Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW Mittelstandsbank führt erfolgreiche Programmvariante "Mikro 10" fort

30.12.2005


Kleinstkredite für Gründer und kleine Unternehmen zwischen 5.000 und 10.000 EUR


Die KfW Mittelstandsbank fördert Existenzgründer und kleine Unternehmen auch im neuen Jahr mit der Programmvariante "Mikro 10", mit der im Rahmen des Mikro-Darlehens ein Finanzierungsbedarf zwischen 5.000 und 10.000 EUR abgedeckt werden kann. Mit dieser Variante erhöht die KfW die Attraktivität des kleinteiligen Kreditgeschäfts für die Hausbanken und erleichtert Gründern und jungen Unternehmen den Zugang zu kleinvolumigen Krediten. "Mikro 10" wurde seit März 2005 in einer Pilotphase getestet und wird nun als reguläre Programmvariante fortgeführt. Es hat sich zu einem wichtigen Baustein in der Existenzgründungsförderung entwickelt. So verzeichnete die KfW Mittelstandsbank in den vergangenen Monaten eine deutliche Erhöhung der Zusagezahlen in diesem Fördersegment.

"Mikro 10" ist so ausgestaltet, dass die KfW Mittelstandsbank wie im gesamten Mikro-Darlehen die wesentlichen Risiken aus der Kreditgewährung übernimmt. Hierzu gewährt die KfW der durchleitenden Hausbank eine 80-prozentige Haftungsfreistellung, die teilweise durch die Bürgschaft des Europäischen Investitionsfonds (EIF) abgesichert ist.


In der Variante "Mikro 10" sind Verfahrensvereinfachungen für die durchleitende Bank und Kooperationen mit Gründungsberatern möglich, mit denen die im Vergleich zum Kreditbetrag relativ hohen Bearbeitungsaufwände reduziert werden können.

Dies sind die Eckpunkte der Programmvariante "Mikro 10":

  • Zielgruppe: Gründer und kleine Unternehmen, bis zu 3 Jahre nach Aufnahme der Selbständigkeit
  • Finanzierung von Investitionen und Betriebsmittel bis zu 100 %
  • Darlehensbetrag: 5.000 EUR - 10.000 EUR
  • Aktueller Zinssatz (Stand: 28.12.2005): 8,93 % p. a. effektiv
  • Laufzeit: von 2 - 5 Jahre
  • Tilgung: Beginn nach 6 Monaten, dann halbjährlich. Die Hausbank kann mit dem Kunden flexible Rückzahlungsvereinbarungen treffen.

Die Konzeption der Programmvariante "Mikro 10" baut auf Erfahrungen und Ergebnissen der von der KfW 2004 ins Leben gerufenen "Initiative für Mikrofinanzierung" auf. Mitglieder der Initiative sind Experten von Kreditinstituten und Verbänden der Kreditwirtschaft, von Beratungs- und Wirtschaftsförderungseinrichtungen sowie von Bundesministerien. Ziel der Initiative ist, den Zugang zu Mikro- und Kleinkrediten in Deutschland zu verbessern. So wurde im Rahmen der Initiative beispielsweise der "Leitfaden für regionale Kooperationen zwischen Kreditinstituten, Beratungs- und Wirtschaftsförderungseinrichtungen" erstellt. Der Leitfaden zeigt, wie die Auswahl-, Qualifizierungs- und Beratungsleistungen von Gründungsberatern und Wirtschaftsförderungseinrichtungen systematischer und effektiver mit dem Kreditvergabeprozess verzahnt werden können. Durch solche Kooperationen können Prozess- und Risikokosten von Hausbanken im kleinteiligen Kreditgeschäft gesenkt werden.

Service: Weiterführende Informationen im Internet

- Die Ergebnisse der Initiative für Mikrofinanzierung sowie die Perspektiven für Mikro- und Kleinkreditfinanzierung in Deutschland wurden Ende November 2005 mit über 120 Experten im Rahmen eines KfW-Symposiums diskutiert. Informationen zu den Referenten und Vorträgen des Symposiums sind auf den Internetseiten der KfW Bankengruppe (www.kfw.de) im Bereich Research abrufbar.

Den "Leitfaden für regionale Kooperationen zwischen Kreditinstituten, Beratungs- und Wirtschaftsförderungseinrichtungen" können akkreditierte Banken und Berater im KfW-Beraterforum abrufen (www.kfw-beraterforum.de).

Alexander Mohanty | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw-beraterforum.de
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: Wirtschaftsförderungseinrichtung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie