Irland ist Globalisierungsweltmeister

Globalization Index: Österreich 8. – Schweiz bleibt Zweiter – Deutschland 17.

Wie bereits im Vorjahr ist Irland das Land, in dem die Globalisierung am stärksten ausgeprägt ist. Dahinter rangiert unverändert die Schweiz auf Platz zwei, Österreich konnte von Platz neun auf acht vorrücken, während Deutschland von Platz 14 auf Platz 17 abgesunken ist. Dies sind die Ergebnisse des mittlerweile zum dritten Mal von A.T. Kearney und dem Foreign Policy Magazine aufgestellten „Globalization Index“. Dieser Index gibt Aufschluss über den Grad der Globalisierung in 62 verschiedenen Staaten, die insgesamt 85 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren.

Der Globalization Index misst dabei nicht allein das Volumen internationaler Handelsbeziehungen, sondern will vielmehr eine Aussage darüber treffen, wie global unterschiedliche Länder und schließlich auch die Staatengemeinschaft tatsächlich sind. Daher wird neben ökonomischen Indikatoren auch die soziale, politische und technologische Integration berücksichtigt. Auf globaler Ebene zeigt der Index, dass weder die Terroranschläge vom 11. September 2001 noch das schwache Weltwirtschaftswachstum den Prozess der fortschreitenden Globalisierung aufhalten konnten: Ökonomische Rückschläge wurden durch zunehmende politische Integration und signifikant steigende soziale und technologische Verbindungen aufgefangen. „Der Trend zu zunehmender Globalisierung hat sich trotz aller ökonomischer Unsicherheiten als überraschend widerstandsfähig erwiesen,“ so Robert Kremlicka, Österreichchef von A.T. Kearney. Globalisierung sei ein bemerkenswert robuster Prozess.

Österreichs Position im Globalization Index hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Verantwortlich dafür ist ein kontinuierliches Wachstum im Handel, bei Reisen und Rückflüssen aus Investments sowie die verstärkte Internetnutzung. Starke Rückgänge beim direkten Auslandsinvestment und Wertpapier-Kapitalfluss zwischen Österreich und anderen Ländern haben diese positive Entwicklung allerdings etwas gebremst. In der Spitzengruppe der „globalsten Länder“ hat sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert. Spitzenreiter sind nach wie vor Irland und die Schweiz. Schweden rückte vom fünften auf den dritten Rang vor und verwies Singapur und die Niederlande auf die Plätze vier und fünf. Deutschlands Verschlechterung ist laut Studie vor allem auf einen Rückgang bei internationalen Direktinvestitionen zurückzuführen.

Die stärksten Bewegungen in Sachen Globalisierung sind jenseits der Top-20 zu finden. So konnte Marokko um 17 Plätze auf Rang 29 springen und Südafrika konnte seine Position um 16 Plätze auf Rang 38 verbessern. Saudi Arabien dagegen fiel als Resultat gestiegener Ölpreise und gefallener politischer Reputation im Kampf gegen den Terrorismus von Platz 37 auf Platz 61 zurück.

Media Contact

Oliver Scheiber pressetext.austria

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