Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nationaler Forschungs- und Innovationsplan präsentiert

13.12.2002


Konzentration auf Zukunftbranchen und mehr Übersicht bei Forschungsförderungen


In Wien wurde heute, Freitag, der am 3. Dezember vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) beschlossene Nationale Forschungs- und Innovationsplan präsentiert. Um die Zielsetzung der Bundesregierung, die Forschungs- und Entwicklungsquote gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf 2,5 Prozent 2005 anzuheben, sind laut Rat eine Reihe von Strategien und Maßnahmen zu verfolgen.

Zentrale Anliegen des Rats sind eine verbindliche, mehrjährige Finanzplanung und der Aufbau einer Forschungs-Nationalstiftung. Um die F&E-Quote im vorgesehenen Ausmaß anzuheben, hält der Rat eine weitere deutliche Ausweitung der öffentlichen F&E-Budgets für unumgänglich. Zwischen 2000 und 2002 wurden die F&E-Ausgaben des Budgets von 1,225 Mrd. auf 1,457 Mrd. erhöht. Da der Bund allein im Jahr 2005 zur Erreichung der vorgesehenen F&E-Quote mehr als zwei Jahren investieren wird müssen, empfiehlt der Rat die Anhebung der öffentlichen Budgets bereits 2003 in Angriff zu nehmen.


Weiters schlägt der Rat vor, die Landschaft der Förderinstitutionen also FFF (Forschungsförderungsfonds), FWF (Wissenschaftsfonds), ERP-Fonds und TIG (Technologieimpulsgesellschaft), die einen Großteil der Förderungen abwickeln, neu zu gestalten. Die Übersichtlichkeit der Forschungsförderungen soll durch ihre Fokussierung auf jeweilige Kernkompetenzen erhöht werden. Zwischen strategischer und operativer Ebene soll im Förderwesen getrennt werden.

Zudem fordert der Rat mehr Ausbildungs- und Qualitätsprogramme für mehr Forschungspersonal in Österreich. Geraten wird zu Maßnahmen wie Programme für Dissertanten, eine Fachhochschuloffensive, Programme für ausländische Absolventen und Rückholprogramme von österreichischen Forschern im Ausland. Darüber hinaus soll die außeruniversitäre Forschung mit ihrer Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft laut RFT einen besonderen Schwerpunkt bilden. Zukunftsbranchen wie Biotechnologie, Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Verkehr und Mobilität, Umwelt und Energie, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Kunst sollen verstärkt unterstützt werden. Diesbezüglich wird zur Errichtung von Großforschungseinrichtungen geraten.

Forschungs- und Innovationsplan im Web unter: http://www.rat-fte.at/files/NFIP_20021203.pdf

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.rat-fte.at
http://www.rat-fte.at/files/NFIP_20021203.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften