Ein Jahrzehnt deutsche Einheit – Ein Jahrzehnt Mittelstandsförderung durch die AiF-Geschäftsstelle Berlin


16.000 Unternehmen mit über 2 Mrd. DM unterstützt

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) engagiert sich vom Standort Berlin aus seit zehn Jahren erfolgreich zugunsten des innovativen Mittelstandes in den neuen Ländern. Als eine der ersten Wirtschaftsorganisationen hat sie unmittelbar nach der deutschen Vereinigung eine Geschäftsstelle im Osten Berlins gegründet. Mit anfangs 10, heute 93 Mitarbeitern hat die AiF in Zusammenarbeit mit dem Bund bewährte Maßnahmen zur Förderung anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung (FuE) an die besonderen Verhältnisse der in den neuen Ländern entstehenden mittelständischen Firmen angepasst. Seit 1990 bearbeitete die AiF-Geschäftsstelle im Berliner Bezirk Pankow als Projektträger im Auftrag der Bundesregierung über 45.000 Förderanträge und vergab über 2 Mrd. DM an mehr als 16.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Gegenwärtig bestehen folgende Fördermöglichkeiten:

Das Programm FuE-Personalförderung Ost (PFO) ist seit 1992 das Grundprogramm der Innovationsförderung für mittelständische Firmen in den neuen Bundesländern. PFO bezuschusst das Gehalt qualifizierter Mitarbeiter in allen Bereichen innovativer Arbeitsprozesse und stärkt so die FuE-Personalbasis der KMU. Seit Beginn des Programms sind 702 Mio. DM Fördermittel geflossen; zwei Drittel der FuE treibenden Unternehmen in den neuen Bundesländern wurden erreicht. Dadurch wurde der drastische Abbau der FuE-Beschäftigten in der ostdeutschen Industrieforschung von 86.000 im Jahr 1989 auf 15.800 im Jahr 1994 gestoppt und ein Wiederanstieg auf bislang rund 19.000 unterstützt.

Das 1999 begonnene bundesweite PROgramm INNOvationskompetenz mittelständischer Unternehmen (PRO INNO) hilft KMU bei der Nutzung neuer Technologien durch ihren Einstieg in eine eigene FuE-Tätigkeit oder durch die Forschungszusammenarbeit mit anderen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland. Förderfähig sind besonders anspruchsvolle und wirtschaftlich risikoreiche Vorhaben sowie der befristete FuE-Personaltransfer. Im Jahr 1999 betrugen die Fördermittel für PRO INNO und das Vorläuferprogramm Forschungskooperation in der mittelständischen Wirtschaft (Foko) zusammen 216 Mio. DM. Mit rund 60 Prozent ist bei PRO INNO der Anteil der Antragsteller aus den neuen Bundesländern bemerkenswert hoch. Von den ersten 1.316 Projekten, die PRO INNO unterstützt, werden 92 in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern in 22 Ländern durchgeführt. Den Schwerpunkt bilden Länder Mittel- und Osteuropas. Dort gibt es ein Netz von zehn AiF-Kontaktbüros, das deutschen mittelständischen Unternehmen hilft, Kooperationspartner zu finden.

Parallel zur firmenspezifischen Förderung ostdeutscher Unternehmen – auch durch weitere, inzwischen ausgelaufene Programme – vollzog sich die Integration der Firmen in die industrielle Gemeinschaftsforschung. Im Rahmen der nach Branchen und Technologiefeldern aufgegliederten Forschungsvereinigungen der AiF treiben dabei KMU gemeinsame, vorwettbewerbliche Forschung, die der gesamten Branche zugute kommt. Heute werden 20 Prozent der öffentlichen Fördermittel für die Gemeinschaftsforschung eingesetzt, um Vorhaben an Forschungsstellen in den neuen Ländern durchzuführen. Als branchenübergreifende und interdisziplinäre Variante der Gemeinschaftsforschung entstand 1999 das AiF-Initiativprogramm „Zukunftstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen“ (ZUTECH). ZUTECH unterstützt 47 Projekte an 104 Forschungsstellen mit 31 Mio. DM. An einem Drittel der Vorhaben sind Forschungsstellen in den neuen Ländern beteiligt.


Pressearbeit: AiF, Silvia Behr, Bayenthalgürtel 23,
50968 Köln, Telefon: 02 21 / 3 76 80 – 55,
Fax: 02 21 / 3 76 80 – 27,
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