Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Erst einmal durchatmen

08.12.2014
  • Mittelstand: Erwartungen erstmals seit neun Monaten wieder besser
  • Großunternehmen: Klima erholt, aber merklich schlechter als im Mittelstand

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland schauen zum ersten Mal nach neun Rückgängen in Folge wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Das zeigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für November 2014.

Die Geschäftserwartungen steigen um 4,2 Zähler auf 0,1 Saldenpunkte und zeigen damit, dass die Firmen mit Blick auf das kommende Frühjahr mit wieder etwas lebhafteren Geschäften rechnen als zurzeit.

Auch das Geschäftsklima insgesamt wird positiver bewertet, hellt sich allerdings weniger stark auf (+1,5 Zähler auf 9,5 Saldenpunkte), da die Mittelständler ihre aktuellen Geschäfte weniger gut bewerten als im Monat zuvor (-1,3 Zähler auf 18,9 Saldenpunkte).

Auch bei den Großunternehmen verbessert sich die Stimmung im November. Bei ihnen ziehen nicht nur die Erwartungen an (+1,6 Zähler auf -3,4 Saldenpunkte), sondern auch die Lageurteile (+3,9 Zähler auf 11,9 Saldenpunkte) bessern sich; letztere waren im Vormonat allerdings regelrecht eingebrochen. Insgesamt steigt das Geschäftsklima der großen Firmen um 2,8 Zähler auf 4,4 Saldenpunkte.

Die Stimmung bei den Großunternehmen ist zurzeit durchweg schlechter als bei den mittelständischen Firmen - vor allem bei den Erwartungen, die trotz der jüngsten Verbesserung den dritten Monat in Folge unter der Nulllinie verharren. Diese Unterschiede sind angesichts der gespaltenen konjunkturellen Impulse nachvollziehbar.

Enttäuschte Wachstumshoffnungen in Europa - dem wichtigsten Ausfuhrmarkt der deutschen Wirtschaft - sowie geopolitische Risiken haben zu einer starken Verunsicherung geführt. Das beschränkt nicht nur die deutschen Exportzuwächse, sondern lässt die Unternehmen auch in erheblichem Umfang mit Investitionen zögern - Großunternehmen sind als Exporteure und Investitionsgüterhersteller hier überproportional betroffen.

Demgegenüber stützen der private Konsum und die Wohnbauten die deutsche Konjunktur schon lange und werden dies auch weiterhin tun. "Die aktuell wieder steigenden Geschäftserwartungen im Mittelstand bestätigen unsere Erwartung, dass nach einem konjunkturell noch kraftlosen Winter mit einer Erholung im Verlaufe des Jahres 2015 zu rechnen ist.

Voraussetzung ist, dass es auch in der Eurozone konjunkturell zumindest ein wenig aufwärts geht und dass sich das Verhältnis zu Russland stabilisiert. Wegen des schwachen Starts in das neue Jahr gehen wir für 2015 von einem deutschen Realwachstum von bescheidenen 0,8 % kalenderbereinigt aus, nach 1,4 % in diesem Jahr," so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW.

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Christine Volk,
Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de 

Christine Volk | presseportal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften