbsstärke auf dem europäischen Markt. Das Angebot ist Teil des Projekts Network of European Automotive Competence (NEAC), das je zur Hälfte vom Land NRW und der EU finanziert wird.

„Das Angebot hilft den Unternehmen dabei, die eigene Strategie zu überprüfen und zu verbessern sowie ihr Profil zu schärfen, um auch langfristig im Wettbewerb zu bestehen“, sagte Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Die Automobilbranche habe eine Schlüsselfunktion im produzierenden Gewerbe und gebe starke Impulse für Forschung und Entwicklung in Nordrhein-Westfalen.

Die Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen, erhalten einen Benchmarking-Report, aus dem die jeweilige Position im internationalen Automobil-Zulieferermarkt hervorgeht. Wichtige Dimensionen sind dabei die Kundenstruktur, die Effizienz der Geschäftsprozesse, die Kapitalstruktur oder die Leistungsfähigkeit in der Technologieentwicklung. An den Ergebnissen kann die Unternehmensleitung konkrete Handlungsbedarfe ablesen. Dies ist gerade deshalb von großer Bedeutung, weil der Wettbewerbsdruck auf die deutschen Zulieferer in den letzten Jahren durch neue Marktteilnehmer in Osteuropa und Asien stark gewachsen ist.

An dem Projekt NEAC sind neben Nordrhein-Westfalen weitere acht europäische Regionen plus die Region Samara/Russland beteiligt. NEAC will Unternehmen konkret beraten und die beteiligten Regionen unterstützen. Dazu werden regionale Unterstützungsmaßnahmen für die Zuliefererbranche, die Wettbewerbsstärke der Unternehmen und die Zukunftsaussichten der einzelnen Regionen analysiert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Außerdem werden Kooperationsprojekte vorgeschlagen: Etwa können Zulieferer, die sich zu einer so genannten „supply chain“ zusammenschließen, gemeinsam ihre Akquise- und Produktionskosten senken. Die Regionen erhalten Informationen über besondere technologische Stärken und Schwächen ihrer Unternehmen und können Maßnahmen zur Netzwerk- und Technologieförderung gezielter planen.

Interessierte Unternehmen, die am Benchmarking teilnehmen wollen, können sich an Arndt Freialdenhoven, ika (Freialdenhoven@ika.rwth-aachen.de), oder an Peter Stellbrink, NRW-auto (pstellbrink@nrw-auto.com), wenden.

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André Zimmermann idw

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