Gerster: Beschäftigungspotenziale in privaten Haushalten nutzen

Die Beschäftigungspotenziale in privaten Haushalten müssen nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, in Zukunft stärker genutzt werden als bisher. Er hält dazu die Einrichtung von Agenturen für haushaltsnahe Dienste für hilfreich. Auch ein Zuschuss für Haushalte sei denkbar, um die Kosten für Auftraggeber zu verringern und so mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen.

Schon heute kann die Bundesanstalt für Arbeit Eingliederungszuschüsse für Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen zahlen, wenn eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird. Dies ist auch für Dienstleistungsagenturen interessant. Bei älteren Arbeitnehmern muss keine Nachbeschäftigungsfrist eingehalten werden. Das Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit sieht auch Eingliederungszuschüsse für Arbeitnehmer bis 25 Jahre vor.

Zum Aufbau einer Dienstleistungsagentur sind Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen möglich. Außerdem können insbesondere Ältere für anspruchsvollere Tätigkeiten im Haushalt mit Mitteln der Bundesanstalt für Arbeit qualifiziert werden, wenn dies notwendig ist. Gerster kann sich auch vorstellen, dass Werkstätten für Behinderte verstärkt Dienstleistungen für den Haushalt anbieten.

Gegenwärtig sind in Privathaushalten 37.000 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialforscher sehen ein Potenzial von mehreren 100.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen, wenn es gelingt, diesen Bereich für reguläre Beschäftigung attraktiv zu machen.

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