Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Startschuss für 2,3 Millionen Solar-Arbeitsplätze

17.10.2001

In weniger als 20 Jahren könnten rund eine Milliarde Menschen ihren Strombedarf aus Solaranlagen decken. Bis zum Jahr 2020 könnte sich die jährliche Solaranlagenproduktion weltweit von derzeit 270 Megawatt (MW) um das zweihundertfache auf 54.000 MW erhöhen, wodurch rund 2,3 Millionen Arbeitsplätze in der Solarbranche entstünden. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktuntersuchung "Solar Generation", die Greenpeace gemeinsam mit der Europäischen Photovoltaik Vereinigung (EPIA) erstellt hat. Wie die Umweltorganisation und der in Europa einflussreichste Verband der Solarindustrie heute bei der Veröffentlichung in Berlin erklärten, ist mit der vorliegenden Untersuchung ein wichtiger Schritt für den weltweiten Ausbau der Solarenergie getan.

"Die Solarindustrie hat sich ihre Zielmarke gesetzt und will loslegen", erklärt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. "Jetzt muss die Politik den Startschuss geben. In ganz Europa gibt es viele Unternehmer, die in die Solarwirtschaft investieren werden, sobald Regierungen langfristige, finanzielle Beteiligungen verbindlich zusichern." Greenpeace fordert ein Europa weites Energieeinspeisegesetz (EEG), wie es seit 2000 in Deutschland in Kraft ist, sowie ein Exportprogramm für Photovoltaik-Anlagen. Entgegen den bisherigen Planungen der Bundesregierung muss das EEG in Deutschland über das Jahr 2003 hinaus bestehen bleiben.

... mehr zu:
»EEG »EPIA »Solarfabrik »Sonnenenergie

Die EPIA repräsentiert 54 der führenden europäischen Hersteller von Solaranlagen. "Die vorliegende Untersuchung spielt eine wichtige Rolle für die Entscheidung, neue Solarfabriken zu bauen, um Photovoltaik-Anlagen günstiger herstellen zu können", sagt Dr. Murray Cameron, Geschäftsführer von EPIA. "In den vergangenen Monaten hat die Solarindustrie mit großen Investitionen in neue Solarfabriken gezeigt, dass sie entschlossen ist, das Potenzial der Photovoltaik voll auszubauen. Wir brauchen ein klares Signal von den europäischen Regierungen, dass Sonnenenergie in Zukunft weiterhin gefördert wird. Die zeitliche und mengenmäßige Begrenzung der derzeitigen Förderprogramme verhindert langfristige Investitionen in die Schaffung neuer Solarfabriken."

Allein in Deutschland könnte der Solarstrom-Anteil bis 2020 von derzeit 0,0016 auf 3 Prozent anwachsen. Dann würden insgesamt 15 000 MW Leistung aus der direkten Nutzung der Sonnenenergie gewonnen werden können. 140 000 sichere Arbeitsplätze könnten so entstehen. Im Jahr 2000 betrug der Photovoltaik-Umsatz weltweit rund eine Milliarde Dollar. Bis 2020 würde sich dies auf über 60 Milliarden Dollar steigern. In einem Ausblick auf das Jahr 2040 prognostiziert die Untersuchung einen weltweiten Solarstrom-Anteil von 26 Prozent.

ots Originaltext: Greenpeace e.V Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Achtung Redaktionen: Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Sven Teske, Tel: 0172-4040754, Greenpeace Pressesprecher Stefan Schurig, Tel: 040-30618 342 oder 0171-8780837 und Dr. Murray Cameron, EPIA-Präsident, Tel: 0178-137412.

| ots
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de

Weitere Berichte zu: EEG EPIA Solarfabrik Sonnenenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie