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Weltwirtschaft verliert an Schwung, bleibt aber auf Wachstumskurs

08.10.2008
>>Auch wenn sich die Perspektiven fuer die Weltwirtschaft in den letzten Monaten merklich eingetruebt haben, ist eine globale Rezession nach wie vor nicht zu befuerchten<<, erklaerte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschaeftsfuehrender Vorstand des Bankenverbandes, anlaesslich der Vorstellung des Konjunkturberichts fuer den Monat Oktober, der im Vorfeld der Jahrestagung des Internationalen Waehrungsfonds und der Weltbank die weltwirtschaftliche Lage zum Schwerpunkt hat.

Mit den unguenstigeren Aussichten fuer die Weltkonjunktur seien inzwischen viele Rohstoffpreise – insbesondere die Oelpreise – merklich gesunken.

>>Der weltweite Inflationsdruck sollte dadurch in den kommenden Monaten
deutlich nachlassen, was zu einer Bodenbildung der Weltwirtschaft Anfang des kommenden Jahres fuehren duerfte
Weber: >>Sie sollten dazu beitragen, dass es nicht zu einer Ausweitung der Krise mit abrupten realwirtschaftlichen Folgen kommt. Die Stuetzungsmassnahmen sind ein wichtiger Beitrag, um Vertrauen in den Bankensektor herzustellen, wieder geordnete Verhaeltnisse an den Finanzmaerkten zu erreichen und somit auch die Rahmenbedingungen fuer die Realwirtschaft zu stabilisieren.

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland hat laut Weber im Fruehjahr dieses Jahres ein Ende gefunden. Verantwortlich dafuer sei das Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren: der hohe Euro-Kurs, die geringere Nachfrage wichtiger Handelspartner, der kraeftig gestiegene Rohoelpreis sowie die hohe Inflationsrate. Die konjunkturellen Fruehindikatoren liessen fuer das zweite Halbjahr 2008 kaum mehr als eine wirtschaftliche Stagnation erwarten. Eine noch schlechtere Entwicklung werde aber durch den inzwischen einsetzenden Rueckgang der Inflationsrate verhindert.

Die wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen fuer 2009 bewertet Weber vor diesem Hintergrund als bescheiden. >>Allerdings darf nicht uebersehen werden, dass sich in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen fuer den Arbeitsmarkt und fuer viele Unternehmen in Deutschland deutlich verbessert haben. Dadurch bestehen gute Chancen, dass die deutsche Wirtschaft im Verlauf des kommenden Jahres recht zuegig von einer allmaehlichen Wiederbelebung der weltweiten Konjunktur profitiert und diese Impulse auch recht zuegig auf die Binnenwirtschaft ausstrahlen.

Voraussetzung dafuer sei aber, dass in der Wirtschafts- und Finanzpolitik am eingeschlagenen Reformkurs festgehalten werde und es zu situationsgerechten Lohnabschluessen komme. Gleichwohl sei fuer das gesamte Jahr 2009 inzwischen nur noch ein Wirtschaftswachstum von rund 1/2 Prozent zu erwarten.

Pressekontakt:
Bundesverband deutscher Banken
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Burgstr. 28
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Telefon (0 30) 16 63 - 12 01 / - 12 02
Telefax (0 30) 16 63 - 12 99
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