Mobilfunk der dritten Generation: Weiterentwicklung der TDD-Funktechnologie

Siemens stärkt seine weltweite Position durch Weiterentwicklung der TDD-Funktechnologie

Als einer der führenden Anbieter für Mobilfunksysteme der dritten Generation (3G) gibt der Siemens-Bereich Information und Communication Mobile (IC Mobile) die Weiterentwicklung der TDD (Time Division Duplex)-Funktechnologie für UMTS bekannt. Neben dem kontinuierlichen Vorantreiben der FDD (Frequency Division Duplex, bekannt auch als W-CDMA)-Funktechnologie folgen Siemens IC Mobile und NEC den Empfehlungen des internationalen Standardisierungsgremiums 3GPP (Third Generation Partnership Project) und vereinheitlichen ihre TDD-basierten Lösungen unter Einbeziehung der mit CATT (China Academy of Telecommunications Technology) entwickelten Funktechnologie TD-SCDMA (Time Division – Synchronous Code Division Multiple Access). Damit treiben Siemens und NEC die globale Standardisierung auf der Produkt- und Lösungsseite voran. Neben FDD werden Siemens IC Mobile und NEC auch mit dem erweiterten und harmonisierten TDD in Asien und Europa einen einheitlichen Standard für 3G bzw. UMTS anbieten.


Innerhalb des Funknetzes für UMTS, genannt UTRA (Universal Terrestrial Radio Access), ist TDD neben FDD als universeller Standard für 3G/UMTS weltweit anerkannt. So wurden in vielen Ländern Europas bereits UMTS-Funklizenzen für TDD an Netzbetreiber vergeben. Im März 2001 schließlich wurde von 3GPP – einer Initiative aller großen internationalen Standardisierungsgremien für Telekommunikation – die weltweite Harmonisierung und Erweiterung des Leistungs-spektrums von TDD verankert. Aufgenommen wurden dabei innerhalb der Spezifikationen für diesen UMTS/3G-Standard auch die zusätzlichen Leistungsmerkmale der in China von Siemens IC Mobile und CATT gemeinsam entwickelten Funktechnologie TD-SCDMA.


Auf zahlreichen Messen und im Testbetrieb bei Kunden hat IC Mobile bereits die generelle Leistungsfähigkeit der TDD-Technologie unter Beweis gestellt. Mit Datenraten von bis zu 2.0 Mbit/s eignet sich diese UMTS/3G-Technologie besonders für asymmetrischen Datenverkehr (z.B. für mobilen Internetzugang) bei sehr effizienter Ausnutzung der Funkfrequenzen. Durch die speziellen Eigenschaften von TDD wird zudem die Einbindung der IP (Internet Protocol)-Technologie wesentlich erleichtert.


Mit der strategischen Entscheidung, TDD in seiner durch TD-SCDMA erweiterten Form als harmonisiertes UTRA TDD global anzubieten, kann IC Mobile eine solide Marktbasis für diese Funktechnologie schaffen. Durch die Standardisierung kann -bei weltweitem Einsatz von UTRA TDD seitens der Netzbetreiber – internationales Roaming sichergestellt werden. Durch die Vereinheitlichung der Technologie auf der Angebotsseite wird zudem die Verfügbarkeit von mobilen Endgeräten in Europa nicht zuletzt über den in China zu erwartenden Absatz abgesichert. Mit der Erweiterung des Leistungsspektrums von UTRA TDD durch TD-SCDMA entsteht für die Technologie ein höheres Marktpotenzial durch die Möglichkeit, UTRA TDD zukünftig beispielsweise auch für den flächendeckenden Einsatz (sog. Makro-Anwendung) anbieten zu können. Darüber hinaus kann die Funktechnologie TD-SCDMA in kommerzieller Form bereits ab Ende 2002 innerhalb bestehender GSM-Netzwerke eingesetzt werden und erlaubt unter Nutzung des 3G-Funkspektrums leistungsfähige Sprach- und Datendienste mit bis zu 384 kbit/s.


„Mit Netzbetreiberkunden in über 75 Ländern weltweit ist es unser Ziel, auf die verschiedenen regionalen Märkte und deren unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen, und dabei gleichzeitig die internationale Vereinheitlichung von Mobilfunkstandards auch auf der Lösungsseite voranzutreiben“, sagte Dr. Valentin Chapero Rueda, Leiter des Geschäftsgebiets Networks des Bereichs Information and Communication Mobile.


„Mit unserer Entscheidung, UTRA TDD für alle Märkte in weltweit einheitlicher Form anzubieten, folgen wir 3GPP und können sowohl in Asien als auch in Europa mit UTRA FDD (W-CDMA) und UTRA TDD sehr leistungsfähige 3G-Technologien anbieten.“


Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (IC Mobile) deckt das komplette Mobilfunkgeschäft mit Kommunikationsendgeräten, Netzwerktechnik und mobilen Anwendungen ab. Bei den Kommunikationsendgeräten reicht das Produktspektrum von Mobiltelefonen und drahtlosen Übertragungsmodulen über mobile Organizer bis hin zu schnurlosen Telefonen sowie Produkten für Wireless Home Networks. Bei der Infrastruktur umfasst das Angebot die gesamte GSM, GPRS und UMTS Netzwerktechnik von Basisstationen über Vermittlungstechnik bis hin zu intelligenten Netzwerken für z.B. Prepaid-Dienste. Das Angebot an mobilen Anwendungen besteht aus Diensten für Unified Messaging, ortsabhängigen Diensten und Lösungen für mobiles Bezahlen per Handy. Im Geschäftsjahr 2000 (30. September) erzielte der Bereich einen Umsatz von 9 Mrd. EUR, der Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) betrug 758 Mio. EUR. IC Mobile beschäftigt weltweit 29.840 Mitarbeiter (31. März 2001).

Media Contact

Florian Kreutz Pressereferat

Weitere Informationen:

http://www.siemens-mobile.de/mobile

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