Verbraucherpreise im November 2001 um 1,7 % gestiegen

Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im November 2001 gegenüber November 2000 um 1,7 % gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich ein Rückgang von 0,2 %. Die Schätzung für November 2001 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.

In den Monaten September und Oktober 2001 lagen die Steigerungsraten gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat bei 2,1 % bzw. 2,0 %. Die weiterhin rückläufige Jahresteuerungsrate ist vor allem auf die nochmals gesunkenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe zurückzuführen. Der Preisrückgang für leichtes Heizöl betrug im Jahresvergleich 26,8 %, binnen Monatsfrist sanken die Preise um 8,2 %. Auch die Kraftstoffpreise fielen sowohl im Vergleich zum Vorjahr (– 9,1 %) als auch zum Vormonat (– 2,2 %). Die Veränderungsrate für den Gesamtindex ohne Heizöl und Kraftstoffe lag gegenüber dem Vorjahresmonat bei + 2,4 % und gegenüber dem Vormonat bei – 0,1 %. Die rückläufigen Preise für Kraftstoffe hatten auch Auswirkungen auf den so genannten Kraftfahrerpreisindex (KFZ-Anschaffung und -unterhaltung). Dieser Index stieg im November 2001 gegenüber November 2000 nur um 0,3 %, gegenüber dem Oktober 2001 sank der Index um 0,5 %.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im November 2001 weiterhin überdurchschnittlich (+ 5,4 % gegenüber November 2000). Teurer wurden vor allem Fleisch und Fleischwaren (+ 8,0 %), Fische und Fischwaren (+ 7,3 %), Molkereiprodukte und Eier (+ 7,8 %) sowie Obst (+ 7,4 %).

Für das frühere Bundesgebiet ergab sich im November 2001 im Vorjahresvergleich eine Preissteigerungsrate von 1,5 %. Im Vergleich zum Oktober 2001 fiel der Index um 0,2 %.

Für die neuen Länder und Berlin-Ost lag die Teuerungsrate gegenüber November 2000 bei 2,0 %. Auch dieser Index sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 %.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im November 2001 gegenüber November 2000 um 1,5 % gestiegen. Gegenüber Oktober 2001 sank der Index um 0,2 %. Die Schätzung vom 23. November 2001 (+ 1,4 %) wurde damit geringfügig nach oben korrigiert.

Weitere Angaben enthalten der Eil- und der Monatsbericht November 2001 der Fachserie 17, Reihe 7, „Preisindizes für die Lebenshaltung“ Verlag Metzler-Pöschel, Verlagsauslieferung SFG-Servicecenter, Fachverlage GmbH, Postfach 43 43, 72774 Reutlingen, Telefon: 07071/93 53 50, Telefax: 07071/ 93 53 35, E-Mail: staba@s-f-g.com.

Diese Informationen können auch online im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/shop heruntergeladen werden.

Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte

Gesamtindex / Abteilungen
________

Jahr / Monat

1995 = 100

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

Veränderung
gegenüber
Vormonat

in %

Gesamtindex im November 2001

109,5

1,7

– 0,2

Nahrungsmittel und alkohol-
  freie Getränke


105,6


4,7


– 0,6

Alkoholische Getränke,
  Tabakwaren


109,7


1,5


0,2

Bekleidung und Schuhe

103,6

1,2

0,3

Wohnung, Wasser, Strom,
  Gas u.s.w.


114,3


1,2


– 0,3

Einrichtungsgegenstände,   Haushaltsgeräte u.ä.


103,6


1,5


0,3

Gesundheitspflege

112,7

1,2

0,1

Verkehr

115,6

0,4

– 0,6

Nachrichtenübermittlung

82,0

a)

– 0,1

Freizeit, Unterhaltung u.ä.

105,7

1,2

0,4

Bildungswesen

121,6

1,2

0,0

Beherbergungs- und Gast-
  stättendienstleistungen


107,4


2,1


– 1,0

Andere Waren und Dienst-
  leistungen


110,4


2,6


0,3

Gesamtindex

 

 

 

1996 D

 

101,4

1,4

1997 D

 

103,3

1,9

1998 D

 

104,3

1,0

1999 D

 

104,9

0,6

2000 D

 

106,9

1,9

2000

November

107,7

2,4

0,2

Dezember

107,8

2,2

0,1

2001

 

 

 

 

Januar

108,3

2,4

0,5

Februar

109,0

2,6

0,6

März

109,1

2,5

0,1

April

109,5

2,9

0,4

Mai

110,0

3,5

0,5

Juni

110,2

3,1

0,2

Juli

110,2

2,6

0,0

August

110,0

2,6

– 0,2

September

110,0

2,1

0,0

Oktober

109,7

2,0

– 0,3

November

109,5

1,7

– 0,2

______________
D = Jahresdurchschnitt

a) Wegen der Erweiterung des Erfassungsbereichs um Internetdienstleistungen ab Januar 2001 ist ein Vorjahresvergleich nicht sinnvoll.

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