Souveräner Balanceakt des Mittelstandes

TOP 100 ermittelt Stärke des Mittelstandes in Sachen Innovation

„Die ausgezeichneten TOP 100-Unternehmen schöpfen ihr Innovationspotenzial noch nicht vollkommen aus, sind aber auf dem besten Weg dazu“, so Studienleiter Prof. Dr. Nikolaus Franke anlässlich der Preisverleihung zum „Innovator des Jahres“ am 4. Juli in Berlin. Der Mittelstand braucht sich in den Bereichen innovationsförderndes Top-Management und Innovationsmarketing nicht zu verstecken, Nachholbedarf besteht hingegen beim Innovationsklima und den innovativen Prozessen und Organisation. Auch Schirmherr Lothar Späth stellte fest, dass die TOP 100-Unternehmen den Drahtseilakt Innovation ganz trefflich meistern. „Innovator des Jahres“ wurde Endress+Hauser Conducta GmbH+Co.KG. Einen Sonderpreis erhielt SMP Sintermetalle Prometheus.

Die Gerlinger Analysetechniker Endress+Hauser überzeugten die TOP 100-Jury insbesondere durch die Konsequenz, mit der das Thema Innovation im Unter-nehmen verfolgt wird. Das Unternehmen ist geprägt von einer lebendigen Inno-vationskultur sowie von innovationsfördernden Strukturen in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Den spontanen Sonderpreis erhielt SMP Sintermetalle Prometheus aufgrund beispielhafter Leistungen unter schwierigen Rahmenbe-dingungen, denn in relativ kurzer Zeit hat sich aus einer Ausgründung der Uni-versität ein beispielhaft aufgestelltes Unternehmen entwickelt.

Die Benchmarkingstudie untersucht jährlich die Innovationskraft mitteltändi-scher Unternehmen und zeichnet die Besten aus. Schirmherr des Projektes ist Lothar Späth. Vier Kategorien standen auf dem Prüfungsplan: Beim Innovati-onsklima hatte die CAS Software AG die Nase vorn, den Bereich innovative Pro-zesse und Organisation konnte die TQ-Systems GmbH für sich entscheiden, innovationsförderndes Top-Management ist insbesondere bei der Schreiner Group GmbH & Co. KG zu finden und das Innovationsmarketing ist bei der TRACTO-TECHNIK Spezialmaschinen GmbH herausragend. Die Innovativität der diesjährigen TOP 100-Unternehmen zeigt sich daran, dass mit den Innovationen bzw. innovativen Verbesserungen der vergangenen drei Jahre 45 % des aktuellen Umsatzes und mehr als 50 % des Gewinnes erwirtschaftet werden.

Die große Stärke des Mittelstandes ist die Innovationsförderung durch das Top-Management: 89 % der Unternehmen haben erkannt, dass Innovativität eine Führungsaufgabe ist, in allen TOP 100-Unternehmen ist sie Bestandteil der Un-ternehmenszielsetzung, 16 % legen hier den Schwerpunkt. Durchschnittlich 9 % des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Für Franke überraschend modern kommt das Innovationsmarketing daher: Der Markttest ist bei 92 % der TOP 100-Unternehmen Standard, gearbeitet wird mit äußerst professionellen Instrumenten und Methoden wie dem Quality Function Deployment aber auch Conjoint Analysen. Bei einem Viertel der TOP 100-Unternehmen beschäftigen sich die Marketingmitarbeiter die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit Innovationen.

Gute Witterungslage herrscht beim Innovationsklima: 92 % der Unternehmen haben interdisziplinäre Projektteams, ein wesentlicher Schritt zur erfolgreichen Innovation, denn nur im Zusammenspiel verschiedener Abteilungen wird das optimale Ergebnis erzielt. Zudem ist kreatives Personal entscheidend, in den Top 10 macht fast jeder Mitarbeiter pro Jahr mindestens einen Verbesserungs-vorschlag. Nachlegen sollten die Unternehmen hingegen beim internen Risiko-kapital, bei 72 % gibt es dies gar nicht, was signifikante Innovationen erschwert, die ja bekanntlich auch mit Risiko behaftet sind. Im Bereich innovative Prozesse und Organisation glänzen 60 % der Unternehmen mit einer Innovati-onsstrategie, bei mehr als 70 % sind die Phasen Ideen- und Konzeptprüfung sowie die Wirtschaftlichkeitsanalyse klar geregelt. Auch das Niveau im Projekt-management ist professionell, zu beklagen ist aber ein Mangel an Kooperati-onsfähigkeit: Kunden und Lieferanten als Ideengeber sind verbreitet, nur 8 % aber haben Wettbewerber und Universitäten (22 %)als Kooperationspartner entdeckt.

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