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Universitäten im Startup-Fieber

27.11.2006
Millionensummen aus Lizenzen und Beteiligungen locken

Die Universitäten entdecken zunehmend das finanzielle Potenzial von Absolventen und Forschungsprojekten. Angespornt durch die Erfolge von renommierten Einrichtungen wie der Stanford University und dem Massachusetts Institute of Technology, die mit Lizenzen und Beteiligungen bereits Millionensummen erwirtschaftet haben, setzen nun weitere Unis stärker auf die Unterstützung von Startups. "Dieser Trend hat sich in den vergangenen drei bis fünf Jahren noch verschärft", zitiert das Wall Street Journal (WSJ) Mark Long, der an der Indiana University für den finanziellen Aspekt von Forschungsprojekten zuständig ist.

An der University of Southern California etwa hat der Finanzinvestor Mark A. Stevens, dessen Firma Sequoia Capital Beteiligungen an IT-Branchenschwergewichten wie Google und Yahoo hält, das Zepter für eine geplante Gründerwelle übernommen. Vor zwei Jahren steckten Stevens und seine Frau 22 Mio. Dollar in die Gründung eines eigenen Instituts zur Vermarktung von Technologieideen. Erfolgreich versilbert hat bereits die Stanford University ein nicht ganz unbekanntes Forschungsprojekt, das auf ihrem Campus entstanden ist. Stanford lizenzierte eine Reihe der Schlüsseltechnologien von Google. Im vergangenen Jahr nahm die Universität mit dem Verkauf von Google-Aktien 336 Mio. Dollar ein.

In Österreich hat sich etwa das Universitäre Gründerservice Wien (INiTS) der TU Wien und der Universität Wien der Unterstützung von Jungunternehmern aus dem Universitätsbereich verschrieben. Seit dem operativen Start im Oktober 2002 sind insgesamt 50 Projekte aufgenommen worden, aus denen bis jetzt 26 Unternehmensgründungen hervor gingen. Insgesamt flossen seit 2002 Fördermittel in Höhe von 7,5 Mio. Euro in die betreuten Projekte. Der Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Life Science und IKT.

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"An keinem der geförderten Unternehmen sind allerdings die Universitäten direkt beteiligt", betont INiTS-Sprecherin Elisabeth Wedam gegenüber pressetext den Unterschied zum US-Modell. INiTS verstehe sich eher als Berater und vermittle Kontakte zu den Förderstellen wie etwa dem AWS oder der FFG. Teilweise hätten sich Unternehmen jedoch bereits die Unterstützung von Finanzinvestoren sichern können, so Wedam. Laut einer INiTS-Befragung scheitern Gründungsideen ohne Unterstützung vorrangig an einem Mangel an geeigneten Finanzierungsquellen und fehlendem Wissen über Genehmigungsverfahren und Gesetzen.

Insbesondere in den USA locken die Universitäten mit ihren Initiativen zunehmend Venture Capital-Geber, die nach innovativen Forschungsprojekten Ausschau halten, auf den Campus. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres haben die Finanzinvestoren laut VentureOne 19,7 Mrd. Dollar an Risikokapital für Startups locker gemacht. Damit könnte der Rekordwert des Jahres 2001 übertroffen werden. Währenddessen sind laut WSJ allerdings die staatlichen Ausgaben für einige Forschungsbereiche zurückgefahren worden.

Jörn Brien | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.inits.at

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