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AdBlue macht Lastwagen sparsamer und sauberer

10.10.2003


Ein wichtiger Schritt in Richtung schadstoffaermere LKWs ist getan. In Berlin eroeffnete heute Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretaerin im Bundesumweltministerium, die erste sogenannte "AdBlue"-Tankstelle der TOTAL Deutschland GmbH. Unter diesem Namen wird Harnstoff vertrieben, der fuer die Funktion von neuartigen Stickoxid-Katalysatoren erforderlich ist. Damit werden die spezifischen Stickoxid-Emissionen von Lastwagen deutlich gesenkt. Zurzeit sind LKWs fuer rund 70 Prozent der verkehrsbedingten Stickoxid-Emissionen verantwortlich.


Spaetestens bis zum Jahr 2008 werden Nutzfahrzeuge in Europa zur Einhaltung der Europaeischen Abgasnormen mit Katalysatoren ausgeruestet, die die spezifischen Stick-oxidemissionen drastisch reduzieren. Die Reduktion moeglich macht eine neuartige Technologie: die sogenannte SCR-Technik (selektive-katalytische Reduktion). Hierfuer benoetigt der SCR-Katalysator Harnstoff, der vor dem Katalysator eingeduest wird. Dadurch werden die Stickoxid-Emissionen in unschaedlichen Stickstoff umgewandelt. Ausserdem sinkt der Treibstoffverbrauch, denn die neue Technik ermoeglich eine verbrauchsoptimierte Motorabstimmung.

Mit der Eroeffnung der ersten TOTAL-Tankstelle, die Harnstoff unter dem Markennamen "AdBlue" anbieten wird, ist nun der Weg fuer die Einfuehrung der SCR-Technik gebahnt. Margareta Wolf wertete die Eroeffnung der Tankstelle als einen "wichtigen Schritt fuer die Reinhaltung der Luft, der wegen der Spritersparnis zudem die Spediteure erfreut".


"Der Einsatz von SCR-Technik ist ein Beispiel dafuer, dass Umweltschutz und OEkonomie durchaus im Einklang miteinander stehen. Beim Einsatz geeigneter Technologie profitieren alle, es gibt keinen Verlierer", sagte Margareta Wolf bei der Tankstellen-Eroeffnung.

Die Initiative zur Einfuehrung einer Abgasnachbehandlungstechnik bei schweren Nutzfahrzeugen hatte das Bundesumweltministerium bereits vor rund fuenf Jahren ergriffen. Mit den daraufhin im Umweltrat der EU beschlossenen Grenzwertstufen wurde der Grundstein fuer die Entwicklung der emissionsreduzierenden SCR-Technologie gelegt.

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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